Industriepark Werk GENDORF zukunftsfähig aufgestellt mit EMAS

Dr. Robert Müller (Mitte), Leiter der Abteilung Umweltschutz des Landratsamts Altötting, wurde von Dr. Bernhard Langhammer (li.), Geschäftsleiter ISG, und Godehard Mayer (re.), Leiter Genehmigungsmanagement ISG, eines der ersten druckfrischen Exemplare der neuen Umwelterklärung überreicht.

Burgkirchen, 19.06.2015 – Seit 20 Jahren gibt es nun das europäische Umweltaudit EMAS (Environmental Management and Audit Scheme) in Deutschland, nach welchem Unternehmen freiwillig ihr Umweltmanagementsystem und ihre Umweltleistung zertifizieren lassen können. Der Chemiestandort Gendorf und seine Unternehmen waren fast von Anfang an dabei. Jetzt veröffentlicht InfraServ Gendorf (ISG) gemeinsam mit weiteren Standortunternehmen die neue Umwelterklärung. 

„Erfolgreich und nachhaltig wirtschaften“ – so lautet das Motto der jüngsten Festveranstaltung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zum 20-jährigen Jubiläum von EMAS in Berlin und so fällt auch die Bilanz des Auditierungsprogramms der vergangenen zwei Jahrzehnte aus. Der Chemiestandort ist seit 1997 zertifiziert, Standortbetreiber InfraServ Gendorf in Garantenstellung für das System. Ziel dieses freiwilligen Beitrags zur gesellschaftlichen Umweltverantwortung ist die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung durch ein Umweltmanagementsystem – und zwar über die umweltgesetzliche Anforderung hinaus. Regelmäßige eigene Überprüfungen der Einhaltung der Vorgaben sowie zusätzliche externe Audits durch unabhängige, betriebsfremde Prüfer bescheinigen die Funktion des Umweltmanagementsystems. „Die Umweltgutachter prüfen nicht nur, ob die Unternehmen alle relevanten Umweltvorschriften einhalten, sondern auch ob die gesteckten Umweltziele tatsächlich erreicht wurden“, beschreibt Godehard Mayer, Leiter des Genehmigungsmanagements bei InfraServ Gendorf, die Umweltprüfung.

Aktuelle Umwelterklärung verfügbar
Eine weitere Maßnahme, die umgesetzt werden muss, um das begehrte EMAS-Zertifikat zu erhalten, ist die regelmäßige Veröffentlichung einer Umwelterklärung. Neben dem Chemieparkbetreiber InfraServ Gendorf beteiligen sich daran die Standortunternehmen Archroma, Clariant, Dyneon (3M), Global Amines, Klöckner Pentaplast und Vinnolit. Sie alle legen ihre umweltrelevanten Tätigkeiten und Daten zur Umwelt wie Ressourcen- und Energieverbräuche, Emission und Abfälle transparent und offen in einer eigenen Broschüre dar. „Damit sich der Industriepark Werk GENDORF auch in Zukunft positiv entwickeln kann, braucht er die Unterstützung und Akzeptanz der Nachbarschaft. Transparenz und Offenheit sind daher wichtige Bestandteile unseres Umweltmanagements“, betont Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf. Die neue Broschüre steht für alle Interessierten auf der Internetseite des Industrieparks Werk GENDORF (www.gendorf.de) unter Umwelt & Gesundheit oder unter www.infraserv.gendorf.de/Unternehmen/Broschueren zum Download bereit. Zusätzlich wurden Exemplare an Behörden- und Gemeindevertreter versandt.

EMAS – eine Erfolgsgeschichte wird 20
Das Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (Eco-Management and Audit Scheme, EMAS) ist ein von den Europäischen Gemeinschaften 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Der Aufbau eines Umweltmanagementsystems und die Abläufe entsprechen seit 2001 auch bei EMAS der ISO 14001. In Deutschland sind knapp 1.300 und in Bayern 260 Organisationen und Unternehmen EMAS-registriert.

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