Vinnolit tätigt Zukunftsinvestition in Gendorf

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Offizielle Inbetriebnahme der neuen Vinnolit-Membranelektrolyse zur Erzeugung von Chlor und Natronlauge – Gesamt-Invest in Höhe von 87,6 Millionen Euro

Ismaning/Burgkirchen, 19.11.2009 - Die Umrüstung der Chlor-Alkali-Elektrolysen der Vinnolit GmbH & Co. KG, Ismaning, an den Standorten Gendorf und Knapsack auf die energiesparende und umweltfreundliche Membrantechnologie wurde Ende Juni 2009 erfolgreich abgeschlossen. Am Standort der Vinnolit im Industriepark Werk GENDORF wurde heute die neue Membranelektrolyse offiziell in Betrieb genommen: Vinnolit investierte dafür in Gendorf rund 70 Millionen Euro in die neue Technologie, die Standortbetreibergesellschaft InfraServ Gendorf 17,6 Millionen Euro in die dafür notwendigen Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen.

Mit der Investition von insgesamt 100 Millionen €, davon rund 70 Millionen Euro allein am Standort Gendorf, ist auch eine Erweiterung der Chlorkapazität von 390.000 Tonnen auf insgesamt 430.000 Tonnen pro Jahr verbunden. Damit einher geht eine Verbesserung der Rohstoffversorgung der angeschlossenen PVC-Produktion sowie die Erweiterung und Verbesserung der Liefersituation für das wichtige Koppelprodukt Natronlauge.

Mit einem symbolischen Knopfdruck nahmen heute Dr. Hans Seidl, Vorsitzender des Vinnolit-Aufsichtsrates, Erwin Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Gesamt-Betriebsrates, Projektleiter Klaus Baier und die Vinnolit-Geschäftsführung, in Anwesenheit zahlreicher Kunden und Geschäftspartner, Vertreter der Politik, des Industrieparks Werk GENDORF, der Standortunternehmen und der Projektbeteiligten, die offizielle Inbetriebnahme der neuen Gendorfer Membranelektrolyse vor. Wirtschafts-Staatssekretärin Katja Hessel vertrat die Bayerische Staatsregierung.

„Mit diesem Projekt haben wir den bisher bedeutendsten Schritt der Unternehmensgeschichte in die Zukunft getan“, so Geschäftsführer Dr. Ralph Ottlinger. „Mit einer Investitionssumme von 70 Mio. € und nunmehr 180.000 Tonnen Chlor in Gendorf nach dem neuesten Stand der Technik, haben wir die Kapazität hier mehr als verdoppelt, die Chlorlücke geschlossen, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gestärkt und die Arbeitsplätze in der Chlor-/Monomer- und PVC-Herstellung langfristig gesichert. Diese Investition wäre ohne die Ethylen-Pipeline Süd nicht möglich gewesen.“

„Wir danken unseren Mitarbeitern, Projektpartnern und allen Beteiligten für ihre Unterstützung und großartige Leistung“, so Geschäftsführer Dr. Josef Ertl, der zugleich betonte: „Wir stellen uns den Herausforderungen des Marktes und wollen unsere Kunden mit hochwertigen Produkten und als langfristig denkender und zuverlässiger Partner zufrieden stellen. Vinnolit erfüllt mit dieser Investition auch vorzeitig die freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen Chlorhersteller – im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung - auf das Membranverfahren umzustellen.“

Wirtschafts-Staatssekretärin Katja Hessel überbrachte die Glückwünsche der Bayerischen Staatsregierung und sprach von einem „wichtigen Beitrag zur Standortsicherung der Vinnolit in Gendorf, des Industrieparks Werk GENDORF sowie des gesamten Bayerischen Chemiedreiecks“. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer nannte die Investition „eine enorme Stärkung der gesamten Region“. Der Werksleiter des Industrieparks und InfraServ-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer bezeichnete den Abschluss des Investitions-Projekts als einen der „erfolgreichsten und wichtigsten Meilensteine in der 70jährigen Geschichte des Standorts GENDORF.

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Bild oben:
Blick in den Zellensaal der neuen Membranelektrolyse der Vinnolit am Standort im Industriepark Werk GENDORF: 70 Millionen Euro investierte Vinnolit in die energiesparende und umweltfreundliche Membrantechnologie.

Bild unten:
Offizielle Inbetriebnahme der neuen Membranelektrolyse mittels symbolischem Knopfdruck: (von links) Burgkirchens Bürgermeister Dr. Stephan Merz, Klaudia Martini (Umweltministerin a.D. Rheinland-Pfalz, vorsitzende Kuratorin der Kunststoffindustrie), Vinnolit-Geschäftsführer Dr. Josef Ertl, Gesamtbetriebs-ratsvorsitzender Erwin Schmidt, Projektleiter Klaus Baier, InfraServ-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer, Dr. Hans Seidl (Vorsitzender Vinnolit-Aufsichtsrat), Altöttings Landrat Erwin Schneider, MdB (CSU) Stephan Mayer, MdL (FDP) Tobias Thalhammer und Vinnolit-Geschäftsführer Dr. Ralph Ottlinger.

Hinweise für die Redaktionen:

Vinnolit ist - mit einer Kapazität von 780.000 Jahrestonnen – einer der führenden PVC-Rohstoffhersteller in Europa und der weltweite Marktführer bei PVC-Spezialitäten.

Die nationalen und internationalen Aktivitäten des Unternehmens werden aus Ismaning bei München gesteuert. Produktionsstandorte sind in Burghausen, Gendorf, Knapsack, Köln, Schkopau und Hillhouse (UK). Vinnolit erzielte im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 846 Mio. € und beschäftigt ca. 1.500 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Dr. Josef Ertl und Dr. Ralph Ottlinger.

Vinnolit produziert und vermarktet ein breit gefächertes PVC-Produktsortiment, das alle gängigen PVC-Anwendungen abdeckt, z.B. im Bausektor, in der Automobilindustrie oder in der Medizintechnik. Ob PVC für Fensterprofile, Rohre, Hartfolien, Fußböden, Tapeten, technische Beschichtungen, Kfz-Unterbodenschutz, Kabelummantelungen oder Infusionsbeutel, für alle Produktanforderungen verfügt Vinnolit über die geeigneten Produktionsverfahren.

Zugleich ist Vinnolit ein führender Hersteller und Lieferant für Zwischenprodukte, wie Natronlauge, Vinylchlorid und Zinntetrachlorid, die für die Weiterverarbeitung in der chemischen Industrie, aber auch in anderen Branchen benötigt werden.

Das Technologiezentrum VinTec lizensiert Vinnolits führende EDC-/VCM- und S-PVC-Technologie weltweit.
www.vinnolit.com

Der Industriepark Werk Gendorf, zentral im „ChemDelta Bavaria“, dem Bayerischen Chemiedreieck, gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis-und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden.

Rund 4.000 Beschäftigte arbeiten täglich im Industriepark, etwa 350 junge Menschen werden hier ausgebildet. Im Jahr 2008 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk Gendorf einen Umsatz von rund  1,5 Milliarden Euro. Das Gelände ist 203 Hektar groß; rund 25 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Summe der Investitionen seit dem Jahr 1998 beträgt rund 750 Millionen Euro.
http://www.gendorf.de