Berufliche Pionierarbeit: Erste ausgebildete Werkfeuerwehrmänner treten ihren Dienst an

Vor der Börse in Frankfurt – Christian Fuchsgruber (links) und Felix Kühstetter und als frisch gebackene Werkfeuerwehrmänner nach der Zeugnisübergabe zwischen Bär und Stier, dem Zeichen der Börse. Foto: IPWG

Dreijähriger Ausbildungsberuf wurde geschaffen, um die Qualifikation der Werkfeuerwehren bundesweit zu verbessern

Burgkirchen, 13.09.2013
– Sie leisteten Pionierarbeit: Der erste Ausbildungsjahrgang zum Werkfeuerwehrmann konnte nun seine Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Unter den neuen Sicherheitsfachkräften sind auch zwei Mitarbeiter der InfraServ Gendorf – sie waren vor drei Jahren die einzigen Auszubildenden zum Werkfeuerwehrmann in ganz Bayern.

Der dreijährige Ausbildungsberuf wurde neu geschaffen, um die Qualifikation der Werkfeuerwehren bundesweit zu verbessern und zu vereinheitlichen. Erstmalig wurde in Bayern die Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann/frau 2010 angeboten. Die InfraServ machte den Vorreiter und stellte die ersten beiden Azubis ein. Sie waren damals die Einzigen bayernweit. Bis dahin konnte man nur mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung zum Werkfeuerwehrmann weitergebildet werden. „Als einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region war es für uns selbstverständlich bei dieser insbesondere für die Chemische Industrie wichtigen Ausbildungsrichtung vom ersten Tag an dabei zu sein“ erklärt Herbert Prost, Leiter der Bildungsakademie Inn-Salzach.

Die Übergabe der Zeugnisse für die 16 frisch gebackenen Werkfeuerwehrmänner aus Bayern und Hessen fand am Sitz der IHK in der Börse in Frankfurt statt. Die IHK hatte mit dem Hessischen Werkfeuerwehrverband zur Zeugnisübergabefeier eingeladen. Die Vertreter der beteiligten Institutionen und Betriebe waren sich einig, dass die nun mögliche Berufsausbildung ein Erfolg ist und weitergeführt werden wird. Die Ausbildung beinhaltet 18 Monate  handwerkliche Ausbildung in den Sparten Metall, Elektro, Heizung/Klima, Bau und Holz. Die weiteren 18 Monate sind überwiegend der feuerwehrtechnischen Ausbildung vorbehalten. Daneben sind die Azubis nach der Ausbildung auch voll ausgebildeter Rettungssanitäter und haben den LKW-Führerschein erlangt.

Nachdem in Bayern vor drei Jahren keine Berufsschulklasse zustande kam, besuchten die Azubis die Berufsschule in Rüsselsheim im Nachbarbundesland Hessen. Dort hatte man eine erste Berufsschulklasse für Auszubildende der Werkfeuerwehren bilden können. Auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter und die feuerwehrtechnische Ausbildung fanden in Hessen statt. Dies erforderte von den Azubis eine umfangreiche Reisetätigkeit. Darüber hinaus fanden sich aber auch viele neue Kontakte und Freundschaften. Derzeit befinden sich in jedem der drei Lehrjahre zwei weitere Azubis aus Gendorf in Ausbildung. Seit einem Jahr ist auch die Ausbildung in Bayern möglich, nach Freising in die Berufsschule und zu verschiedenen anderen Ausbildungsstellen in Oberbayern müssen die angehenden Werkfeuerwehrmänner aber auch zukünftig noch reisen.

Für die beiden Werkfeuerwehrmänner begann am Wochenende nach der Abschlussfeier der 24-Stunden-Schichtdienst. Beide ausgelernten Azubis wurden übernommen und werden in Zukunft die Werkfeuerwehr des Industrieparks verstärken.

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