Standortsicherung: Borealis führt veraltete Anlage am Standort Burghausen nicht weiter

Produktionsstopp der High Density Polyethylen (HDPE) Anlage mit Ende 2014

Burghausen, 12.07.2013
- Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, wird seine HDPE Anlage am Standort Burghausen mit Ende 2014 nicht weiter betreiben. Grund dafür ist unter anderem das angespannte wirtschaftliche Umfeld für die Polyolefinproduktion, insbesondere HDPE in Europa. Dieser Schritt ist Bestandteil der „Scrap and Build“ Strategie der Borealis Gruppe. Im Rahmen dieser Strategie investiert Borealis laufend in seine modernen Produktionsstätten in ganz Europa. Diese werden auf dem neuesten Stand gehalten, Produktionsstandorte und damit verbunden auch Arbeitsplätze werden langfristig gesichert. Dabei wird in neue, moderne Anlagen investiert, um in Einzelfällen ältere, unrentable Anlagen zu schließen.

Borealis ist es ein besonderes Anliegen, möglichst viele Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und sozial verantwortliche Lösungen für alle betroffenen Mitarbeiter zu finden. Rund 35 Mitarbeiter sind von den Änderungen betroffen. Sie werden durch Umschichtungen im Unternehmen gehalten bzw. wird ihnen nach Möglichkeit die Frühpensionierung angeboten. „Unsere Mitarbeiter sind uns wichtig. Daher sind wir bemüht, möglichst viele Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Wir sind dazu bereits in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat“, so Jürgen Mader, Standortleiter Borealis Burghausen. „Wir sind zuversichtlich, adäquate Lösungen für alle betroffenen Mitarbeiter zu finden.“ Bei Bedarf soll es einen umfassenden Sozialplan geben.

Schwierige Zeiten für Polyolefin-Industrie in Europa
Borealis reagiert mit der Schließung der Anlage auf das schwierige Marktumfeld im Bereich HDPE Produktion in Westeuropa. HDPE, also Polyethlyen mit besonders hoher Dichte, wird beispielsweise für die Herstellung von Rohren und Haushaltswaren eingesetzt. Durch die schlechten Marktbedingungen sind westeuropäische Produzenten HDPE immer stärkerem Druck ausgesetzt und müssen daher auf modernste Technologie und innovative Produkte setzen. Die veraltete HDPE Anlage in Burghausen kann diesen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden. In Burghausen setzt das Unternehmen von nun an auf die Optimierung der bestehenden Polypropylen-Anlagen.

Investitionen für eine sichere Zukunft
Die Schließung der HDPE Anlage in Burghausen soll den gesamten Standort langfristig sichern. „Am Standort Burghausen betreiben wir eine der modernsten BorstarTM Polypropylen-Anlagen in unserem Netzwerk mit der wir innovative Produkte herstellen können. Die Einstellung des Betriebs in der HDPE-Anlage ermöglicht es uns, den Schwerpunkt auf die weitere Optimierung der Polypropylen-Produktion in den beiden verbleibenden Anlagen zu legen. Dadurch können wir den Weiterbestand des Standorts Burghausen sichern und die notwendigen Schritte für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Burghausen tätigen.“ so Jürgen Mader.

Hinweise für die Redaktionen:

Borealis ist ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Düngemittel. Mit einem Umsatz von 7,5 Mrd. Euro im Jahr 2012, Kunden in über 120 Ländern und rund 5.300 Mitarbeitern weltweit, steht Borealis zu 64% im Eigentum der International Petroleum Investment Company (IPIC), Abu Dhabi, sowie zu 36% der OMV, dem führenden Energiekonzern im europäischen Wachstumsgürtel. Borealis hat seine Konzernzentrale in Wien, Österreich. Gemeinsam mit Borouge, einem Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), erstellt Borealis Produkte und Dienstleistungen für Kunden auf der ganzen Welt.

Unter Nutzung der einzigartigen Borstar®- und BorlinkTM-Technologien und mit 50 Jahren Erfahrung im Bereich Polyolefine (Polyethylen und Polypropylen) beliefern Borealis und Borouge Schlüsselindustrien im Bereich Infrastruktur, Automobile und anspruchsvolle Verpackungen. Die Borouge-Anlagenerweiterung in Abu Dhabi wird bis Mitte 2014 mit einer jährliche Produktionskapazität von 4,5 Millionen Tonnen voll betriebsfähig sein. Damit werden Borealis und Borouge über eine Polyolefin-Produktionskapazität von insgesamt rund 8 Millionen Tonnen verfügen.

Borealis bietet eine breite Palette an Basischemikalien wie Melamin, Phenol, Aceton, Ethylen und Propylen für zahlreiche unterschiedliche Branchen. Gemeinsam mit Borouge werden die beiden Unternehmen im Jahr 2014 rund 6 Millionen Tonnen Basischemikalien produzieren.

Mit seinem umfangreichen Düngemittel-Portfolio generiert Borealis echte Wertschöpfung für die Agrarindustrie. Das Unternehmen produziert und vermarktet rund 2,1 Millionen Tonnen Düngemittel pro Jahr.

Borealis und Borouge haben zum Ziel, wertvolle Leistungen für die Gesellschaft zu erbringen, indem sie echte Lösungen für echte gesellschaftliche Herausforderungen liefern. Beide Unternehmen haben sich den Prinzipien von Responsible Care® verpflichtet, einer Initiative zur Verbesserung der Sicherheitsperformance in der chemischen Industrie. Mit innovativen Produkten und ihrem Water for the World™-Programm leisten sie einen Beitrag zur Lösung der weltweiten Herausforderungen im Bereich Wasser und sanitäre Versorgung.
 

Für weitere Informationen besuchen Sie:
Borealis: www.borealisgroup.com
Borouge: www.borouge.com
Water for the World: www.waterfortheworld.net

Borstar ist eine eingetragene Marke der Borealis Group.
Borlink, und Water for the World sind Marken der Borealis Group.