Mit „Lean Sigma 5S“ 1000 Tage unfallfrei

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Nitril-Amin-Betrieb der Clariant in Gendorf feiert erstes vierstelliges Tagejubiläum

Burgkirchen, 25.09.2009 - Eine Premiere in punkto Arbeitssicherheit feierte der Nitril-Aminbetrieb der Clariant Produkte (Deutschland) am Standort Gendorf: Erstmals blickten die 113 Betriebsangehörigen auf 1.000 Tage oder anders ausgedrückt zwei Jahre und neun Monate ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall zurück.

„Eine großartige Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, freute sich Betriebsleiter Dr. Marcus Nötzel bei der Verleihung der Unfallfrei-Urkunde in der Messwarte Gebäude 670. Auch Standortleiter Dr. Peter Blickle und Dr. Wolfram Fritsche-Lang, Leiter des ESHA-Managements, gratulierten zum Sicherheitsjubiläum und bedankten sich für diese „Gemeinschaftsleistung“ bei allen Betriebsmitarbeitern. Blickle hob dabei hervor, dass dieses bemerkenswerte Jubiläum in einer Zeit tiefgreifender betrieblicher Umstrukturierungsprozesse erreicht wurde. Zum Beispiel sind die ursprünglich vier Messwarten zu zwei zusammengefasst worden.

LeanSigma-Werkzeug „5S“ trug zum Erfolg bei
Einen der wesentlichen Faktoren, die zum Erreichen des Sicherheitserfolges beitrugen, sieht Nötzel in dem vor rund zwei Jahren im Nitril-Aminbetrieb eingeführten Werkzeug „5S“ des Qualitätssicherungskonzepts LeanSigma. Das funktioniert nach einem genau definierten Prozess und schafft auch für sicheres und unfallfreies Arbeiten wesentliche Voraussetzungen, zum Beispiel systematische Ordnung und Sauberkeit in allen Betriebsteilen und die ständige Verbesserung der eingeführten Standards. „Wir waren damit in der ganzen Clariant Pilotbetrieb – seither ist der Betrieb permanent aufgeräumt und sauber“, sagt Nötzel und meint mit einem Augenzwinkern: „So sauber, dass der Konzernchef täglich ohne Ankündigung zu Besuch kommen könnte. Darauf können alle im Betrieb stolz sein.“ Damit leistet der Betrieb auch auf diesem Gebiet seinen Beitrag zur konzernweiten Initiative „Clariant Excellence“, die sich jeden Tag neu die stetige Verbesserung der Arbeitsabläufe auf die Fahnen geschrieben hat.

Weitere Faktoren für 1.000 Tage ohne meldepflichtigen Arbeitsunfall bestehen laut Nötzel in der konsequenten Beachtung und Durchführung der Sicherheitsvorschriften sowie der in den letzten Jahren erfolgten Modernisierung und Automatisierung der Anlagen. „Kleinere und Beinahe-Unfälle werden systematisch durch ein Team von Mitarbeitern analysiert, um Ursachen zu ergründen, Probleme abzustellen sowie sicheres Arbeiten zu ermöglichen.“ Hinzu kommen noch je Schicht die so genannten Fünf-Minuten-Sicherheitsschulungen, die alle Schichtleiter mit ihren Mitarbeitern durchgehen, um das Bewusstsein für mögliche Gefahrenquellen zu schärfen. Auch die Investitionen für automatisierte Anlagen und moderne Messwarten des Nitril-Aminbetriebs hätten sicher zum Sicherheitsjubiläum beigetragen: „So ist die 2006 fertiggestellte Messwarte im Gebäude 670 nicht nur die modernste ihrer Art im gesamten Industriepark Werk Gendorf, sondern auch aufgrund der Arbeitsumgebung und idealen Lichtverhältnisse vorbildlich und richtungsweisend für ein sicheres und angenehmes Arbeitsklima.“

Viele manuelle Tätigkeiten
Im Nitril-Aminbetrieb stellen die 113 Mitarbeiter jährlich rund 100.000 Tonnen Produkte her, die vor allem als Grund- und Hilfsstoffe für die Produktion von Waschmitteln, Weichspülern, Industrie- und Haus-haltsreinigern, für Kosmetik, Körperpflege- und Desinfektionsmittel eingesetzt werden. Betriebsleiter Nötzel erklärt, dass die Mitarbeiter bei der Produktion mit vielen Gefahrstoffen, beispielsweise Aminen, und mit „heißen Medien“, also Flüssigkeiten mit Temperaturen zwischen 50 bis 90 Grad Celsius, umgehen müssen. Zudem sind zahlreiche manuelle Tätigkeiten im Außenbereich des Betriebes zu erledigen, darunter das Handling von Stapelcontainern und Fässern. „Gerade unter dem Aspekt dieser potentiellen Gefahrenquellen beim Arbeiten ist das Sicherheitsjubiläum hoch zu bewerten.“

Auf ihren Lorbeeren wollen sich die Mitarbeiter des Nitril-Aminbetriebes aber nicht ausruhen, denn das Ziel laute „dauerhaft unfallfrei bleiben“, betont Nötzel. Auf diesem Wege visiere man auch das kommende Sicherheitsjubiläum – „2.000 Tage unfallfrei“ – an.

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Stolz präsentierte Betriebsleiter Dr. Marcus Nötzel (2. von rechts) zusammen mit einigen Mitarbeitern die Urkunde für 1.000 Tage unfallfreies Arbeiten im Nitril-Aminbetrieb des Standorts Gendorf. Mit ihnen freuen sich ESHA-Manager Dr. Wolfram Fritsche-Lang und Standortleiter Dr. Peter Blickle (1. und 3. von rechts).

 

Hinweise für die Redaktionen:

Am Standort Industriepark Werk GENDORF (www.gendorf.de), in Burgkirchen/Landkreis Altötting und zentral im "ChemDelta Bavaria" gelegen, einem Schwerpunkt der chemischen Industrie in Süddeutschland (http://www.chemdelta-bavaria.de), beschäftigt die Clariant Produkte (Deutschland) GmbH rund 1.000 Mitarbeiter. Für die Division Functional Chemicals ist Gendorf der größte Produktionsstandort weltweit. Auch die Division Textile, Leather & Paper Chemicals ist am Standort vertreten. Produziert werden hier vor allem Grund- und Hilfsstoffe für die Herstellung von Waschmitteln, Weichspülern, Industrie- und Haushaltsreinigern, für Kosmetik, Körperpflege- und Desinfektionsmittel, für Flugzeug- und Landebahn-Enteisungsmittel, Wärmeträger- und Bremsflüssigkeiten sowie für die Erdölgewinnung und -verarbeitung.

Clariant ist ein global tätiges, weltweit führendes Unternehmen der Spezialitätenchemie. Die starken partnerschaftlichen Beziehungen, die Verpflichtung zu hervorragendem Service und das umfassende Anwendungs-Know-how machen Clariant zum bevorzugten Partner ihrer Kunden.

Der Konzern ist auf fünf Kontinenten mit mehr als 100 Gesellschaften vertreten und beschäftigt rund 20 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hauptsitz ist Muttenz bei Basel, Schweiz. Im Jahr 2008 erzielte Clariant einen Umsatz von rund 8,1 Milliarden Schweizer Franken (rund 5,4 Milliarden Euro). Das operative Geschäft ist in vier Divisionen gegliedert: Textile, Leather & Paper Chemicals; Pigments & Additives; Masterbatches; Functional Chemicals.

In Deutschland ist Clariant mit vier Gesellschaften vertreten, darunter die weltweit größte Gesellschaft des Konzerns: die Clariant Produkte (Deutschland) GmbH. Insgesamt arbeiten rund 4 800 Mitarbeiter für die deutschen Clariant-Gesellschaften, darunter etwa 220 Auszubildende. An zehn Produktionsstandorten stellt Clariant in Deutschland eine breite Palette chemischer Spezialitäten her, die mehrere tausend einzelne Produkte umfasst. Sie spielen in den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen der Kunden eine entscheidende Rolle oder verleihen deren Endprodukten wertsteigernde Eigenschaften.

Nähere Informationen im Internet: www.clariant.de