AlzChem nimmt neue Creamino-Anlage in Betrieb

Produktionskapazität wird damit von bisher rund 7.000 Tonnen auf etwa 21.000 Tonnen pro Jahr erhöht

Feierliche Inbetriebnahme der neuen Creamino-Produktionsanlage. (Fotos: AlzChem Group AG)

Feierliche Inbetriebnahme der neuen Creamino-Produktionsanlage. (Fotos: AlzChem Group AG)

Die neue Creamino-Produktionsanlage am Standort Trostberg.

Die neue Creamino-Produktionsanlage am Standort Trostberg.

Trostberg, 13.09.2019 - Am 12. September hat AlzChem seine neue Creamino-Anlage im Chemiepark Trostberg offiziell in Betrieb genommen. Damit hat das Unternehmen die Produktionskapazität für diesen stark wachsenden Futtermittelzusatzstoff etwa verdreifacht.

„Eine Produktionsanlage dieser Größe und Komplexität innerhalb von nur knapp eineinhalb Jahren zu bauen, war ein ehrgeiziges Projekt, und ich möchte an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen danken, die zur erfolgreichen Umsetzung beigetragen haben“, so der AlzChem-Vorstandsvorsitzende Andreas Niedermaier bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Anlage. Der innovative und stark wachsende Futtermittelzusatzstoff Creamino ist eine patentgeschützte Entwicklung der AlzChem, die seit Anfang des Jahres auch den Vertrieb des Produkts selbst übernommen hat. Mit der neuen Anlage wird die Produktionskapazität von bisher rund 7.000 Tonnen auf etwa 21.000 Tonnen pro Jahr erhöht.

Neben den Hauptaktionären und Vertretern des Aufsichtsrats der AlzChem Group AG vertreten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Zöllner eröffneten auch der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch sowie der Trostberger Bürgermeister Karl Schleid die feierliche Eröffnung mit ihren Grußworten. „Im Namen der AlzChem möchte ich mich heute noch einmal beim Landratsamt für die zügige Bearbeitung und Genehmigung unseres Bauantrags bedanken. Ohne dieses Engagement könnten wir heute noch nicht den offiziellen Start unserer Anlage feiern“, so der Vorstandsvorsitzende Niedermaier. „Dasselbe gilt auch für alle anderen Anwesenden hier. Nur mit Ihrer Unterstützung konnte dieses Mammut Projekt so schnell und unkompliziert umgesetzt werden.“ Auf Grußworte und Glückwünsche folgte eine Führung durch die neue Produktionsanlage: Die Vorstände, Andreas Niedermaier, Klaus Englmaier und Dr. Georg Weichselbaumer sowie der Vertriebsverantwortliche Robert Alber, erklärten je einer Gruppe den Neubau, die Anlagen und das Herstellungskonzept.

In den Bau der neuen Anlage sind unter anderem die Erfahrungen aus dem Betrieb der bestehenden kleineren Produktionseinheit eingeflossen. „In den ersten Jahren der Herstellung von Creamino haben wir die Prozesse kontinuierlich optimiert und daraus viel für die neue Anlage gelernt“, berichtet Klaus Englmaier. Funktionsprüfungen in den Wochen vor dem offiziellen Start stellten sicher, dass die Produktion von Anfang an reibungslos läuft und die gesamte Kapazität ausgeschöpft werden kann.

Der Wirkstoff in Creamino ist Guanidinoessigsäure, eine direkte Vorstufe von Kreatin. Kreatin wird sowohl im Körper selbst gebildet als auch mit der Nahrung aufgenommen und spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel der Muskeln. Als Futtermitteladditiv in der Geflügelzucht verbessert es bereits bei niedriger Dosierung – empfohlen werden 600 Gramm pro Tonne Futtermittel – die Nährstoffverwertung erheblich und fördert das gesunde Wachstum, auch ohne die Zufütterung tierischer Proteine. Gleichzeitig wird weniger Futter benötigt, was wiederum den CO2-Fußabdruck der Geflügelzucht verbessert. Hergestellt auf Basis von Cyanamid, das wiederum aus Kalkstickstoff gewonnen wird, ist Creamino seit 2009 von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als Futtermittelzusatz zugelassen.

„Der Markt für Futtermittelzusätze wächst stabil und die weltweite Nachfrage nach Creamino steigt“, so Dr. Georg Weichselbaumer. „Mit unseren erweiterten Kapazitäten können wir den Bedarf unseres wachsenden Kundenkreises bedienen und das Wachstumspotenzial unseres Produkts voll ausschöpfen.“ Wachstumstreiber ist in diesem Markt vor allem die schnell wachsende Weltbevölkerung bei gleichzeitig begrenzter landwirtschaftlicher Nutzfläche, so dass eine höhere Effizienz in der Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung für die Versorgungssicherheit gewinnt. Mit seinem erheblichen Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen entspricht Creamino darüber hinaus dem wachsenden Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion.

Über die AlzChem Group AG
Die AlzChem Group AG ist ein vertikal integrierter Hersteller von diversen Chemieprodukten, die auf der NCN-Kette basieren. Dabei handelt es sich um Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, die in einer Vielzahl von Branchen Anwendung finden. Das Unternehmen hat eine führende Marktposition in ausgewählten Nischenmärkten, darunter die Märkte für Futtermittelzusatzstoffe und Nahrungsergänzungsmittel. Der strategische Wachstumsfokus und der Schwerpunkt der umfangreichen Forschung und Entwicklung liegen auf dem Geschäftssegment Specialty Chemicals. Das Unternehmen hat rund 1.560 Mitarbeiter an vier Standorten in Deutschland und drei weiteren im Ausland.