Umweltbericht: Bei Wacker sinken die Emissionen

Wacker Chemie AG hat die Umweltbilanz am Standort Burghausen im vergangenen Berichtsjahr weiter verbessert

Burghausen. „Die Wacker Chemie AG hat die Umweltbilanz am Standort Burghausen im vergangenen Berichtsjahr weiter verbessert“, heißt es in der Pressemitteilung zum nun veröffentlichten Umweltbericht zum Jahr 2019. Seit 1998 informiert Wacker jedes Jahr die Öffentlichkeit über die aktuellen Daten und Fakten der Umweltbilanz am Standort Burghausen. Der Bericht 2019 liegt online unter www.wacker.com/burghausen vor.

Von einem „deutlichen Rückgang“ ist im vergangenen Jahr bei den Gesamtemissionen in die Luft die Rede. So habe sich der direkte Ausstoß verringert, das heißt, der auf die Produktionsbereiche und die eigene Strom- und Dampfproduktion entfallende Anteil der Emissionen, bei Kohlendioxid (CO2) um rund zwanzig Prozent und der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) um rund ein Drittel. Neben Verbesserungen bei den Produktionsanlagen und einem prozentual höheren Beitrag der Wasserkraft am Energiemix habe dazu als Sondereffekt die mehrmonatige Abstellung des standorteigenen Gas- und Dampfkraftwerks zum Einbau einer neuen Gasturbine wesentlich beigetragen.

Das standorteigenen Gas- und Dampfkraftwerk wurde durch den Einbau einer hoch effizienten und umweltfreundlichen Gasturbine mit einer Leistung von 130 MW modernisiert. Dadurch verringere sich zukünftig deren Ausstoß von Kohlendioxid im Vergleich zum Vorgängermodell um rund zehn Prozent. Die Emissionen von Stickoxiden werden laut Wacker auf Grund der verbesserten Abgastechnik um etwa 30 Prozent reduziert.

Eine spürbar positive Entwicklung sei im Bereich der flüchtigen organischen Verbindungen (NMVOC) zu verzeichnen gewesen. Einen maßgeblichen Beitrag dazu haben laut Umweltbericht die deutlich gesenkten Emissionen aus dem Betrieb der Pulvertrockner zur Herstellung von Dispersionspulver geleistet. Mit Hilfe der Verbundstrategie und der Kreislaufwirtschaft in der Produktion entsteht im Werk Burghausen auch immer weniger Abfall. 79 Prozent der Produktionsabfälle hätten 2019 wiederverwertet werden können.

Auch für das Jahr 2020 sei ein umfangreiches Maßnahmenpaket für die Optimierung des betrieblichen Umweltschutzes vorgesehen, teilt Wacker mit: Als Ziel aller vier Geschäftsbereiche wird dabei ausgegeben, die spezifischen Energieverbräuche um jeweils 1,5 Prozent im Jahr zu senken. Zudem setzten sich die Geschäftsbereiche konkrete umweltrelevante Einsparungsziele für das Jahr 2020. So plane etwa Wacker Polymers, durch eine bedarfsgesteuerte Regelung der Kühlwasserpumpe eine Senkung des Kühlwasserverbrauchs um 150000 Kubikmeter pro Jahr zu erreichen. Auch bei der Herstellung von Polysilicium soll der Kühlwasserverbrauch je Tonne Produkt um vier Prozent gesenkt werden.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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