Wacker verleiht Innovationspreis

Auszeichnungen gehen an Mitarbeiter in Indien und in Korea

München/Burghausen. Der Wacker Konzern hat seine koreanischen Mitarbeiterinnen SeungA Lee und JungEun Lee mit dem Alexander-Wacker-Innovationspreis für die Entwicklung neuer Siliconharze für Optical-Bonding-Anwendungen ausgezeichnet. Zudem vergab Wacker den Preis erstmals in der Kategorie „Lifetime Achievement“ für herausragende Entwicklungsleistungen während eines Berufslebens. Diese Auszeichnung ging an Amit Paul von Wacker Metroark Chemicals, dem in Kalkutta ansässigen Wacker-Joint Venture, das Siliconspezialitäten für den indischen Markt sowie für internationale Kunden aus der Konsumgüterindustrie produziert. Die jeweils mit 10000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden wegen der Corona-Pandemie in einer Online-Veranstaltung vergeben.

Seung A Lee und JungEun Lee sind am Center of Excellence Electronics tätig, einer konzerneigenen Forschungseinrichtung in Seoul. Sie entwickelten auf Basis UV-vernetzbarer Silicongele neuartige, maßgeschneiderte Lösungen für den stark wachsenden Markt von hochwertigen, entspiegelten Displayanwendungen. Beim sogenannten Optical-Bonding verbinden Silicongele das dünne Deckglas mit den Schichten darunterliegender Elektronik. Indem dieser Spalt mit einem Gel ausgefüllt und dabei Luft verdrängt wird, lässt sich eine Entspiegelung des Displays erreichen.

Zum besonderen Erfolg der neuen Produktreihe von Wacker trägt weiterhin bei, dass Kunden individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Produkte erhalten können. „Bei der Entwicklung UVvernetzbarer Siliconharze wirkten die Preisträgerinnen von unserer koreanischen Anwendungstechnik eng mit verschiedenen Kunden aus der Elektronikindustrie zusammen und erarbeiteten nach deren Spezifikationen passgenaue Lösungen für unterschiedliche Applikationen“, sagte Christian Hartel, Vorstandsmitglied der Wacker Chemie AG. Insgesamt 30 Teams hatten sich heuer für den Alexander-Wacker-Innovationspreis 2020 beworben – ein neuer Rekord.

Zu den Bewerbern, die es unter die Finalisten schafften, gehört auch Amit Paul von Wacker Metroark Chemicals im Großraum Kalkutta. Seinem Team gelang die Entwicklung wasserfreier Silan-Oligomer/Tensid-Mischungen zur Behandlung von Zementmassen. Durch deren Zusatz wird der Zement während der Vermahlung wasserabweisend, wodurch bis zu 50 Prozent der Mahlenergie eingespart werden kann. Für diese und andere Entwicklungen, die Amit Paul in seinen 35 Berufsjahren bei Metroark und seit 1999 beim Joint Venture Wacker Metroark Chemicals gelangen, erhält der indische Chemiker – als erster Mitarbeiter des Konzerns überhaupt – den Alexander Wacker Innovationspreis in der Kategorie „Lifetime Achievement“.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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