ChemDelta Bavaria zeigte Flagge in Brüssel

Das bayerische Chemiedreieck und die bayerische Wirtschaft zeigten Flagge in Brüssel: (von links) Dr. Willi Kleine (ChemDelta Bavaria) und Franz Xaver Völkl (Bayerische Chemieverbände) im Gespräch mit York Tetzlaff (Leiter vbw-Verbindungsbüro Brüssel) und Andreas Sauer (Leiter Konzernrepräsentanz BMW Group Brüssel) beim „Tag der Bayerischen Wirtschaft“. (Foto: vbw Bayern)

Präsentation am „Tag der Bayerischen Wirtschaft“ von vbw und Staatsregierung

Brüssel/Burgkirchen, 5. Oktober 2012
– Den „Tag der Bayerischen Wirtschaft“ in Brüssel nützte die Initiative ChemDelta Bavaria zur Vorstellung der Stärken des Bayerischen Chemiedreiecks, aber auch um die infrastrukturellen Defizite der Region auf europäischer Ebene zu thematisieren. Dabei wurden auch konkrete Möglichkeiten zur Finanzierung der Bahn-Magistrale Paris-Bratislava und des Streckenausbaus München-Freilassing über „PPP“-Modelle diskutiert. 

Nach erfolgreicher Premiere im Jahr 2010 hatte die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung in Brüssel wieder den Tag der Bayerischen Wirtschaft veranstaltet. Im Fokus der zweitägigen Veranstaltung stand das Thema „20 Jahre Europäischer Binnenmarkt“. Zur Eröffnung sprachen Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, Europaministerin Emilia Müller und als Festredner EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. In einem Messezelt im Innenhof der Bayerischen Vertretung präsentierten 18 Aussteller aus verschiedenen Branchen ihre Produkte und Dienstleistungen auf europäischer Ebene. Neben den Autoherstellern Audi und BMW stellten unter anderem auch die Bayerischen Chemieverbände mit einem Informationsstand des Bayerischen Chemiedreiecks – der Initiative ChemDelta Bavaria – sowie der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) aus.

EU-Beamte überrascht vom Chemiedreieck
„Wir konnten den EU-Parlamentsmitgliedern und Beamten der Europakommission sowohl die wirtschaftliche Potenz des Bayerischen Chemiedreiecks vorstellen als auch seine Defizite thematisieren“, sagt ChemDelta-Initiativensprecher Dr. Willi Kleine, der in Brüssel zusammen mit Franz Xaver Völkl von den Bayerischen Chemieverbänden die Interessen der Chemieregion vertrat. „Vielen Spitzenbeamten der EU ist unser Chemiedreieck nach wie vor nicht so bekannt. Viele waren daher sehr überrascht, was sich im ChemDelta Bavaria an Wirtschaftskraft versammelt“, so Dr. Kleine. Der Initiativensprecher und F. X. Völkl erläuterten den EU-Vertretern die massiven Investitions-Vorleistungen der Chemiedreiecks-Standorte, wofür man seit geraumer Zeit erwarte, dass der dringend benötigte Ausbau der Verkehrsinfrastruktur diesen Vorleistungen nachziehe.

In diesem Zusammenhang wurden während der vbw-Veranstaltung durch Vertreter der Europäischen Entwicklungsbank auch Finanzierungsmöglichkeiten für den Ausbau der Bahn-Magistrale Paris-München-Bratislava konkret angesprochen. „Diese Möglichkeiten würden auf Basis von privatwirtschaftlichen Investoren über Private-Public-Partnership, kurz PPP-Modellen, funktionieren“, berichtet Dr. Kleine.

23. Oktober: Regionalkongress Bahnausbau in Burghausen
Thematisch hierzu passend findet übrigens am 23. Oktober von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr im Burghauser Bürgerhaus ein „Regionalkongress Bahnausbau“ statt: Unter dem Titel „Von der Isar zur Salzach – Zügig in die Kraftregion Südostbayern!“ geht es dabei um den Ausbau der Schienenstrecke München–Mühldorf–Freilassing mit der Abzweigung nach Burghausen in das Bayerische Chemiedreieck. „Gerhard Hess, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der bayerischen Bauindustrie, wird dabei auch das Thema PPP-Finanzierungsmöglichkeiten der Bahnstrecke ins Chemiedreieck ansprechen“, so Dr. Kleine.

ChemDelta-Aktivitäten auf EU-Ebene
Für die Initiative ChemDelta Bavaria sei die Teilnahme in Brüssel ein weiterer erfolgreicher Baustein gewesen, um die Wirtschaftsregion und ihre Belange vorzustellen. Nach den großen Informationsveranstaltungen der Initiative in München und Berlin – 2009 im Bayerischen Landtag und heuer im Frühjahr beim parlamentarischen Abend in Berlin – sei der „Tag der Bayerischen Wirtschaft“ die Basis gewesen, „um weitere Aktivitäten in Brüssel auf EU-Ebene entfalten zu können“, bilanziert Dr. Willi Kleine. 

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