Platz für Ausbau und Neuansiedlungen schaffen

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1,8 Hektar Wald im Norden des Industrieparks Werk Gendorf gerodet -  InfraServ investiert 2009 rund 15 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur

Burgkirchen, 27.02.2009 - Für die Erweiterung des Geländes des Industrieparks Werk Gendorf nach Norden wurden jetzt rund 1,8 Hektar Waldfläche gerodet. Das noch laufende Verfahren für den Bebauungsplan umfasst insgesamt rund sieben Hektar, die für die Ansiedlung der Schaltwarte des neuen 30-kV-Stromnetzes sowie neue Firmenansiedlungen vorgesehen ist.

"Zur Erweiterung des Werksgeländes nach Norden laufen derzeit die Verfahren der vorbereitenden bzw. verbindlichen Bauleitplanung", erklärt Werner Moll vom Infrastrukturmanagement der InfraServ Gendorf (ISG). Dazu war es im Vorfeld notwendig geworden, dass eine Änderung des Flächennutzungsplanes "Nördlicher Bereich - Werk Gendorf" und die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 16 "Werk Gendorf - Werkserweiterung Nord - Altöttinger Forst Nr. 1" von der Gemeinde und den Behörden genehmigt wurde. Träger des Verfahrens ist die Gemeinde Burgkirchen. Das Planverfahren für die Bebauung hat zwischenzeitlich eine Planungstiefe erreicht, dass der Grunderwerb der jetzt gerodeten 1,8 Hektar getätigt werden konnte.

Der Flächennutzungsplan hat eine Fläche von 21 Hektar, der Bebauungsplan von ca. 7 Hektar. Davon entfallen 63,6 Prozent auf Industrie- und 36,4 Prozent auf Verkehrsflächen. Mit dem Abschluss der Verfahren wird Baurecht für ein gewerbliches Industriegebiet geschaffen.

Drei Tage Rodungsarbeiten
Vom Rosenmontag bis Aschermittwoch wurden ca. 1,8 ha Wald, durch die ISG vom Freistaat Bayern erworben, gerodet. Die Baumfällarbeiten mittels eines speziellen Rodungsgerätes, einem "Harvester", mussten wegen der kommenden Vogelbrutzeit noch im Februar abgeschlossen werden. Die Rodung und Entstockung der Fläche führen die Bayerischen Staatsforste durch, der Holzertrag kommt dem Freistaat zu Gute.

Pro Tag kann der Harvester bis zu 300 Kubikmeter Holz gleichzeitig fällen sowie von Ästen und Baumrinden befreien. Das Holz wird an Hackschnitzelwerke, die Papierindustrie oder an private Abnehmer verkauft. Das Hartholz - z. B. Buchen - wird auch als Rohstoff für die Bekleidungsindustrie verwendet.

Ausgleichsflächen
"Für die gerodeten Waldflächen müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden, so dass bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen aufgeforstet werden und dies im Grundbuch dinglich gesichert wird", erklärt Moll. Die InfraServ habe bereits vor einigen Jahren Grundstücke zur Aufforstung dem Freistaat Bayern übereignet und somit ein so genanntes "Ökokonto" geschaffen. Derzeit laufen Verhandlungen mit Grundbesitzern für die noch erforderlichen Ersatzmaßnahmen.

Platz für 30-kV-Schaltwarte und Neuansiedlungen Die Erweiterungsfläche wird Platz schaffen für den Bau der 30-kV-Schaltwarte sowie für Neuansiedlungen. Die Schaltwarte ist Bestandteil des Ausbaus der Strominfrastruktur des Industrieparks, für den die ISG als Betreibergesellschaft allein rund 13 Mio. EUR investiert. Insgesamt wird bei der ISG 2009 mit Investitionen in Höhe von rund 15 Mio. EUR geplant, um die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten und die Infrastruktur des Industrieparks für weitere Firmenansiedlungen und Investitionen der Standortunternehmen attraktiv zu halten.

Bildtexte:

Bild oben:
Am Aschermittwoch abgeschlossen wurden die wesentlichen Rodungsarbeiten von rund 1,8 Hektar auf der für Neuansiedlungen und Betriebsausbauten vorgesehenen Erweiterungsfläche im nördlichen Werksbereich. Werner Moll vom Infrastrukturmanagement der InfraServ Gendorf: "Die Baumfällarbeiten mittels eines speziellen Rodungsgerätes, einem ´Harvester`, mussten wegen der kommenden Vogelbrutzeit noch im Februar abgeschlossen werden."

Bild unten:
Rund sieben Hektar beträgt die gesamte Fläche des Erweiterungsgebiets im Norden des Industrieparks Werk GENDORF. Nun wurde ein Teilbereich von 1,8 Hektar gerodet.

Hinweise für die Redaktionen:

InfraServ Gendorf mit Sitz in Burgkirchen/Landkreis Altötting betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Werk GENDORF. InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG versorgt Unternehmen mit Energien und Medien sowie Engineering-Leistungen und technischen Dienstleistungen, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Ansiedlungsflächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum, das durch Logistik-Services sowie Aus- und Weiterbildungsleistungen abgerundet wird.
InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG beschäftigte im Jahr 2008 rund 900 Mitarbeiter. Ca. 280 Auszubildende werden im Auftrag von Standortunternehmen und externen Firmen ausgebildet, davon rund 100 direkt bei InfraServ Gendorf. In der IT-Berufsfachschule BIT werden zudem ca. 50 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Im Jahr 2008 erzielte InfraServ Gendorf einen Umsatz von ca. 280 Millionen Euro.
www.infraserv.gendorf.de

Der Industriepark Werk GENDORF, zentral im „Bayerischen Chemiedreieck“ gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden.
Rund 4.000 Menschen arbeiten täglich im Industriepark. Im Jahr 2008 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk GENDORF einen Umsatz von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro. Das Gelände ist 203 Hektar groß; rund 25 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten seit 1998 rund 750 Millionen Euro am Standort.
http://www.gendorf.de