Werkorchester Gendorf sucht neue Möglichkeiten

Beschränkungen sind neuartige Herausforderung – Letzte Probe am 11. März

Burgkirchen. Die Veranstaltungs- und Musikbranche steht derzeit absolut still – ohne Alternative. Somit stellt die Corona-Krise auch das 72 Jahre bestehende Symphonische Blasorchester Werk Gendorf e.V. vor eine Herausforderung.

„Unsere letzte Probe fand am 11. März statt. Seither kam das Orchester nicht mehr zusammen“, ließ der musikalische Leiter Klemens Wimbauer auf Anzeiger-Nachfrage wissen. „Es gab keine Probe, keinen Auftritt, auch keine musikalische Begleitung von Beerdigungen.“

Der Dirigent räumt ein, von dieser neuartigen Situation überrascht worden zu sein: „Solch eine Lage hätte ich nie für möglich gehalten, deswegen musste ich mit meinen Überlegungen bei Null anfangen.“

Allerdings sei eine Pause an sich für das Werkorchester nicht neu, denn auch in den Schulferien gebe es keine Proben, falls nicht gleich nach den Ferien ein Konzert anstehe. Diese Ferienpausen sah der musikalische Leiter bisher immer als schöpferische Pausen an. Doch bei dieser langen zusätzlichen Corona-Pause, die in die Probenzeit fiel, verhalte es sich anders. „Über Videokonferenzen als virtuelle Proben habe ich mir Gedanken gemacht, aber diese Option wegen fehlender technischer Möglichkeiten schnell wieder verworfen“, erzählt Klemens Wimbauer. Eine Videokonferenz sei nur als Vorstandssitzung möglich – und das sei für diese Tage geplant zur Lagebesprechung von Gegenwart und Zukunft.

Statt einer Probe vor Bildschirmen griff der Dirigent bisher zwei Mal zu dem Mittel, wöchentliche Übungseinheiten (Noten) zu versenden. Mit diesen Noten können die Musiker des Symphonischen Blasorchesters des Werkes Gendorf jeweils knifflige Passagen daheim üben. Im Orchester sind 55 Musiker aktiv.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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