„Keine Abstriche beim Umwelt- und Sicherheitsniveau“

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Dialog mit Behörden und Kommunen beim neunten Behördeninfotag des Industrieparks Werk GENDORF

Burgkirchen, 22.07.2009 - Bereits zum neunten Mal fand ein Behördeninfotag im Industriepark Werk GENDORF statt. Das „Halten eines hohen Umwelt- und Sicherheitsstandards in schwierigen Zeiten“ war das diesjährige Thema der Vortragsreihe, das im Dialog mit den für den Industriepark zuständigen Behörden und umliegenden Gemeinden vorgestellt wurde.

Die Gesellschaften im Industriepark Werk GENDORF sind nach der EG-Öko-Audit-Verordnung registriert, auch unter dem Begriff EMAS (System für freiwilliges Umwelt-Management und Umweltbetriebsprüfung) bekannt. „Im Sinne von EMAS sind dem Industriepark Werk GENDORF eine offene Kommunikation, der Dialog mit den zuständigen Behörden und umliegenden Gemeinden und ein guter Informationsaustausch mit der Öffentlichkeit sehr wichtig“, so die Verantwortlichen des Chemiestandorts gegenüber den Behörden- und Kommunenvertretern.

Der Erhalt der bisher erreichten Umwelt- und Sicherheitsstandards stand im Vordergrund der Veranstaltung. Dabei wurde gezeigt, welch hohen Stellenwert die Themen Umwelt und Sicherheit in der jetzigen wirtschaftlich schwachen Zeit unverändert haben. Die Gesellschaften im Industriepark Werk GENDORF nutzen die momentane auftragsschwächere Zeit, um die Prozesse auf diesen Gebieten weiter zu verbessern und um für die konjunkturell bessere Zeit optimal gerüstet zu sein.

Hubert Koczeba (Stellvertreter der Geschäftsleitung von InfraServ Gendorf) stellte dar, wie die InfraServ Gendorf auf die Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise reagiert. Die systematische Vorgehensweise bei der Verfolgung von Änderungen im allgemeinen Umweltrecht wurde durch Alexander Schlüter (InfraServ Gendorf) vorgestellt. Godehard Mayer (InfraServ Gendorf) berichtete von den guten Untersuchungsergebnissen eines in 2008 durchgeführten Immissionsmessprogrammes rund um den Industriepark Werk GENDORF. Die aktuellen Entwicklungen im Naturschutzrecht und die zum Teil vorhandenen Schwierigkeiten wurden von Thomas Marzahn (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit) beschrieben. Martin Stubner (Dyneon) stellte die Auswirkungen für die Dyneon dar, die mit der Umstellung der weltweit vereinheitlichten Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen (GHS) verbunden sind. Den aktuellen Stand der Vinnolit bei der Umsetzung der Anforderungen des europäischen Gefahrstoffrechts (REACH) legte Karsten Aldenhövel (InfraServ Gendorf) dar. Wolfram Fritsche-Lang (Clariant) erklärte den Zertifizierungsprozess zum „Zugelassenen Wirtschafts¬beteiligten (ZWB)“ und welche Vorteile die Teilnahme für die Clariant hat. Die Maßnahmen einer gezielten Abfallvermeidung wurden von Ernst Werner (Klöckner Pentaplast) dargestellt. Dr. Wolfgang Amslinger (InfraServ Gendorf) berichtete von den Aktivitäten, die mit dem Betrieb der standorteigenen Deponien erforderlich sind. Über Gefahrenanalysen und über eine statistische Auswertung zur Zuverlässigkeit von Sicherheitseinrichtungen in den Anlagen referierte Robert Bayr (InfraServ Gendorf).

Bei der Besichtigung der Membranchlorelektrolyse der Vinnolit konnten sich die Behörden¬vertreter von der umweltfreundlichen Produktionsweise der neuen Anlage überzeugen. Sie wurde nach den neuesten Umwelt- und Sicherheitsstandards erbaut. Der Betrieb erfolgt ohne das bisher erforderliche Quecksilber und benötigt zudem ca. 25 Prozent weniger Strom für die gleiche herzustellende Menge Chlor.

„Die Gesellschaften Im Industriepark Werk GENDORF stellen sich den Herausforderungen der momentanen wirtschaftlichen Situation. Dabei werden keine Abstriche im Umwelt- und Sicherheitsniveau akzeptiert. Das ist Konsens bei allen Anwesenden“, so Godehard Mayer von InfraServ Gendorf, Verantwortlicher für Behördenkontakte und Genehmigungsmanagement.

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Klaus Baier (Produktionsteamleiter und Projektleiter, Vinnolit) erklärt den Behördenvertretern die Funktionsweise der neuen Chlorelektrolyse mit Membrantechnologie.

Hinweise für die Redaktionen:

Der Industriepark Werk GENDORF, zentral im „ChemDelta Bavaria“, dem Bayerischen Chemiedreieck, gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden.
Rund 4.000 Beschäftigte arbeiten täglich im Industriepark, etwa 350 junge Menschen werden hier ausgebildet. Im Jahr 2008 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk GENDORF einen Umsatz von rund  1,5 Milliarden Euro. Das Gelände ist 203 Hektar groß; rund 25 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Summe der Investitionen seit dem Jahr 1998 beträgt rund 750 Millionen Euro.
http://www.gendorf.de