WACKER legt Umweltbilanz 2020 vor

21. Mai 2021

Abwasserqualität deutlich verbessert - Bei Abfall setzt WACKER auf Wiederverwertung

Blühwiese im Werksgelände der Wacker Chemie AG in Burghausen. (Foto: Wacker Chemie AG)

Blühwiese im Werksgelände der Wacker Chemie AG in Burghausen. (Foto: Wacker Chemie AG)

Mit rund 8.100 Beschäftigten ist das Werk Burghausen der Wacker Chemie AG der größte Standort des Konzerns weltweit. (Foto: Wacker Chemie AG)

Mit rund 8.100 Beschäftigten ist das Werk Burghausen der Wacker Chemie AG der größte Standort des Konzerns weltweit. (Foto: Wacker Chemie AG)

Burghausen, 21.05.2021 – Seit 1998 informiert WACKER die Öffentlichkeit jährlich über aktuelle Umweltdaten am Standort Burghausen – von der Luftreinhaltung über Energieeinsparung bis hin zum Gewässerschutz. Im aktuellen Umweltbericht zeigt sich: Auch im vergangenen Jahr konnten die Umweltleistungen weiter verbessert werden - trotz aller Herausforderungen, die das Pandemiejahr 2020 mit sich brachte. 

Dies wird beispielsweise im Bereich der Abwasserreinigungsanlagen deutlich, deren Team aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen diverse Einschränkungen beim Betriebsablauf in Kauf nehmen mussten. Dennoch gelang es den Mitarbeitern nicht nur, den durchgehend sicheren Betrieb dieser für das Werk und für die kommunale Abwasserentsorgung so wichtigen Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Sie erreichten auch noch eine signifikante Verbesserung der Abwasserqualität: Bei den organischen Stoffen (TOC = total organic carbon) ging die Fracht im Vergleich zum Jahr 2019 um 13 Prozent zurück, die Fracht an halogenierten Stoffen (AOX) sank um 11 Prozent.

Kraftwerk: Steigerung der Effizienz, Senkung der Emissionen
Bei der standorteigenen Energieerzeugung machen sich im Jahr 2020 deutliche Verbesserungen in der Effizienz bemerkbar. 2019 modernisierte WACKER mit dem Einbau einer neuen, 130 MW leistungsstarken Gasturbine seine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK-Anlage) zur Strom- und Dampferzeugung für das Werk Burghausen. Die modernisierte KWK-Anlage ist nicht nur effizienter, sondern auch wesentlich emissionsärmer und damit umweltfreundlicher. Deutliche Effekte zeigen sich bei den direkten spezifischen Treibhausgasemissionen der KWK-Anlage sowohl beim Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) als auch bei den Stickoxiden (NOx). Letztere verringerten sich um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018, in der die alte Gasturbine noch ganzjährig in Betrieb war. Rückblickend auf die vergangenen 8 Jahre erzielte WACKER damit eine kontinuierliche Verringerung beim Ausstoß von Stickoxiden um 60 Prozent.

Gesamtbetrachtung der CO2- und NOx-Emissionen des Standorts
Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres nahm der im Umweltbericht erfasste direkte CO2-Ausstoß, das heißt, der auf die Produktionsbereiche und die eigene Strom- und Dampfproduktion entfallende Anteil der Emissionen, beim CO2 zwar um knapp 8 Prozent zu. Dies war allerdings ausschließlich auf den Sondereffekt der mehrmonatigen Abstellung des standorteigenen Gas- und Dampfkraftwerks zum Einbau einer neuen Gasturbine im Jahr 2019 zurückzuführen. In diesem Zeitraum wurde zur Kompensation der entfallenen Eigenerzeugung in höherem Maße Strom extern zugekauft, der allerdings nicht in die direkten Standortemissionen einfließt und separat berichtet wird. Im Jahr 2020 hat sich dann vor dem Hintergrund des ganzjährigen Betriebs des modernisierten Kraftwerks das Verhältnis von selbst erzeugtem zu zugekauftem Strom wieder normalisiert.
Vergleicht man zur Verdeutlichung die direkten CO2-Emissionen aus dem Jahr 2020 mit denen des Jahres 2018, auf das der beschriebene Sondereffekt keinen Einfluss hatte, gelang es dem Standort, den CO2-Ausstoß im zweistelligen Bereich um 14 Prozent zu verringern.
Der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) reduzierte sich von 2019 auf 2020 um weitere 16 Prozent. Im direkten Vergleich mit dem Jahr 2018, indem das thermische Kraftwerk das ganze Jahr über in Betrieb war, ist die Abnahme von Stickoxiden noch aussagekräftiger. Diese Emissionen konnten im Zweijahreszeitraum um den Wert von 44 Prozent verringert werden.

Abfall: Vermeiden, Vermindern, Verwerten
Die gesamte Abfallmenge im Werk Burghausen inklusive Produktions- und Bauabfälle ist im Berichtsjahr um 12 Prozent im Vergleich zu 2019 gesunken. Bei den Produktionsabfällen lag die Wiederverwertungsquote bei 83 Prozent. Im Jahr davor waren es 79 Prozent. Erreicht wurde dies durch optimierte Produktionsprozesse, die konsequente Verbundstrategie und die effiziente Kreislaufwirtschaft in der Produktion.

Jährlicher Emissionsbericht mit Zahlen zur Abfallentsorgung
Die Behandlung und Beseitigung der Restabfälle, die nicht   umweltverträglich weiterverwertet oder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können, erfolgt in den Abfallverbrennungsanlagen am Standort Burghausen. Diese sind mit modernen Filtertechniken und mehrstufigen Abgasreinigungsanlagen ausgestattet. Beim Entsorgungsprozess wird energetisches Potenzial frei, das WACKER zur Dampferzeugung nutzt und damit unnötige Abfalltransporte vermeidet.
Wie in den vergangenen Jahren konnten auch 2020 die vorgeschriebenen Grenzwerte der Abfallentsorgungsanlagen nicht nur eingehalten, sondern zum größten Teil sogar deutlich unterschritten werden. Dies ist im jährlichen Emissionsbericht dokumentiert, der über das WACKER-Bürgertelefon (+49 8677 83-6111) oder das Internet (www.wacker.com/burghausen Rubrik Umwelt & Gesundheit“)  ebenso wie der Umweltbericht kostenlos zur Verfügung steht.

25 Jahre Engagement im Umweltpakt Bayern
2020 war in Sachen Umweltschutz ein Jubiläumsjahr: WACKER blickte als Gründungsmitglied auf 25 Jahre Engagement beim Umweltpakt Bayern zurück. Das Unternehmen untermauert damit seine Selbstverpflichtung, die Umweltleistungen am Standort Burghausen kontinuierlich zu verbessern – über das Maß der gesetzlichen Vorgaben hinaus. Auch bei der Erweiterung zum Umwelt- und Klimapakt Bayern, die die bayerische Staatsregierung im vergangenen Jahr beschloss, beteiligt sich WACKER mit seinen zertifizierten Managementsystemen Umwelt (ISO 14001) und Energie (ISO 50001). Beispiele seines Engagements präsentiert WACKER mit ausgewählten Umweltschutzmaßnahmen auf der Internetplattform des Umwelt- und Klimapakts in der Rubrik „Praxisbeispiele“ unter www.umweltpakt.bayern.de/umwelt_klimapakt


Unternehmenskurzprofil:

WACKER ist ein global operierender Chemiekonzern mit rund 14.700 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 4,93 Mrd. € (2019).

WACKER verfügt weltweit über 24 Produktionsstätten, 23 technische Kompetenzzentren und 51 Vertriebsbüros.

WACKER SILICONES
Siliconöle, -emulsionen, -kautschuke und -harze, Silane, Pyrogene Kieselsäuren, Thermoplastische Siliconelastomere

WACKER POLYMERS
Polyvinylacetate und Vinylacetat-Co- und Terpolymere in Form von Dispersionspulvern, Dispersionen, Festharzen und Lösungen

WACKER BIOSOLUTIONS
Biotechnologische Produkte wie Cyclodextrine, Cystein und Biopharmazeutika,außerdem Feinchemikalien und Polyvinylacetat-Festharze

WACKER POLYSILICON
Polysilicium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie

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