Gute Vorzeichen für Geschäftsjahr 2010

  • Neunmonatsumsatz mit EUR 147,6 Mio. im Rahmen der Erwartungen
  • Positives EBITDA nach neun Monaten trotz nennenswerter Einmaleffekte aus Lagerwertveränderungen bei Rohstoffen
  • Sehr solide Bilanzstruktur, Eigenkapitalquote steigt auf 46,8%
  • Chancen auf deutlich anziehendes Geschäft in 2010 und 2011:
    • Stahlnachfrage 2010 in EU +12%, NAFTA +17% erwartet
    • Signifikante Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Neuerwerbung Tecnosulfur (Brasilien)

Unterneukirchen (Deutschland), 11. November 2009. Der im deutschen Auswahlindex SDAX notierte Spezialchemiekonzern SKW Metallurgie verzeichnete im dritten Quartal 2009 eine deutliche Belebung seines operativen Geschäfts. So hat die Branchenorganisation World Steel Association in ihrer Oktoberanalyse vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Erholung der Weltwirtschaft für 2010 eine um 9,2% steigende globale Stahlnachfrage in Aussicht gestellt. In der EU (plus 12,4%) und für die NAFTA-Länder (plus 17,1%), von deren Entwicklung derzeit noch mehr als 90% des Geschäfts des SKW Metallurgie Konzerns abhängen, sind die Prognosen sogar noch zuversichtlicher.

Neben dieser sich abzeichnenden Nachfragebelebung wird der SKW Metallurgie Konzern 2010 auch von der erstmaligen Konsolidierung seiner neuen brasilianischen Tochter Tecnosulfur profitieren, deren Übernahme (Closing) Ende 2009 oder Anfang 2010 abgeschlossen sein soll. Tecnosulfur – von der SKW Metallurgie zwei Drittel der Anteile übernimmt – dürfte einen Umsatzbeitrag von etwa EUR 35 Mio. p. a. und eine sehr attraktive EBITDA-Marge erwirtschaften.

Im Jahr 2010 dürfte es keine außergewöhnlichen Negativeffekte aus Lagerwertveränderungen bei Rohstoffen geben, die allein in den ersten drei Quartalen 2009 für eine EBITDA-Belastung von EUR 4,3 Mio. gesorgt hatten. Konkretere Prognosen für 2010 plant SKW Metallurgie mit der Bekanntgabe der Zahlen für das erste Quartal 2010 zu veröffentlichen.

„Im Verlauf des dritten Quartals kam es zu einer deutlichen Belebung der Nachfrage nach unseren Produkten. Auch für 2010 sind die Branchenexperten optimistisch. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, werden aber nicht in Euphorie verfallen. Die sich abzeichnende steigende Nachfrage, die Integration unserer hochprofitablen brasilianischen Neuerwerbung Tecnosulfur und der Wegfall von Einmalbelastungen stimmen uns jedoch für das kommende Jahr zuversichtlich, bei Umsatz und operativem EBITDA deutlich zulegen zu können", so die Vorstandsvorsitzende von SKW Metallurgie, Ines Kolmsee.

Drittes Quartal 2009 im Rahmen der Erwartungen
Beim Konzernumsatz weist der SKW Metallurgie Konzern nach neun Monaten 2009 mit EUR 147,6 Mio. den erwarteten Rückgang um rund 50% gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahres aus. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war vor allem der Einbruch der Stahlproduktion um mehr als 40% in den Hauptabsatzregionen Europa und Nordamerika. Beim Ergebnis konnte das Unternehmen im dritten Quartal 2009 einen deutlichen Aufwärtstrend gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 ausweisen. So ist es dank der hohen Kostenvariabilität sowie eines aktiven Kostenmanagements trotz des konjunkturbedingten Umsatzrückgangs gelungen, ein vergleichbares EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von EUR 6,8 Mio in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009 zu erzielen; hierbei wurden Einmalbelastungen von EUR 4,3 Mio. aus Lagerwertveränderungen für Rohstoffvorräte sowie die Erhöhung der Rückstellungen im Zusammenhang mit dem europäischen Kartellverfahren im Kalziumkarbidsektor von EUR 0,8 Mio. bereinigt. Das tatsächlich ausgewiesene EBITDA lag mit EUR 1,7 Mio. trotz des sehr schwachen Umfelds und der genannten Einmalbelastungen aber ebenfalls deutlich über der Gewinnschwelle.

Wie erfolgreich das Unternehmen operativ weiterhin ist, zeigt sich in der Entwicklung der Rohertragsmarge (Bruttomarge) des Konzerns. Diese liegt im Berichtszeitraum 2009 mit 24,9% nur leicht unter der des Vorjahreszeitraums von 25,6%. Trotzdem hat die Wirtschafts- und Finanzkrise das Konzernperiodenergebnis nach Steuern in den ersten neun Monaten deutlich belastet (EUR -3,1 Mio. nach EUR 14,7 Mio. im Vorjahreszeitraum, jeweils ohne Minderheiten). Bei der unveränderten Zahl von 4.422.250 Aktien zum 30. September 2009 ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie (EPS) von EUR -0,74 (Vorjahreszeitraum: EUR 3,32).

Hoher Cashflow konsequent für Verschuldungsabbau genutzt
Der SKW Metallurgie Konzern konnte in den ersten neun Monaten aufgrund eines erfolgreichen Working Capital Managements einen operativen Cashflow von EUR 19,7 Mio. erzielen, was einer Verbesserung um EUR 27,6 Mio. gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Liquiditätszufluss wurde konsequent zur Verbesserung der Bilanzqualität eingesetzt. So konnten die Nettofinanzschulden in den vergangenen zwölf Monaten um ca. 40% auf EUR 35,4 Mio. reduziert werden. Die Eigenkapitalquote (einschl. Minderheitenanteil) stieg seit Jahresende 2008 von 42,6% auf 46,8%.

Weitere Details zum Unternehmen sowie den vollständigen Bericht über die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2009 finden Sie auf den Internetseiten: www.skw-steel.com.

DISCLAIMER

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen beruhen und mit Risiken und Unsicherheiten verbunden sind, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Zu solchen Risiken und Unsicherheiten zählen beispielsweise unvorhersehbare Änderungen der politischen und ökonomischen Bedingungen, insbesondere im Bereich der Stahl- und Papierproduktion, die Wettbewerbssituation, die Zins- und Währungsentwicklung, technologische Entwicklungen sowie sonstige Risiken und nicht zu erwartende Umstände. Die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG und ihre Konzerngesellschaften übernehmen keine Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben.

Über SKW Stahl-Metallurgie Holding AG

SKW Metallurgie ist der Weltmarktführer bei chemischen Zusatzstoffen für die Roheisenentschwefelung sowie bei Fülldrähten für die Sekundärmetallurgie. Die Produkte des Konzerns ermöglichen Stahlproduzenten die effiziente Herstellung hochwertiger Stahlprodukte. Zu den Kunden zählen die weltweit führenden Unternehmen der Stahlbranche. Der SKW Metallurgie Konzern kann auf mehr als 50 Jahre metallurgisches Know-how zurückblicken und ist heute in mehr als 40 Ländern aktiv. Die Gesellschaft ist außerdem ein führender Anbieter von Quab Spezialchemikalien, die vorrangig in der weltweiten Produktion industrieller Stärke für die Papierindustrie eingesetzt werden. Das operative Geschäft der Gesellschaft gliedert sich in die zwei Kernsegmente „Fülldrähte“ sowie „Pulver und Granulate“, ferner in das Segment „Sonstige“. Die Zentrale des SKW Metallurgie Konzerns befindet sich in Deutschland; die Produktionsstandorte liegen in Frankreich, den USA (6), Kanada, Mexiko, Südkorea, der VR China (2) und Indien (2 durch Joint Venture).

Die Aktien der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG notieren seit dem 1. Dezember 2006 im Prime Standard der Wertpapierbörse in Frankfurt/M. (Deutschland) unter der ISIN DE000SKWM013 und gehören seit dem 23. Juni 2008 zum Börsenindex SDAX.