Erdgastankstelle im Industriepark Werk GENDORF

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Für Nutzfahrzeuge, Pkw und Stapler der Gendorfer Firmen und für externe Fahrzeugflotten - 250.000 Euro investiert

Burgkirchen, 13.03.2009 - Die erste Erdgastankstelle des Chemiedreiecks östlich von Mühldorf ist jetzt von der InfraServ Gendorf (ISG) und Bayerngas in Betrieb genommen worden. Kurzfristig können so bereits die ersten Erdgas-Pkw der ISG und kleinere Nutzfahrzeuge des Industrieparks betankt werden, mittelfristig sollen die Dieselstapler mit erdgasbetriebenen Staplern ersetzt werden. Auch für externe Fahrzeugflotten soll die Betankung mit dem umweltfreundlichen Erdgas ermöglicht werden.

Rund 250.000 Euro investierten ISG und Bayerngas in den Bau der Erdgastankstelle, die direkt an der bestehenden Tankstelle im Industriepark angesiedelt wurde. Künftig können dort neben den "traditionellen" Diesel- und Superbenzin-Fahrzeugen mehr als 160 Stapler und rund 100 Pkw bzw. Kleintransporter mit Erdgas betankt werden.

Etwa 600 Personen mit Einfahrtsberechtigung in den Industriepark, aber auch externe Geschäftskunden mit Kleinflotten, beispielsweise von Gemeinden und Taxi-Unternehmen, beinhaltet das Potential der neuen Erdgastankstelle. Bei steigender Nachfrage kann die Erdgasbetankung modular erweitert werden. Derzeit verfügt die Erdgasverdichteranlage über eine Kapazität von 36 kg Erdgas pro Stunde: Damit können in 60 Minuten zum Beispiel zehn Stapler betankt werden.

ISG-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer erläuterte bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch, 12. März 2009, die Vorteile des Einsatzes von Erdgasfahrzeugen im Industriepark Werk GENDORF: "Erdgasstapler haben keine Ruß-Emission, können günstigere Kraftstoffkosten verbuchen, sind leiser und vibrationsärmer." Insgesamt seien Erdgasfahrzeuge durch den deutlich niedrigeren CO2-Ausstoß umweltfreundlich und daher bis 2019 steuerbegünstigt. Außerdem steige das Angebot an Ecofuel-Fahrzeugen kontinuierlich an.

Rund eineinhalb Jahre nach dem Vertragsschluss zwischen ISG und Bayerngas wurde das Projekt Ende Januar mit dem  Genehmigungsbescheid der Regierung von Oberbayern abgeschlossen. Vorangegangen war ab Dezember 2008 ein Probebetrieb durch die ISG.

Traditionelle Verbindung des Werkes mit Bayerngas Das früherer Hoechst-Werk Gendorf - bzw. seit der Umstrukturierung ab 1998 die ISG - ist seit 1977 der größte Einzelkunde für Bayerngas, wie Langhammer und Bayerngas-Geschäftsführer Marc Hall betonten. In GENDORF ist Erdgas die wichtigste Primärenergiequelle: Allein 2008 wurden über 140 Mio. Nm³ Erdgas vom Industriepark bezogen. Dies entspricht einer Energiemenge von 1,5 Tera-Watt-Stunden. Oder 150 Mio. Liter Benzin, mit denen ein Durchschnitts-Pkw rund 18 Mio. km zurücklegen könnte.

Marc Hall bezeichnete Erdgastankstellen, von denen es etwa 800 in der Bundesrepublik Deutschland gibt, als "innovativ, wirtschaftlich und komfortabel". Die Erdgaswirtschaft versuche derzeit in Großstädten und an Industriestandorten wie GENDORF dieses Nischen-Geschäft weiter auszubauen. Er sehe dabei ein großes Potential für die Zukunft, denn es kommen immer mehr erdgasbetriebene Fahrzeuge auf den Markt und die Nachfrage steige an: "Die Erdgas-B-Klasse von Mercedes-Benz zum Beispiel ist derzeit bereits vergriffen", sagte Hall. Der ISG-Mitarbeiter Konrad Brandstetter konnte sich noch einen "ergattern" und kam dadurch in den Genuss der ersten offiziellen Betankung seines Firmen-Leasingfahrzeugs der Mercedes-B-Klasse an der neuen Erdgaszapfsäule in GENDORF. Langhammer und Hall bedankten sich bei allen Projektbeteiligten von InfraServ Gendorf, Bayerngas und BayernServices. Betrieben wird die Tankstelle vom Versorgungszentrum der Technischen Services der ISG.

Bildtext:

Die offiziell erste Betankung an der neuen Erdgastankstelle im Industriepark Werk GENDORF wurde gestern am Pkw von InfraServ-Mitarbeiter Konrad Brandstetter (1. v. l.) vorgenommen. ISG-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer (4. v. l.) nahm dabei höchstpersönlich den Zapfhahn zur Hand, aufmerksam beäugt durch Bayerngas-Geschäftsführer Marc Hall (3. v. l), die Projektbeteiligten der InfraServ Gendorf, von Bayerngas und BayernServices.

Hinweise für die Redaktionen:

InfraServ Gendorf mit Sitz in Burgkirchen/Landkreis Altötting betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Werk GENDORF. InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG versorgt Unternehmen mit Energien und Medien sowie Engineering-Leistungen und technischen Dienstleistungen, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Ansiedlungsflächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum, das durch Logistik-Services sowie Aus- und Weiterbildungsleistungen abgerundet wird.
InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG beschäftigte im Jahr 2008 rund 900 Mitarbeiter. Ca. 280 Auszubildende werden im Auftrag von Standortunternehmen und externen Firmen ausgebildet, davon rund 100 direkt bei InfraServ Gendorf. In der IT-Berufsfachschule BIT werden zudem ca. 50 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Im Jahr 2008 erzielte InfraServ Gendorf einen Umsatz von ca. 280 Millionen Euro.
www.infraserv.gendorf.de

Der Industriepark Werk GENDORF, zentral im „Bayerischen Chemiedreieck“ gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden.
Rund 4.000 Menschen arbeiten täglich im Industriepark. Im Jahr 2008 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk GENDORF einen Umsatz von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro. Das Gelände ist 203 Hektar groß; rund 25 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten seit 1998 rund 750 Millionen Euro am Standort.
http://www.gendorf.de