21 Teilnehmer der 41. Internationalen Chemie-Olympiade (FChO) zu Gast im CHEMIEPARK TROSTBERG

Trostberg, 2. Februar 2009 - Für 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am diesjährigen 14. Landesseminar zur internationalen Chemie-Olympiade heißt es ab heute (Donnerstag) "Ran an die Kolben!". Bereits zum vierten Mal richten die Unternehmen im CHEMIEPARK TROSTBERG AlzChem und BASF die 3. Runde des bayerischen Landesseminars aus.

Die jungen Chemiebegeisterten absolvieren ein straffes Programm. Während Werkführungen, Vorträgen und Diskussionsrunden lernen sie die Unternehmen AlzChem und BASF, sowie ihre Mitarbeiter und Produkte kennen. Es gibt reichlich Gelegenheit im Ausbildungslabor zusammen mit Experten zu experimentieren und sich in fachbezogenen Diskussionen auszutauschen – sicher der Höhepunkt des 3-tägigen Besuches, denn zusammen mit Azubis und Ausbildern geht es in die Praxis – und Praxis kann durch kein Schulbuch ersetzt werden! Mittlerweile traditionell ist der experimentelle Vortrag am Freitag Abend. Diesmal werden Dr. Michael Bräu und Dr. Michael Leitl auf spannende Art und Weise Versuche und chemische Reaktionen vorführen, unter dem Motto: „Chem-Olympics 2009“.

Was ist die internationale Chemie-Olympiade (FChO)?
Jedes Jahr im Sommer  treffen sich Jungchemiker aus mehr als 60 Ländern der Welt, um ihr Chemie-Wissen in einem olympischen Wettstreit zu testen. Der Wettbewerb findet jedes Jahr in einem anderen Gastgeberland statt - immer getreu dem olympischen Motto "Dabei sein ist alles!". Pro Nation kann ein Team aus maximal 4 Schülerinnen und Schülern zur Chemie-Olympiade geschickt werden. Diese treten dann im Einzelwettstreit in einer theoretischen und praktischen Klausur (jeweils 5 Stunden) gegen eine weltweite Konkurrenz an.

Da die Internationale Chemie-Olympiade kein Teamwettbewerb ist, kann jeder Schüler für sich und sein Land eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille erringen. Jedoch kursiert jedes Jahr auch immer eine inoffizielle Rangliste der Länder, bei der sich Deutschland gut präsentiert.

Neben dem wissenschaftlichen Wettbewerb erwartet die Teilnehmer und Betreuer ein attraktives soziales und kulturelles Programm geprägt von der Tradition des Gastgeberlandes. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler Kontakte zu Gleichgesinnten auf dem ganzen Globus knüpfen.

Jede Nation ist selbst für die Auswahl der Schüler als Teilnehmer an der FChO verantwortlich. In Deutschland werden die Kandidaten in einem vier Runden dauernden Auswahlverfahren ermittelt: In den ersten beiden Runden werden Aufgaben von Schülern bis zur Jahrgangsstufe 13 (bzw. bis zum 20. Lebensjahr) in Heimarbeit bearbeitet. Diese Aufgaben entsprechen nicht gerade dem Standard-Lehrbuchstoff. Sie fordern Kreativität und Eigeninitiative, gehören doch deswegen noch lange nicht zur Kategorie „unlösbar“.

Zur dritten Runde werden jeweils 30 Schüler an zwei Orte zu Seminaren eingeladen, in deren Verlauf eine theoretische Klausur über das Weiterkommen entscheidet. 15 Jugendliche gelangen schließlich zur vierten Runde nach Kiel. Hier wird nicht nur das theoretische, sondern auch das experimentelle Wissen überprüft. Letztendlich werden auf diese Weise die vier Schüler ermittelt, die Deutschland bei der FChO vertreten.

2007 fand die internationale Chemie-Olympiade in Moskau, Russland statt, 2008 in Budapest, Ungarn und dieses Jahr werden die Teilnehmer nach England reisen.

"Es ist gut und beruhigend für uns zu sehen, dass sich so viele hervorragende Schülerinnen und Schüler in Bayern für die Naturwissenschaften und speziell für die Chemie begeistern. Wir unterstützen gezielt Jugendarbeit und Nachwuchsförderung, denn diese jungen Menschen sind richtungsweisend für die Zukunft und die wollen wir bestmöglich mitgestalten", so Stefan Greger, Geschäftsführer der AlzChem Trostberg GmbH und Betreiber des CHEMIEPARK TROSTBERG.

In das gleiche Horn stößt Dr. Alfred Kern, Leiter der BASF Forschung „Polymers for Inorganics“ und Sprecher der Geschäftsführung der BASF Construction Chemicals GmbH: „Gerade uns, der BASF, als innovationsgetriebenes Unternehmen ist die Förderung junger Talente ein Herzensanliegen. Daher engagieren wir uns gerne für das Landesseminar“.