Neue Produktionslinie: Wacker nimmt Silicone-Anlage in Betrieb

Unter strengsten Hygienevorschriften arbeiten die Mitarbeiter an den neuen Produktionslinien. Ähnlich hohe Standards gelten sonst nur im Halbleiter- und Pharmabereich.

Unter strengsten Hygienevorschriften arbeiten die Mitarbeiter an den neuen Produktionslinien. Ähnlich hohe Standards gelten sonst nur im Halbleiter- und Pharmabereich.

Millionen-Investition im Werk Burghausen soll Position im Medizin- und Elektrobereich stärken
 
Burghausen, 8. Juli 2011
– Burghausen. Wacker baut seinen Burghauser Standort weiter aus. Mehrere Produktionslinien zur Herstellung von Siliconelastomeren nahm der Münchner Chemiekonzern jetzt in Betrieb. Die Linien umfassen hochreine Spezialsilicone, Verguss- und Beschichtungsmassen sowie sogenannte UV-aktivierbare Silicone für die Medizin-, LED- und Elektronikindustrie. Wegen der hohen Qualitäts- und Reinheitsanforderungen, die für diese Produkte gelten, mussten am Standort zusätzliche Reinraumkapazitäten geschaffen werden. Mit der Millionenmaßnahme will Wacker die eigene Position auf dem Gebiet hochreiner Silicone und Vergussmassen weiter ausbauen.

Räume nur über Schleusen zu erreichen
Die neue Produktionsanlage soll Maßstäbe bei der Herstellung hochreiner Silicone setzen, heißt es bei Wacker. Sie erfülle den neuen Clean-Operations-Standard des Konzerns und decke damit Qualitäts- und Reinheitsbedingungen ab, wie sie sonst nur in der Halbleiter- oder Pharmaindustrie üblich sind. „Im Prinzip produzieren wir in dieser Anlage nach ausgewählten Grundsätzen der Good Manufacturing Practice. Das ist in dieser Form weltweit einzigartig“, sagt Dr. Bernd Pachaly, Leiter der Business Unit Engineering Silicones.

Produktion, Abfüllung und Logistik sind räumlich getrennt und von außen nur über spezielle Schleusen erreichbar. Besonders strenge Richtlinien gelten für die Abfüllung: Neben speziellen Bekleidungs- und Hygienevorschriften sollen aufwändige Luft- und Partikelfilter für die Einhaltung der international gültigen ISO-Norm für Reinräume der Klasse 8 sorgen. Bei der Qualitätssicherung setzt Wacker nach eigenen Angaben auf laufende Kontrollen und Dokumentation.

In der neuen Clean-Operations-Anlage will der Chemiekonzern künftig sowohl Siliconelastomere für medizinische Anwendungen als auch hochspezialisierte Siliconprodukte für den Verguss und die Beschichtung von elektronischen Bauteilen produzieren. Auch eine Produktionslinie für sogenannte UV-Silicone gehört zur Anlage. „In vielen Bereichen wie der Medizintechnik und der Elektronik werden die Anforderungen an die verwendeten Werkstoffe immer höher“, sagt Siliconexperte Pachaly.

Mit den neuen Produktlinien und den zusätzlichen Reinraumkapazitäten kann das Unternehmen seine Kunden künftig besser und nachhaltiger dabei unterstützen, die steigenden Material- und Werkstoffanforderungen in den jeweiligen Industriebranchen zu erfüllen.

Hinweis

Die Inhalte dieser Presseinformation sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z. B. Kunde, Mitarbeiter) verwendet.