BASF verkauft die Bauchemie an den US-Investor Lone Star

Kaufpreis 3,17 Milliarden Euro - In Trostberg mit BASF Construction Solutions GmbH und BASF Construction Additives GmbH vertreten

Ludwigshafen/Trostberg. Der Dax-Konzern BASF verkauft seine Bauchemie-Sparte an den US-Finanzinvestor Lone Star. Der Kaufpreis betrage 3,17 Milliarden Euro, teilte der Chemie-Konzern in Ludwigshafen mit. Die Transaktion solle im dritten Quartal 2020 abgeschlossen werden, sofern die Kartellbehörden zustimmen.

Die Sparte mit chemischen Spezialerzeugnissen für die Bauindustrie, etwa Zusatzmittel für Beton und Zement, hat weltweit über 7000 Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro um. Trostberg, Sitz der BASF Construction Solutions GmbH und seit Oktober auch der abgespaltenen BASF Construction Additives GmbH, ist Geburtsort der Bauchemie, vor Jahrzehnten unter dem Dach der damaligen SKW Trostberg AG, und seit 2006 ein Standort des führenden Chemieunternehmens der Welt, der BASF. In Trostberg beschäftigt die BASF Construction Solutions GmbH 110 Mitarbeiter; weitere 140 Mitarbeiter arbeiten an den Standorten Mannheim und Staßfurt (Sachsen-Anhalt) sowie rund 350 Mitarbeiter in der zum Oktober gegründeten BASF Construction Additives GmbH.

Ob und – gegebenenfalls – welche Auswirkungen der Verkauf der Bauchemiesparte an Lone Star auf den Standort Trostberg haben wird, war über die Weihnachtsfeiertage nicht in Erfahrung zu bringen. BASF hatte im Herbst 2018 die Trennung von der Bauchemie angekündigt. BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller hatte wiederholt die Trennung damit begründet, dass die Bauchemie nicht in die Verbundstruktur des Chemiekonzerns passe. BASF hatte den Bereich Bauchemie 2006, damit auch den Standort Trostberg, für 2,7 Milliarden Euro inclusive Schulden von der Degussa übernommen.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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