ChemDelta Bavaria zeigt Flagge in Berlin

Direkter Kontakt der Unternehmensvertreter des ChemDelta Bavaria mit der Politik in Berlin: (von links) Dr. Willi Kleine (Initiative ChemDelta Bavaria), Stefan Greger (AlzChem AG), Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Emilia Müller, Bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Dr. Günter von Au (Vorsitzender der Bayerischen Chemieverbände und Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG), Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Werner Goll (Sprecher Initiative ChemDelta Bavaria) und MdB Stephan Mayer. (Fotos: Henning Schacht)

„Die Politik muss die Rahmenbedingungen für das bayerische Chemiedreieck so gestalten, dass es langfristig erfolgreich bleiben kann“, so Dr. Günter von Au, Vorsitzender der Bayerischen Chemieverbände und Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG.

„Weitgehende Unterstützung der Politik bezüglich Weiterbau der A 94 und Ausbau der Bahnstrecke in das bayerische Chemiedreieck“: Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (links) im Gespräch mit Dr. Günter von Au und MdB Stephan Mayer.

Erster parlamentarischer Abend der Initiative findet regen Zuspruch

Berlin, 03.04.2012
– Verkehrsinfrastruktur und Energieversorgung waren die dominierenden Themen beim ersten parlamentarischen Abend der Initiative ChemDelta Bavaria in der Vertretung des Landes Bayern in Berlin.

Emilia Müller, Bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, konnte als Hausherrin zahlreiche Bundestagsabgeordnete und Verantwortliche aus verschiedenen Ministerien zum Informationsaustausch über das Bayerische Chemiedreieck begrüßen. Mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, an der Spitze traf die Veranstaltung auf sehr positive Resonanz. Neben vielen Unternehmensvertretern aus dem Chemiedreieck hatten sich auch etliche Politiker aus der Region nach Berlin begeben – so u.a. auch die Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer und Dr. Bärbel Kofler sowie die Landräte aus Altötting und Mühldorf, Erwin Schneider und Georg Huber.

Dr. Günter von Au, Vorsitzender der Bayerischen Chemieverbände und Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG, betonte die tiefe Verwurzelung der heute überwiegend global agierenden Unternehmen in Südostbayern. Er hob insbesondere drei Aspekte hervor, die für die künftige Entwicklung der Region von entscheidender Bedeutung sind:
- Auch wenn das Bayerische Chemiedreieck traditionell großen Wert auf eine fundierte Ausbildung legt und hier hervorragende Nachwuchsarbeit betrieben wird, so gilt es, die Anstrengungen noch zu intensivieren und beispielsweise die Etablierung eines universitären Instituts in der Region zu forcieren.
- Die logistische Anbindung des Chemiedreiecks über Straße und Schiene mit der Abwicklung gewaltiger Warenströme über unzureichende Verkehrsträger bezeichnete Dr. von Au als „nicht länger tragbar“ und stieß damit auf breite Zustimmung.
- Als dritten Punkt führte er schließlich noch die sichere Versorgung mit kostengünstiger Energie auf, wo im internationalen Wettbewerb mittlerweile eklatante Unterschiede die Position der Unternehmen im Chemiedreieck schwächen.

Abschließend appellierte der Vorsitzende der Bayerischen Chemieverbände an die Politik, „die Rahmenbedingungen für diesen Wirtschaftsstandort so zu gestalten, dass er langfristig erfolgreich bleibt“.

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer fand die Positionen der Industrie absolut nachvollziehbar und sagte seine weitgehende Unterstützung zu. Bezüglich der A94 zitierte er die Aussage von Stephan Mayer, MdB, dass überall dort, wo Baurecht besteht, auch gebaut werden muss. Beim Bahnausbau wünschte sich Ramsauer in Übereinstimmung mit den Unternehmensvertretern mehr Geschwindigkeit. Dabei steht in den nächsten Jahren für ihn die Entschärfung von Engpasssituationen im Vordergrund. Der Verkehrsminister verwies auf den geplanten Ausbau der Strecke Mühldorf – Tüssling sowie die erst vor wenigen Tagen bereit gestellten Mittel in Höhe von acht Millionen Euro für die ersten Planungsarbeiten an weiteren Abschnitten.

Dr. von Au betonte abschließend die Wichtigkeit eines direkten Kontakts zwischen Unternehmensvertretern und der Politik und bedankte sich bei Staatsministerin Müller für die Gastfreundschaft. Auch an Dr. Werner Goll, langjähriger Sprecher der Initiative ChemDelta Bavaria, sprach er zum Ende von dessen Tätigkeit seinen Dank aus. Seinem hartnäckigen Einsatz sei ein Großteil des Erfolgs in den letzten Jahren zuzuschreiben, so von Au.