OMV Wasserstofftankstelle in Heidelberg feierlich eröffnet

Erfolgreich in Betrieb genommen: Oliver Göpfert (OMV), Johannes Daum (NOW), Frank Still (Toyota), Nikolas Iwan (H2 MOBILITY), Michael Sattler (OMV), Prof. Dr. Würzner (OB Heidelberg), Fréderic Minaud (AIR LIQUIDE).

Erfolgreich in Betrieb genommen: Oliver Göpfert (OMV), Johannes Daum (NOW), Frank Still (Toyota), Nikolas Iwan (H2 MOBILITY), Michael Sattler (OMV), Prof. Dr. Würzner (OB Heidelberg), Fréderic Minaud (AIR LIQUIDE).

Was das Herz begehrt: Hyundai Nexo, Toyota Mirai und Daimler GLC F-Cell. (Foto: H2 MOBILITY und Partner/T. Schmidt, StreamConcept)

Was das Herz begehrt: Hyundai Nexo, Toyota Mirai und Daimler GLC F-Cell. (Foto: H2 MOBILITY und Partner/T. Schmidt, StreamConcept)

  • H2 MOBILITY, Air Liquide und OMV eröffnen zusammen mit Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner erste Wasserstoffstation in Heidelberg
  • Standort stärkt umweltfreundliche Mobilität in der Metropolregion Rhein-Neckar
  • Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Heidelberg/Burghausen, 06.02.2020 - Brennstoffzellenfahrzeuge können jetzt auch in Heidelberg auftanken. Im Beisein von Oberbürgermeister Würzner eröffneten die Partner H2 MOBILITY Deutschland, Air Liquide und OMV am 5. Februar 2020 in der Speyerer Straße 20 in Heidelberg die erste Wasserstoffstation der Stadt. Zweiter Versorgungspunkt für Wasserstoff-Autos in der Metropolregion Rhein-Neckar ist die seit 2017 in Betrieb befindliche Station in Hirschberg an der Bergstraße.

Die Technik für die H2-Anlage in der Speyerer Straße stammt von Air Liquide und ermöglicht die Betankung von rund 40 Fahrzeugen pro Tag. Bauherr und Betreiber ist das Joint Venture H2 MOBILITY Deutschland, in dem sich die Unternehmen Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL zusammengeschlossen haben. Erstes Ziel der Partner, das im Laufe des Jahres 2020 erreicht wird, ist der Betrieb von 100 Stationen in deutschen Ballungszentren sowie entlang von Fernstraßen und Autobahnen. Mit zunehmender Anzahl an Brennstoffzellenfahrzeugen sollen dann weitere Wasserstofftankstellen hinzukommen.

Für den Bau der Wasserstoffstation in Heidelberg erhielt H2 MOBILITY Fördermittel in Höhe von knapp 950.000 Euro aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Elektromobilität mit Wasserstoff senkt CO2-Emissionen
Umweltfreundliche Elektromobilität mit Wasserstoff verursacht weder lokale Schadstoffe noch CO2-Emissionen und bietet dank kurzer Betankungszeiten und großer Reichweiten einen hohen Fahrkomfort. So können Brennstoffzellenfahrzeuge in nur drei Minuten mit Energie für 500 bis 700 Kilometer Reichweite betankt werden.

Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg:
„Die Eröffnung der Wasserstofftankstelle in Heidelberg ist ein wichtiger Baustein auf unserem Weg zur klimaneutralen Stadt. Die Brennstoffzelle ist die Technik der Zukunft. Sie ermöglicht es, den Schwerlast-, Bus- und Langstreckenverkehr in der Region emissionsfrei zu gestalten und in unseren Städten für saubere Luft zu sorgen. Mit der neuen Wasserstofftankstelle verpflichtet sich die Stadt, bis 2021 eine Brennstoffzellen-Fahrzeugflotte von 30 Fahrzeugen aufzubauen. Schon heute gehen wir mit gutem Beispiel voran: Aktuell gibt es vier Autos dieser Technik in unserem städtischen Fuhrpark – 2020 soll das erste Brennstoffzellen-Müllfahrzeug hinzukommen. All dies funktioniert nur mit der notwenigen Infrastruktur. Hierfür legen wir heute den Grundstein.”

Michael Mayer-Sonnenburg, Leiter Tankstellengeschäft OMV Deutschland:
„Tankstellen sind zentrale Anlauf- und Versorgungspunkte für den Mobilitätswandel. Sie stellen die notwendige Infrastruktur und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Mobilität der Zukunft. Wir glauben an den langfristigen Erfolg von Wasserstoff und engagieren uns darum seit langem für den Netzausbau der Infrastruktur.”

Frédéric Minaud, Geschäftsführer Air Liquide Advanced Technologies GmbH:
„Wasserstoff ist heute eine unserer besten Lösungen zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. Wasserstoff hat insbesondere das Potenzial, den Transportsektor, eine der wesentlichen Quellen der Verschmutzung in unseren Städten, effizient zu dekarbonisieren. Air Liquide ist stolz, an der Seite weiterer privater und öffentlicher Schlüsselakteure am Aufbau der europaweit größten Wasserstoffinfrastruktur beteiligt zu sein und damit die Voraussetzung für den Roll-out von Brennstoffzellenfahrzeugen in Deutschland zu schaffen.”

Nikolas Iwan, Geschäftsführer H2 MOBILITY:
„H2 MOBILITY baut das Wasserstoff-Tankstellennetz in Deutschland gezielt aus. Nach der Fertigstellung von 100 Tankstellen im Laufe des Jahres wird H2 MOBILITY zukünftig sinnhaft da bauen, wo Nachfrage besteht. Denn: Emissionsfreie Brennstoffzellen-PKW und -Nutzfahrzeuge werden weltweit einen wesentlichen Marktanteil haben und einen großen Teil zur Emissions-Reduktion im Verkehr beitragen. Wir schaffen die Voraussetzung, dass immer mehr Menschen und Unternehmen auf Wasserstoff umsteigen können.“

Hintergrundinformationen:

OMV Deutschland GmbH
Die OMV Deutschland mit Unternehmenssitz in Burghausen ist ein wichtiger Versorger von Mineralölprodukten und petrochemischen Grundstoffen in Süddeutschland. Sie ist eine 100%-Tochter des OMV Konzerns mit Sitz in Wien, Österreich. Die Aktivitäten umfassen das Raffinerie-, Geschäftskunden- und Tankstellengeschäft. Die OMV Deutschland verfügt derzeit über rund 280 Tankstellen, davon mehr als 220 in Bayern. Dies entspricht einem Marktanteil von knapp 10%. Weitere Stationen befinden sich in Baden-Württemberg und Hessen.
 
Das OMV Tanklager Feldkirchen, bestehend aus eigenen Lagertanks sowie Tanks, die im Auftrag des Erdölbevorratungsverbands (EBV) betrieben werden, gewährleistet seit Anfang der 1970er Jahre die Versorgungssicherheit des Großraums München und der Region mit Diesel und Heizöl. Mit Kerosin aus der Raffinerie Burghausen ist das Tanklager Feldkirchen über eine direkte Pipeline Hauptlieferant des Flughafens München.
 
Der Raffineriestandort in Burghausen agiert im strategischen Raffinerieverbund der OMV neben den beiden anderen Standorten Schwechat bei Wien und Petrobrazi in Rumänien. Burghausen hat eine jährliche Verarbeitungskapazität von rund 3,8 Mio Tonnen Rohöl. Es werden Mitteldestillate wie Kerosin, Diesel und Heizöl hergestellt. Den Schwerpunkt der Raffinerie bildet die Petrochemie. Dabei wird das Rohbenzin nicht zu Ottokraftstoffen, sondern im Weiteren zu petrochemischen Grundstoffen wie Ethylen, Propylen und Butadien verarbeitet.
 
OMV Aktiengesellschaft
Die OMV fördert und vermarktet Öl und Gas, innovative Energielösungen und hochwertige petrochemische Produkte – in verantwortlicher Weise. Mit einem Konzernumsatz von EUR 23 Mrd und einem Mitarbeiterstand von rund 20.200 im Jahr 2018 ist die OMV Aktiengesellschaft eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Im Bereich Upstream verfügt die OMV über eine starke Basis in Rumänien und Österreich und ein ausgeglichenes internationales Portfolio mit der Nordsee, dem Mittleren Osten & Afrika, Russland und Asien-Pazifik als weitere Kernregionen. 2018 lag die Tagesproduktion bei rund 427.000 boe/d. Im Bereich Downstream betreibt die OMV drei Raffinerien mit einer jährlichen Kapazität von 17,8 Mio Tonnen und etwa 2.100 Tankstellen in zehn Ländern. Die OMV verfügt über Gasspeicher in Österreich sowie Deutschland; die Tochtergesellschaft Gas Connect Austria GmbH ist Betreiberin eines Gaspipelinenetzes. 2018 hat die OMV etwa 114 TWh Gas verkauft. Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die OMV wird bis 2025 EUR 500 Mio in innovative Energielösungen investieren.