Gute Perspektiven mit IT-Ausbildung in der Region

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Informationsveranstaltung an der BIT zeigt Karrieremöglichkeiten auf

Burgkirchen, 19.03.2009 - Rund 100 Besucher informierten sich an der Bildungsakademie Inn-Salzach (BIT) im Industriepark Werk GENDORF über die vielfältigen Möglichkeiten zu Ausbildung und Studium im Bereich IT und Informatik. An der Informationsveranstaltung beteiligte sich die Berufs- und Fachoberschule (BOS/FOS) Altötting, die Hochschule Deggendorf, die Agentur für Arbeit Altötting, sowie die in der BIT angesiedelte Fachschule für Informatiktechniker und die Berufsfachschule für technische Assistenten für Informatik.

"Über 100 Absolventen der Berufsfachschule sind der Beweis für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Kommune und Industrie", sagte InfraServ-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer unter Bezugnahme auf die Trägerschaft der BIT durch den Landkreis Altötting, die Gemeinde Burgkirchen und die InfraServ Gendorf. Aufgrund dieser positiven Erfahrung sei im Herbst 2008 eine Technikerschule gegründet worden, um auch eine weiterführende Ausbildung im Bereich IT anbieten zu können. Bernhard Brunner von der BIT informierte im Detail über diese Fachschule für Informatiktechnik, die es Berufstätigen aus IT- und Elektroberufen ermöglicht, sich nebenberuflich in drei Jahren zum Informatiktechniker zu qualifizieren.

Informationstechnologie im Mittelpunkt
Eva Putz, Schulleiterin der Berufsfachschule, erläuterte die zweijährige Berufsausbildung zum staatlich geprüften Technischen Assistenten für Informatik, die einen sehr kompakten Bildungsweg zum IT-Beruf mit vielen Perspektiven bietet. Um die Absolventen für Beruf oder Studium zu qualifizieren, liege der Fokus der Ausbildung neben allgemeinbildenden Fächern ganz klar auf den Hauptfächern der Informationstechnologie. Sie erläuterte die Kernpunkte der Fächer Höhere Programmiersprachen, Netzwerktechnik, Anwendungsentwicklung und Datenverarbeitungstechnik. Die Unterrichtsinhalte würden in wöchentlichen Übungsstunden und regelmäßigen Praxisblöcken unterschiedlicher Dauer vertieft. Außerdem werde großer Wert auf Teamfähigkeit, selbstständiges Arbeiten und professionelles Präsentieren der erarbeiteten Leistungen gelegt.

Studienmöglichkeiten in Deggendorf
Prof. Dr. Dr. Heribert Popp von der Hochschule Deggendorf (Fakultät Betriebswirtschaft/Wirtschaftsinformatik) skizzierte in seinem Vortrag "Wirtschaftsinformatik Studium neben Beruf und Lehre" die drei Varianten "regulär", "berufsbegleitend" und "dual" eines Studienverlaufs Bachelor Wirtschaftsinformatik, die an der FH Deggendorf möglich sind. Er ging dabei auf die Lehrinhalte des Wirtschaftsinformatikstudiums ein und erläuterte den Studienverlauf in Vollzeit- und in Teilzeitmodus. Durch die höhere zeitliche Arbeitsbelastung könne ein Vollzeitstudium in 3,5 Jahren abgeschlossen werden, für ein Studium in Teilzeit benötige man 4,5 Jahre, so der Professor. Das Studium mit vertiefter Praxis zeichnet sich an der FH Deggendorf besonders durch "Blended Learning" aus, d.h. ca. 50 Prozent des Stoffes wird mit modernem, effizientem E-Learning erarbeitet. Dieses virtuelle Lernen sei auch ideal für die berufsbegleitende Form des Studiums.

Nach der BIT FH- und Uni-Reife an der BOS Studiendirektorin Johanna Brunner, Vertreterin des Schulleiters der FOS/BOS in Altötting, zeigte unterschiedliche Wege zur Hochschulreife auf und deren Abhängigkeit von der Vorbildung (Hauptschule, M-Zug, Realschule oder Berufsabschluss). Sie stellte die Fächer des Bereichs Technik an der FOS vor und illustrierte diese mit Fotos aus den praktischen Arbeiten der SchülerInnen. An der BOS könnten Schüler mit Berufsabschluss, z.B. Absolventen der BIT-Berufsfachschule, nach einem Jahr die Fachhochschulreifeprüfung ablegen. Zudem hätten sie die Möglichkeit in der 13. Klasse die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife zu erreichen, die den Weg zur Universität ermögliche.

In Region hoher Bedarf an IT-Fachkräften
Die IT-Branche biete nach wie vor gute Zukunftsperspektiven, sagte Jörg Seidel, Agentur für Arbeit, Altötting. Gerade in unserer Region sei nach wie vor ein hoher Bedarf an ausgebildeten IT-Fachkräften vorhanden. Vor allem im Bereich Softwareentwicklung und IT-Service sei ein Mangel an Fachkräften vorhanden und auch noch in den nächsten Jahren absehbar. Neben den fachlichen Kenntnissen verlangen die Arbeitgeber gerade im IT-Bereich eine ganze Reihe von Soft Skills wie analytisches Denkvermögen, Belastbarkeit, Flexibilität, Mobilität und Bereitschaft zu lebenslangem Lernen.

Seidel nannte noch verschiedene Serviceleistungen, die von der Agentur für Arbeit als Hilfe für den Berufseinstieg angeboten werden (BIZ in Altötting, Informationsmaterial, persönliche Beratungsgespräche, vorhandene Firmenkontakte und eine umfangreiche Homepage).

Die Zuhörer, unter Ihnen viele Jugendliche in der Berufsfindungsphase, zeigten sich von den Vorträgen angetan und nutzten am Ende der Veranstaltung die Möglichkeit zu individuellen Gesprächen mit den Referenten.

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Informationstechnologie im Mittelpunkt: Immer mehr junge Menschen aus der Region interessieren sich für die perspektivenreiche Schulausbildung an der BIT in GENDORF.

Hinweise für die Redaktionen:

Die Bildungsakademie Inn-Salzach Technologiezentrum gGmbH, kurz BIT genannt, im Industriepark Werk GENDORF in Burgkirchen/Landkreis Altötting ansässig, wurde 2001 gegründet und bietet jedes Jahr 25 Schulplätze (Ausbildungsstart September) an. Gesellschafter der Akademie sind die InfraServ Gendorf, der Landkreis Altötting und die Gemeinde Burgkirchen. Ziel der gemeinnützigen GmbH ist, die Qualifizierung in technischen, chemischen und kaufmännischen Berufen nachhaltig sicher zustellen und den Menschen in der Region aktuelle Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls 2001 wurde unter dem Dach der BIT die Berufsfachschule für technische Assistenten/innen für Informatik gegründet. In diesem Lehrgang erhalten vorwiegend junge Menschen innerhalb von zwei Jahren eine aktuelle Berufsausbildung mit staatlicher Abschlussprüfung.
http://www.bit-gendorf.de