Industriepark Werk GENDORF - "Fit für Morgen"

Franz Alberer (ISG) erklärt den Weg des Wassers durch die neue Vorklärung (im Bild v.l.n.r.): Josef Tausche (Landratsamt Altötting), Dr. Michael Rössert (Landesamt für Umwelt), Dr. Robert Müller (Landratsamt Altötting), Dr. Hana Slama (Landesamt für Umwelt). Foto: Heine

Dialog mit Behörden und Kommunen beim achten Behördeninfotag
- Neue Vorkläranlage besichtigt


Burgkirchen, 15. Juli 2008 - Beim bereits achten Behördeninfotag im Industriepark Werk GENDORF standen nachhaltige Zukunftssicherung sowie der offene Dialog mit den für den Industriepark zuständigen Behörden und umliegenden Gemeinden im Vordergrund der Veranstaltung. Im Mittelpunkt standen die Anstrengungen des Standorts für nachhaltigen Umweltschutz, soziale Belange und wirtschaftliches Handeln.

Die Unternehmen im Industriepark Werk GENDORF sind nach der EG-Öko-Audit-Verordnung, auch unter dem Begriff EMAS (System für freiwilliges Umwelt-Management und Umweltbetriebsprüfung) bekannt, registriert. "Im Sinne von EMAS sind dem Industriepark Werk GENDORF eine offene Kommunikation, der Dialog mit den zuständigen Behörden und umliegenden Gemeinden und ein guter Informationsaustausch mit der Öffentlichkeit sehr wichtig", betont Dr. Bert Raeymaekers, Leiter des InfraServ-Bereichs ESHA (Umwelt, Sicherheit, Gesundheit, Behördenkontakte und Genehmigungsmanagement).

"Fit für Morgen" war das zentrale Thema der Vortragsreihe in diesem Jahr. Die strategische Ausrichtung der InfraServ Gendorf und Hintergründe des "Masterplans 2015" wurden von Werksleiter und InfraServ-Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer vorgestellt. Godehard Mayer, Verantwortlicher für Behördenkontakte undGenehmigungsmanagement sowie Störfallbeauftragter des Industrieparks Werk GENDORF, erläuterte, welche Aktivitäten unternommen werden müssen und vor allem wie frühzeitig die entsprechenden Beantragungen erfolgen müssen, um den Industriepark für zukünftige Investitionsvorhaben zu erweitern.

Kurt Aigner, Leiter des Werkschutzes bei InfraServ Gendorf (ISG) legte dar, welche Anstrengungen unternommen werden, um auch in Zeiten hoher Investitionstätigkeiten die Werkssicherheit aufrecht zu erhalten. Jürgen Hirtlreiter (ISG) stellte das Immissionsmessprogramm im Umfeld des Industrieparks vor und bestätigte damit den verantwortungsvollen Umgang mit Emissionen. Martin Stubner (Dyneon GmbH & Co. KG) skizzierte den Projektstand zur Einführung des neuen PFOA-Ersatzstoffes und informierte über die aufwändige Markteinführung. Dr. Werner Goll (Initiative Bayerisches Chemiedreieck) referierte über die Unternehmungen und Anstrengungen des Initiativkreises, die Region zu stärken. Klaus Baier (Vinnolit GmbH & Co. KG) berichtete über den Stand des Projektes "VinCon" und den damit verbundenen Ausstieg aus der Quecksilberanwendung bei der Chlor-Herstellung. Dr. Wolfram Fritsche-Lang von der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH erläuterte, wie die Anlagen der Clariant gemäß der "Technischen Anleitung" (TA) Luft saniert wurden und welche Erfolge sich daraus ableiten lassen. Markus Wenn (Linde Gas) erklärte die Funktion der Stickstoffverflüssigung und legte dar, dass die Anlage in GENDORF gebaut wurde, weil die hier vorhandene Ressourcen an Stickstoff eine besonders umweltverträgliche Produktion erlauben. Dr. Matthias Weigand (Umweltministerium) zeigte die Auswirkungen des angedachten Umweltgesetzbuches auf. Eine Besichtigung der im Bau befindlichen neuen Vorklärung gab zudem einen Einblick in die Praxis, wie sich der Industriepark Werk GENDORF umweltverträglich auf die Zukunft ausrichtet. Die Inbetriebnahme ist für Ende August vorgesehen.

"Ein Unternehmen wirtschaftlich zum Erfolg zu führen, hierbei die soziale Komponente nicht außer Acht zu lassen und dabei die Umwelt nachhaltig zu schützen - dies ist nur möglich, wenn Behörden und Wirtschaft jeweils ihren Beitrag leisten diese Ziele zu erreichen. Beim achten Behördeninfotag war wieder klar erkennbar, dass es uns gut gelingt, gemeinsam in der Region erfolgreich zu sein, indem alle Beteiligten an einem Strang ziehen", so Godehard Mayer.

Hinweise für die Redaktionen:

InfraServ Gendorf mit Sitz in Burgkirchen/Landkreis Altötting betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Werk GENDORF. InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG versorgt Unternehmen mit Energien und Medien sowie Engineering-Leistungen und technischen Services, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Ansiedlungsflächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum, das durch Logistik-Services sowie Aus- und Weiterbildungsleistungen abgerundet wird.
InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG beschäftigt rund 900 Mitarbeiter. Ca. 250 Auszubildende und Fachschüler werden im Auftrag von Standortunternehmen und externen Firmen ausgebildet, davon 87 direkt bei InfraServ Gendorf. In der IT-Berufsfachschule BIT werden ca. 50 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Im Jahr 2007 erzielte InfraServ Gendorf einen Umsatz von rund 243 Millionen Euro.
www.infraserv.gendorf.de

Der Industriepark Werk GENDORF, zentral im „Bayerischen Chemiedreieck“ gelegen, ist Standort für über 20 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Das besonders für chemie- und pharmanahe Industrien attraktive Konzept der Zusammenarbeit zwischen den hier angesiedelten Produktionsunternehmen und Dienstleistungen ist aus einem früheren Hoechst-Standort hervorgegangen und 1998 als erster Industriepark in Bayern mit dem Schwerpunkt Chemieproduktion entstanden.
Rund 4.000 Menschen arbeiten täglich im Industriepark. Im Jahr 2007 erzielten die Standortfirmen im Industriepark Werk GENDORF einen Umsatz von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro. Das Gelände ist 195 Hektar groß; 30 Hektar sind noch frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2007 rund 90 Millionen Euro am Standort.
www.gendorf.de