Alzwerke GmbH feiert stolzes Jubiläum

90 Jahre umweltfreundliche Energie aus der Kraft des Wassers

Burghausen, 21. November 2008 – 90 Jahre liegt die Gründung der Alzwerke GmbH nunmehr zurück und hat doch weitreichende Wirkung gezeigt: Denn erst mit der Verfügbarkeit von elektrischer Energie aus Wasserkraft kam es zur Ansiedlung der Chemischen Industrie im Südosten Bayerns. In der Folge entstand mit dem Bayerischen Chemiedreieck eine prosperierende Region, die heute zu den führenden Wirtschaftsregionen Europas zählt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde nun das stolze Jubiläum der Alzwerke gewürdigt.

„Mit der Gründung der Alzwerke war die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich WACKER in Burghausen zum größten Chemiestandort in Bayern entwickeln konnte“, so Dr. Willi Kleine, Werkleiter der Wacker Chemie AG. Trotz des Wachstums der vergangenen Jahrzehnte decken die Alzwerke heute immer noch rund 15 Prozent des Strombedarfs von WACKER in Burghausen ab. Und auch für die Zukunft ist sich der Werkleiter sicher: „Die Wacker Chemie AG hat seit der Geburtsstunde auf die umweltfreundliche Energie der Alzwerke vertraut und setzt auch weiterhin auf diese zuverlässige Stromversorgung.“

Betriebsleiter Hubert Kolditz ließ in einer Präsentation die Alzwerke-Geschichte Revue passieren und ging auf zentrale Ereignisse der Vergangenheit ein: Der Bau des Alzkanals kam in der Nachkriegszeit zunächst nur schleppend voran, erst 1921 war das etwa fünf Kilometer lange Kanalstück vom Stauwehr Hirten bis zur Bahnkreuzung Burgkirchen betriebsbereit.
Die Kraftanlage in Burghausen mit dem Wasserschloss, der Kanal-Einlaufstelle und dem Maschinenhaus wurde 1920/22 fertiggestellt. Am 10. Dezember 1922 nahm das damals größte Wasserkraftwerk Deutschlands erstmals den Betrieb auf.
Ein erheblicher Rückschlag für das junge Unternehmen war der Bruch des Kanals am 12. April 1924. Erst vier Monate später konnte der Alzkanal wieder in Betrieb genommen werden.
1955 bis 1957 wurde die Anlage baulich, maschinell und elektrotechnisch erweitert und aktualisiert, 1996 bis 1998 folgte schließlich die Automatisierung.

Im Rahmen der Feierstunde bedankte sich der Betriebsleiter besonders bei den 30 Mitarbeitern der Alzwerke: „Seit der Gründung haben die Mitarbeiter maßgeblich die Leistungsfähigkeit des Unternehmens geprägt. Viele Fortschritte und Innovationen wurden aus den Reihen der Mitarbeiter initiiert und haben somit von Beginn an zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des
Werks beigetragen.“

Anschließend stand Hubert Kolditz selbst im Mittelpunkt: Heiner Gerber, Werkleiter der Alzwerke, bedankte sich beim langjährigen Betriebsleiter und Alzwerke-Urgestein für sein mit viel Herzblut geführtes Engagement für das Unternehmen und verabschiedete ihn in die passive Phase der Altersteilzeit. Seine Nachfolge übernimmt Hans Wagner.

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