Vier neue Laborräume für den Campus Burghausen

Räumlichkeiten im Berufsbildungswerk Burghausen angemietet – Neubau in spätestens drei Jahren

Burghausen. Es ist nur eine Zwischenlösung, aber dafür eine höchst gelungene, wie die Verantwortlichen bei der feierlichen Übergabe gestern Vormittag betonten: Dem Campus Burghausen stehen die nächsten drei bis maximal fünf Jahre insgesamt vier Laborräume im Berufsbildungswerk Burghausen (BBiW), einer Stiftung der Wacker Chemie, zur Verfügung, die vor allem von den angehenden Chemieingenieuren genutzt werden sollen. Auf insgesamt 550 Quadratmetern steht nun neueste Technik für die Lehre bereit. Für drei Millionen Euro wurden in den vergangenen Monaten die passenden Rahmenbedingungen geschaffen – vor allem in Sachen Lüftung und technische Infrastruktur. „Hier wurde eindrucksvoll bewiesen, dass wir alle zusammenstehen“, betonte Wacker-Werkleiter Dr. Dieter Gilles, der nicht müde wurde, die Besonderheit dieser Zusammenarbeit hervorzuheben.

Denn in den nächsten Jahren wird sich das Berufsbildungswerk – rein räumlich gesehen – etwas beschränken müssen und erst mit dem geplanten Neubau eines Laborgebäudes in der direkten Nachbarschaft des BBiW bekommt der Ausbilder seine Räume wieder zurück. Der Campus als Mieter zieht dann in das geplante neue Laborgebäude ein. Auf dem benachbarten Grundstück entlang der Elisabethstraße soll in den nächsten zwei bis drei Jahren dieses neue Laborgebäude für den Campus entstehen, wie Landrat Erwin Schneider im Gespräch mit dem Anzeiger betont. „Noch ist aber gar nicht klar, wer das Gebäude überhaupt baut“, erzählt Landrat Schneider weiter. Die Grundstücksverhandlungen seien bereits weit vorangeschritten, ergänzte Burghausens Bürgermeister Hans Steindl bei der gestrigen Feierstunde. Die Vertragsunterzeichnung für das Grundstück sei für die nächsten Tage anberaumt. Dann aber müsse erst noch geklärt werden, in welcher Form und in welchem Umfang der Freistaat Bayern Kosten übernimmt, in dessen Zuständigkeit die Hochschule eigentlich fällt. „Es kann nicht sein, dass wir alles alleine stemmen“, stellte Steindl fest. Und dann könne man die weiteren Schritte für den Neubau angehen, erklärte auch Landrat Schneider. In der Vergangenheit war das Investitionsvolumen für das Laborgebäude stets mit rund 20 Millionen Euro beziffert worden. Nach der Fertigstellung soll der Bau rund 3000 Quadratmeter Nutzfläche bieten.

„Beitrag zur Standortsicherung“
Die nun im Berufsbildungswerk geschaffenen Laborräume seien ein wichtiger Meilenstein in der Ausbildung junger Menschen, erklärte Schneider in seinen Grußworten weiter. Auch Bürgermeister Steindl betonte: „Es ist eine Investition, die zu 100 Prozent den Auszubildenden zu Gute kommt.“ Und auch Hochschul-Präsident Prof. Dr. Heinrich Köster sah Vorteile für die gesamte Region und darüber hinaus: „Wenn wir die besten Köpfe halten können ist dies eine wesentlicher Beitrag zur Standortsicherung.“ Bereits im März soll es nun mit der Lehre in den rundum erneuerten Räumen losgehen.

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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