Nun gehören sie zur 69jährigen Ausbildungsgeschichte

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Lehrabschlussfeier für 36 Ausgebildete im Industriepark Werk GENDORF - 24 werden übernommen

Burgkirchen, 16.03.2009 - 36 junge Damen und Herren wurden jetzt im Gendorfer Gästehaus zu einem Meilenstein in ihrem beruflichen Werdegang beglückwünscht: Die frisch gebackenen Fachkräfte für chemische, technische und kaufmännische Berufe feierten ihren Lehrabschluss im Industriepark Werk GENDORF. 24 können übernommen werden.

Clariant, Dyneon, InfraServ Gendorf und Vinnolit im Industriepark, aber auch die externe Firma Snap-On aus Unterneukirchen, hatten die Ausbildungsplätze der 36 Absolventen zur Verfügung gestellt. Der Leiter der InfraServ-Aus- und Weiterbildung, Herbert Prost, gratulierte den "Ex-Azubis" zum erfolgreichen Bestehen ihrer Abschlüsse und bedankte sich bei den Ausbildern, den Ausbildungsbeauftragten und den Betriebsräten der Gendorfer Gesellschaften sowie bei den Berufsschullehrern für das Engagement zum beruflichen Fortkommen ihrer 36 "Schützlinge".

Stellvertretend für die Standortleiterkollegen des Industrieparks schloss sich auch Vinnolit-Standortleiter Dr. Thomas Brock den Dankesworten von Prost an und zollte den Absolventen, und insbesondere Chemielaborant Michael Huber mit Gesamtdurchschnitt 1, seine Anerkennung. "Die Berufsausbildung im Industriepark Werk GENDORF genießt auch außerhalb des Werkszauns einen hervorragenden Ruf, das ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehr wichtig", betonte Brock. Auch die Gendorfer Standortfirmen seien zurzeit nicht verschont von der Krise und versuchten diese zu meistern. Dazu gehöre es, die bestehenden Arbeitsplätze zu halten. Die Kehrseite: "Leider können wir deshalb nur 24 Ausgebildete übernehmen." Dennoch setze man weiterhin auf die Ausbildung im Werk.

Seit 1940 wird ausgebildet
Peter Engel, Betriebsratsvorsitzender von Dyneon, erinnerte im Namen der Gendorfer Betriebsrätearbeitsgemeinschaft an die jahrzehntelange Ausbildungstradition im Werk: Bereits seit 1940 wird in GENDORF ausgebildet. "Die Azubis haben hier immer viele Erfolgsgeschichten geschrieben. Es gibt zahlreiche Beispiele, dass ehemalige Azubis in GENDORF zu Meistern, Betriebsleitern und Führungskräften geworden sind." Die jetzigen Absolventen seien nun Teil dieser Geschichte geworden und hätten alle Möglichkeiten zum weiteren beruflichen Aufstieg an der Hand.

Humorvolle "Moralpredigt" mit Hintergrund Humorvoll und gleichzeitig nachdenklich stimmten anschließend die Abschiedsworte von Berufsschuldirektor Carlo Dirschedl an seine nunmehr ehemaligen Schüler. Vor dem Hintergrund der weltweiten Rezession und den sichtbaren Verfehlungen mancher Vorstände und Firmenmanager appellierte er an die Absolventen: "Moralische Vollkommenheit gibt es nicht, aber jeder sollte regelmäßig vor dem inneren Spiegel sein Handeln prüfen und hinterfragen!"

Neben dem Jahrgangsbesten Michael Huber, frisch gebackener Chemielaborant aus Tittmoning, wurde schließlich Industriekauffrau Daniela Wimmer aus Tann besonders geehrt: Sie erhielt den Staatspreis der Berufsschule Mühldorf für ihren Notenschnitt von 1,28.

Die meisten vom Landkreis Altötting
Insgesamt bekamen 18 Chemikanten, ein Chemielaborant, vier Elektroniker für Betriebstechnik, ein Systemelektroniker, sechs Industriemechaniker, zwei Metallbauer, drei Industriekaufleute und eine Kauffrau für Bürokommunikation Abschlusszeugnisse im Gästehaus überreicht. Zwei Drittel der Ausgebildeten stammen aus dem Landkreis Altötting, das restliche Drittel aus den Landkreisen Rottal-Inn, Traunstein und Mühldorf.

Ausgelernte im Winter 2008/2009
Andreas Blüml, Johannes Glötzl, Stefan Hametner, Markus Hansbauer, Markus Hauswirth, Maximilian Höger, Markus Jungbauer, Nicolas Königseder, Christian Korhammer, Tobias Weiher, Viktor Weitzel, Dominic Wolferseder, Patrick Reisner, Christian Wimmer, Kacar Jasim, Stefan Maier, Stephan Mittermeier, Michel Woike, Michael Huber, Gottfried Hauser, Martin Entsfellner, Maximilian Göppel, Johannes Gruber, Stefan Kummerer, Christian Steininger, Marina Brandstetter, Peter Dietlmeier, Stephan Meinecke, Klaus Duschl, Manuel Sapi, Florian Winking, Daniel Kastl, Tobias Rolling, Daniela Wimmer, Svenja Wolters, Carina Kasböck.

Bildtext:

Überreichung des Staatspreises für einen Berufsschuldurchschnitt von 1,28: (v. l.) Ausbildungsleiter Herbert Prost, Staatspreisträgerin Daniela Wimmer, ISG-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer.

Hinweise für die Redaktionen:

Der Industriepark Werk GENDORF, zentral im "ChemDelta Bavaria", dem Bayerischen Chemiedreieck, gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden. Rund 4.000 Beschäftigte arbeiten täglich im Industriepark, etwa 350 junge Menschen werden hier ausgebildet. Im Jahr 2008 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk GENDORF einen Umsatz von rund  1,5 Milliarden Euro. Das Gelände ist 203 Hektar groß; rund 25 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Summe der Investitionen seit dem Jahr 1998 beträgt rund 750 Millionen Euro.
http://www.gendorf.de