Innovative OMV-Anlage spart CO²

Mineralöl-Unternehmen erhält Bundeszuschuss für Projekt „ISO C4-Anlage“ - Vermeidung von bis zu ca. 20 000 Tonnen CO²-Emissionen/Jahr

Burghausen. Die Firma OMV Deutschland GmbH erhält einen Bundeszuschuss in Höhe von 2,8 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen und Energieeffizienz. Das teilt Staatssekretär MdB Stephan Mayer mit.

OMV-Geschäftsführer Dr. Gerhard Wagner bedankte sich bei Stephan Mayer nun in einem Schreiben für dessen beständigen persönlichen Einsatz bei Bundesumweltministerin Svenja Schulze, ohne den die Förderung nicht denkbar gewesen wäre. So seien auch mehrere Anläufe notwendig gewesen. Das Investitionsprojekt „ISO C4-Anlage“ unterstreiche die Innovationskraft der OMV, so Dr. Wagner: „Wir stellen damit erneut die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie für unsere Branche beispielhaft unter Beweis.“

Bei der Mineralölverarbeitung entsteht ein Gemisch aus C4-Kohlenwasserstoffen, bestehend aus Isobutan, 1-Buten, 2-Buten sowie Butan. Diese Komponenten werden in den nachgeschalteten Anlagen zu verkaufsfähigen, hochreinen Produkten umgewandelt. Nach dem Stand der Technik kann hochreines Isobuten jedoch nur über zusätzliche Zwischenprodukte sowie energieintensive Trenn- und Abspaltungsprozesse gewonnen werden.

Mit dem aktuellen Vorhaben plant das Unternehmen, hochreines Isobuten zukünftig in nur einem Prozessschritt zu gewinnen. Dazu sei ein spezieller, innovativer Katalysator entwickelt worden, der die kritischen Verunreinigungen im C4-Gemisch, das Molekül 1 Buten, in das weniger kritische 2‐Buten umwandelt. Eine gezielte Zugabe von Wasserstoff löse die Reaktion im Reaktor aus. Der für die Trennung des Gemisches erforderliche Energiebedarf solle hocheffizient zu 80 Prozent aus der Restwärme der vorgeschalteten Anlage nutzbar gemacht werden. Der restliche Wärmebedarf werde extern über einen Niedrigdruckdampf zugeführt.

Bei einer Jahresproduktion von 60 000 Tonnen hochreinem Isobuten können laut OMV-Angaben mit dem Vorhaben ca. 20 000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden. Staatssekretär Mayer: „Über die Verringerung von CO2 wird viel gesprochen. Daher freut es mich sehr, dass ich das konkrete umweltbewusste Handeln unserer Industrie erfolgreich unterstützen konnte.“

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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