SKW Metallurgie: Attraktive Dividende von 0,50 € je Aktie

Firmensitz der SKW Metallurgie in Unterneukirchen.

Wichtige Kennzahlen SKW Stahl-Metallurgie Holding AG für das Geschäftsjahr 2012 (in Mio. €).

  • Rückläufige Stahlproduktion führt zu Rückgang des Konzernumsatzes um rund 5 %
  • Ergebnis zusätzlich geprägt von Sondereffekten – EBITDA bei 20,8 Mio. €
  • Positiver Free Cashflow und Abbau der Nettofinanzverschuldung
  • Weiterhin Zuversicht für 2013 trotz konjunktureller Unsicherheiten

Unterneukirchen, 22.03.2013 - Der globale Spezialchemie-Konzern SKW Metallurgie zeigte im Geschäftsjahr 2012 trotz schwieriger makroökonomischer Rahmenbedingungen sowie Anlaufkosten der neuen Werke ein solides Ergebnis. Dabei ist die Stahlproduktion (außerhalb Chinas) der mit großem Abstand wichtigste Indikator für die Geschäftsentwicklung des SKW Metallurgie Konzerns – hier insbesondere die produzierten Mengen in der EU, den USA und Brasilien. Alle drei Regionen verzeichneten in der zweiten Jahreshälfte eine zum Teil deutlich negative Entwicklung; insbesondere in Europa gilt dies auch für das Gesamtjahr.

Daher konnte der SKW Metallurgie Konzern im Jahr 2012 beim Konzernumsatz mit 404,6 Mio. € nicht ganz den Vorjahreswert von 428,9 Mio. € erreichen. Dies schlug sich auch auf das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) nieder, bei dem ein Wert von 20,8 Mio. € (2011: 31,7 Mio. €; bereinigt um nicht zahlungswirksame Einmaleffekte: 22,9 Mio. €) erreicht wurde.

Aufsichtsrat und Vorstand beabsichtigen, der Hauptversammlung am 11. Juni 2013 die Ausschüttung einer in der absoluten Höhe unveränderten Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie vorzuschlagen.

Ungeachtet der weiterhin hohen konjunkturellen Unsicherheit ist der Vorstand für 2013 unter der Prämisse einer stabilen Wirtschaftsentwicklung grundsätzlich optimistisch, beim Umsatz und Ergebnis zulegen zu können; hierzu sollen auch die Ergebnisbeiträge der neuen Werke beisteuern.

„Die Stahlbranche hat uns im Jahr 2012 in für uns wichtigen Regionen nicht nur Freude bereitet. Vor diesem Hintergrund haben wir dennoch eine solide operative Entwicklung erzielt, die uns gemeinsam mit unserem grundsätzlichen Optimismus für 2013 in die Lage versetzt, der Hauptversammlung eine attraktive Dividende von 0,50 € je Aktie vorzuschlagen“, so die Vorstandsvorsitzende des SKW Metallurgie Konzerns, Ines Kolmsee.

Bruttomarge steigt auf 29,2 % durch Ausrichtung auf margenstarke Produkte
Die Ausrichtung auf margenstarke Produkte und die hohe Materialkosteneffizienz des Konzerns spiegeln sich im deutlichen Anstieg der Bruttomarge von 27,6 % im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 29,2 % wider. EBITDA, EBIT sowie die Ergebnisse vor und nach Steuern waren jedoch im Vorjahresvergleich von den genannten positiven Einmaleffekten des Jahres 2011 geprägt. Bereinigt um diese Effekte lagen die Ergebnisse teils leicht unter, teils über (EBIT) den Werten des Vergleichsjahres. Das Finanzergebnis verschlechterte sich wegen der unterjährig höheren Finanzverschuldung sowie der Einmalkosten in Zusammenhang mit der erfolgreichen Refinanzierung des Konzerns im ersten Quartal 2012.

Anstieg im Netto Cashflow spiegelt Verbesserung im Working Capital wider
Die Bilanzqualität ist mit einer leicht verbesserten Eigenkapitalquote von 40,8 % (31. Dezember 2011: 40,7 %), den im vierten Quartal deutlich um rund 13 Mio. € auf 73,9 Mio. € reduzierten Nettofinanzschulden (30. September 2012: 86,6 Mio. €; 31. Dezember 2011: 77,9 Mio. €) und einem stabilen Verschuldungsgrad von 0,61 (31. Dezember 2011: 0,61) unverändert solide. Die Fremdfinanzierung wurde zu Beginn des Jahres 2012 zu günstigen Konditionen langfristig abgesichert. Der anhaltende Fokus auf die Reduzierung des Working Capitals zahlte sich im Geschäftsjahr 2012 aus. Dank hieraus entstehender Mittelzuflüsse in Höhe von 21,7 Mio. € wurde der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (Netto Cashflow) gegenüber 2011 sehr deutlich von 6,1 Mio. € auf 30,4 Mio. € verbessert.

Ausblick 2013: Positiver Free Cashflow im Fokus
Auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 erschweren die weitgehend ungelösten Probleme aus der Staatsschuldenkrise wichtiger Länder Europas die Planbarkeit des Geschäfts. Dies betrifft insbesondere die schwedische Konzerngesellschaft, deren Produkte logistisch bedingt vor allem auf dem europäischen Markt vertrieben werden. In Brasilien hat, unabhängig von der makroökonomischen Entwicklung, die Wettbewerbsintensität auf für den SKW Metallurgie Konzern wichtigen Absatzmärkten zugenommen. Für den nordamerikanischen Stahlmarkt werden dagegen erneut positive Impulse prognostiziert. Insgesamt ist der Vorstand daher optimistisch, Absatz und Umsatz des Konzerns analog zum Wachstum der Stahlproduktionsmenge in den bedienten geographischen Märkten sowie zusätzlich durch die Erschließung neuer geographischer Märkte in den GUS-Staaten und in Indien sowie die Entwicklung neuer Produkte zu steigern. Das neue Werk in Bhutan wird überwiegend konzernintern liefern und daher wie geplant nahezu keinen zusätzlichen Außenumsatz generieren.

Experten erwarten weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum in den Schwellenländern sowie eine anhaltende Re-Industrialisierung Nordamerikas. Daher geht der Vorstand davon aus, dass die Verkäufe in diesen Ländern einen signifikanten Beitrag zum Konzernergebnis liefern und insbesondere zur Steigerung des EBITDA beitragen werden. Zusätzliche EBITDA-Impulse kommen auch aus den neuen Werken, die bis in das Berichtsjahr 2012 von Anlaufkosten gekennzeichnet waren. Bilanzseitig erwartet der Vorstand für 2013 auf Grund des vorläufigen Abschlusses der Konzernexpansion und entsprechend niedrigerer Investitionen einen positiven Free Cashflow, der zur weiteren Rückführung der Nettofinanzverschuldung sowie für attraktive Dividendenvorschläge eingesetzt werden kann.

Den Bericht über das Geschäftsjahr 2012 und weitere Informationen zum Konzern finden Sie auf: www.skw-steel.com

DISCLAIMER

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen beruhen und mit Risiken und Unsicherheiten verbunden sind, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Zu solchen Risiken und Unsicherheiten zählen beispielsweise unvorhersehbare Änderungen der politischen und ökonomischen Bedingungen, insbesondere im Bereich der Stahl- und Papierproduktion, die Wettbewerbssituation, die Zins- und Währungsentwicklung, technologische Entwicklungen sowie sonstige Risiken und nicht zu erwartende Umstände. Die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG und ihre Konzerngesellschaften übernehmen keine Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben.

Über SKW Stahl-Metallurgie Holding AG

SKW Metallurgie ist der Weltmarktführer bei chemischen Zusatzstoffen für die Roheisenentschwefelung sowie bei Fülldrähten für die Sekundärmetallurgie.

Die Produkte des Konzerns ermöglichen Stahlproduzenten die effiziente Herstellung hochwertiger Stahlprodukte. Zu den Kunden zählen die weltweit führenden Unternehmen der Stahlbranche. Der SKW Metallurgie Konzern kann auf mehr als 50 Jahre metallurgisches Know-how zurückblicken und ist heute in mehr als 40 Ländern aktiv. Die Gesellschaft ist außerdem ein führender Anbieter von Quab Spezialchemikalien, die vorrangig in der weltweiten Produktion industrieller Stärke für die Papierindustrie eingesetzt werden.

Das operative Geschäft der Gesellschaft gliedert sich in die zwei Kernsegmente "Fülldrähte" sowie "Pulver und Granulate", ferner in das Segment "Sonstige". Die Zentrale des SKW Metallurgie Konzerns befindet sich in Deutschland; die Produktionsstandorte liegen in Frankreich, den USA (6), Kanada, Mexiko, Brasilien, Schweden, Südkorea, der VR China (2) und Indien (2 durch Joint Venture). Zusätzlich befinden sich Werksausbauten in den USA und Brasilien sowie neue Werke in Bhutan und Russland in Bau.