100 Einsatzkräfte testen neuen Alarmplan für AlzChem-Ferngasleitung

Feuerwehren und Rettungsdienst üben die Zusammenarbeit im Notfall.

AlzChem Trostberg: Feuerwehren und Rettungsdienst üben die Zusammenarbeit im Notfall.

Baggerunfall simuliert Ernstfall bei Feuerwehrgroßübung der AlzChem

Trostberg, 9. Juni 2011
- Im Rahmen des Ereignismanagements fand am Mittwoch, den 8. Juni, eine Übung an der zwischen Hart und Trostberg verlaufenden Ferngasleitung statt. Die Werkfeuerwehr der AlzChem Trostberg GmbH in Hart übte mit den anliegenden Feuerwehren Unterneukirchen und Garching die Zusammenarbeit im Notfall. Diese Übungen finden regelmäßig statt und sind Teil eines detaillierten Notfallmanagements, das die Feuerwehren zusammen mit den Behörden ausarbeiten. Ein neuer Alarmplan mit detailliertem Material dient den Einsatzkräften als Informationsbasis. Die verschiedene Einsatzkräfte übergreifende Übung liefert die notwendige Praxis.

„Die reibungslose Zusammenarbeit der Einsatzkräfte ist das A und O bei jedem Einsatz. Und jede Übung bringt immer mehr Sicherheit in der Handhabung der Information sowie der Gerätschaften und sorgt für die notwendige Routine. Ich bin froh, dass die Zusammenarbeit so gut und professionell funktioniert“, so der Kommandant der Werkfeuerwehr in Hart, Wolfgang Droysen.

Alle beteiligten Einheiten waren gut informiert und unterwiesen. Das Szenario war ein Baggerunfall bei Erdarbeiten. Dabei wurde angenommen, dass die Ferngasleitung beschädigt wurde und Carbidofengas austritt. Eine Entzündung des Gases wurde als
unmittelbare Folge angenommen. Die beteiligten Rettungskräfte nahmen unter diesen Bedingungen die Bergung der verunfallten Personen vor und sicherten die Gasaustrittsstelle. Die verantwortlichen Betriebe in Trostberg, Schalchen und Hart leiteten unverzüglich Maßnahmen ein, um die Leitung drucklos zu machen und mit ungefährlichem Stickstoff zu spülen. Auf diese Art und Weise gelang es, die von der Unfallstelle ausgehende Gefahr sehr schnell zu beseitigen.

Die Übung fand in der Nähe von Hub bei Unterneukirchen statt. Am Ort des Geschehens versammelten sich die Einsatzkräfte, die Verantwortlichen der AlzChem Trostberg GmbH, Vertreter des Landratsamtes Altötting, der Polizeiinspektion Altötting, des Bayerischen Roten Kreuzes, der Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter (UGOEL), sowie die sogenannte Messkomponente des Landkreises Altötting.