Wacker hat Abwasserqualität deutlich verbessert

7. Juni 2021

Wacker legt Umweltbilanz 2020 vor – Bei Abfall setzt das Unternehmen auf Wiederverwertung

Burghausen. Seit 1998 informiert Wacker die Öffentlichkeit jährlich über aktuelle Umweltdaten am Standort Burghausen – von der Luftreinhaltung über Energieeinsparung bis hin zum Gewässerschutz. Im aktuellen Umweltbericht zeigt sich: Auch im vergangenen Jahr konnten die Umweltleistungen weiter verbessert werden – trotz aller Herausforderungen, die das Pandemiejahr 2020 mit sich brachte.

Dies wird beispielsweise im Bereich der Abwasserreinigungsanlagen deutlich, deren Team aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen diverse Einschränkungen beim Betriebsablauf in Kauf nehmen musste. Dennoch gelang es den Mitarbeitern nicht nur, den durchgehend sicheren Betrieb dieser für das Werk und für die kommunale Abwasserentsorgung so wichtigen Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Sie erreichten auch noch eine signifikante Verbesserung der Abwasserqualität: Bei den organischen Stoffen (TOC = total organic carbon) ging die Fracht im Vergleich zu 2019 um 13 Prozent zurück (von 214 auf 187 Tonnen), die Fracht an halogenierten Stoffen (AOX) sank um elf Prozent von drei auf 2,7 Tonnen.

Bei der standorteigenen Energieerzeugung machen sich im Jahr 2020 deutliche Verbesserungen in der Effizienz bemerkbar. 2019 modernisierte Wacker mit dem Einbau einer neuen, 130 MW leistungsstarken Gasturbine seine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage zur Strom- und Dampferzeugung für das Werk Burghausen. Die modernisierte KWK-Anlage ist nicht nur effizienter, sondern auch wesentlich emissionsärmer und umweltfreundlicher. Deutliche Effekte zeigen sich bei den direkten spezifischen Treibhausgasemissionen der KWK-Anlage sowohl beim Ausstoß von Kohlendioxid als auch bei den Stickoxiden. Letztere verringerten sich um 30 Prozent im Vergleich zu 2018, in der die alte Gasturbine ganzjährig in Betrieb war. Rückblickend auf die vergangenen acht Jahre erzielte Wacker damit eine kontinuierliche Verringerung beim Ausstoß von Stickoxiden um 60 Prozent.

Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres, nahm der im Umweltbericht erfasste direkte CO2-Ausstoß, das heißt, der auf die Produktionsbereiche und die eigene Strom- und Dampfproduktion entfallende Anteil der Emissionen, beim CO2 zwar um knapp acht Prozent zu – von 618740 Tonnen auf 665795 Tonnen. Dies war allerdings ausschließlich auf den Sondereffekt der mehrmonatigen Abstellung des standorteigenen Gas- und Dampfkraftwerks zum Einbau einer neuen Gasturbine 2019 zurückzuführen. In diesem Zeitraum wurde zur Kompensation der entfallenen Eigenerzeugung in höherem Maße Strom extern zugekauft, der allerdings nicht in die direkten Standortemissionen einfließt und separat berichtet wird.

Im Jahr 2020 hat sich dann vor dem Hintergrund des ganzjährigen Betriebs des modernisierten Kraftwerks das Verhältnis von selbst erzeugtem zu zugekauftem Strom wieder normalisiert. Vergleicht man zur Verdeutlichung die direkten CO2-Emissionen aus dem Jahr 2020 mit denen des Jahres 2018, auf das der beschriebene Sondereffekt keinen Einfluss hatte, gelang es dem Standort, den CO2-Ausstoß um 14 Prozent zu verringern.

Der Ausstoß von Stickoxiden reduzierte sich von 2019 auf 2020 um weitere 16 Prozent – von 411 auf 346 Tonnen. Im direkten Vergleich mit 2018, in dem das thermische Kraftwerk das ganze Jahr in Betrieb war, ist die Abnahme von Stickoxiden noch aussagekräftiger. Die Emissionen wurden im Zweijahreszeitraum um den Wert von 44 Prozent verringert.

Die gesamte Abfallmenge im Werk Burghausen inklusive Produktions- und Bauabfälle ist im Berichtsjahr um zwölf Prozent im Vergleich zu 2019 gesunken – von knapp 110000 auf gut 97000 Tonnen. Bei den Produktionsabfällen lag die Wiederverwertungsquote bei 83 Prozent. Im Jahr davor waren es 79 Prozent. Erreicht wurde dies durch optimierte Produktionsprozesse, die konsequente Verbundstrategie und die effiziente Kreislaufwirtschaft in der Produktion.

Die Behandlung und Beseitigung der Restabfälle, die nicht umweltverträglich weiterverwertet oder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können, erfolgt in den Abfallverbrennungsanlagen. Wie in den vergangenen Jahren, konnten auch 2020 die vorgeschriebenen Grenzwerte der Abfallentsorgungsanlagen nicht nur eingehalten, sondern zum größten Teil sogar deutlich unterschritten werden.

Froh ist man beim Konzern aber auch über eine andere Tatsache: Wacker blickte als Gründungsmitglied auf 25 Jahre Engagement beim Umweltpakt Bayern zurück. Das Unternehmen untermauert damit seine Selbstverpflichtung, die Umweltleistungen am Standort Burghausen kontinuierlich zu verbessern – über das Maß der gesetzlichen Vorgaben hinaus. Auch bei der Erweiterung zum Umwelt- und Klimapakt Bayern, die die bayerische Staatsregierung im vergangenen Jahr beschloss, beteiligt sich Wacker mit seinen zertifizierten Managementsystemen Umwelt (ISO 14001) und Energie (ISO 50001). Beispiele seines Engagements präsentiert das Unternehmen mit ausgewählten Umweltschutzmaßnahmen auf der Internetplattform des Umwelt- und Klimapakts in der Rubrik „Praxisbeispiele“ unter www.umweltpakt.bayern.de/umwelt_klimapakt.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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