Trotz Corona Umsatzplus bei AlzChem Group

Dank „robuster Struktur“ Prognosen erfüllt

Trostberg. Die AlzChem Group AG, ein vertikal integrierter Spezialchemie-Anbieter mit führender Marktposition in ausgewählten Nischenmärkten, hat sich im 1. Halbjahr 2020 laut aktueller Unternehmensmeldungen im Rahmen der Prognose entwickelt. Mit 197,3 Millionen Euro sei der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent verbessert worden. Hierzu habe insbesondere das Segment Specialty Chemicals beigetragen, in dem beim Produkt Bioselect ein sehr starker, coronabedingter Wachstumsschub zu verzeichnen war, da es unter anderem ein wesentlicher Bestandteil der Covid-19-Testkits ist. Darüber hinaus hätten Produkte aus der Forschungs- und Entwicklungspipeline erfolgreich in den Produktionsstatus überführt werden können. Dementsprechend deutlich habe sich auch der Absatz bzw. Umsatz der Vielzweckanlagen erhöht. Creamino habe im ersten Halbjahr 2020 ebenfalls eine erfreuliche Mengenentwicklung erreicht.

Starke bis sehr starke Effekte der Covid-19-Pandemie hätten sich hingegen in den Bereichen Automotive sowie Erneuerbare Energien gezeigt, was insbesondere die Geschäftsbereiche Dyhard sowie die AlzChem-Lösungen für die Airbagherstellung betraf. Im Segment Basics & Intermediates sei im 1. Halbjahr 2020 „die robuste Grundstruktur der AlzChem-Gruppe besonders zum Tragen“ gekommen. Trotz Mengenrückgängen von teils an die 30 Prozent im Metallurgie- und Automotive-Sektor hätte insgesamt ein Umsatzplus erzielt werden können. Dazu hätten auch die Marktentwicklung inklusive begleitender Investition in die Nitralz-Produktpalette, eine Ausweitung der Anwendungsgebiete und Länder bei Perlka sowie eine stabile Grundstoffversorgung für pharmazeutische Enderzeugnisse beigetragen.

Dem Umsatzwachstum folgend habe auch das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,6 Euro auf 29,1 Millionen Euro gesteigert werden können. Daraus ergebe sich eine EBITDA-Marge von 14,8 Prozent, die damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres liegt. In der positiven Ergebnisentwicklung zeigten sich auch die positiven Veränderungen auf den Rohstoff- und Strommärkten. Die Abschreibungen seien aufgrund der im zweiten Halbjahr 2019 erfolgten Inbetriebnahme wesentlicher Anlagen bzw. Teilanlagen planmäßig um 2,7 Millionen Euro gestiegen. Vor diesem Hintergrund bleibe das Konzernperiodenergebnis im 1. Halbjahr 2020 trotz eines um 1,0 Millionen Euro deutlich verbesserten Finanzergebnisses mit 11,2 Millionen Euro etwas unter dem Vorjahreswert von 11,9 Millionen Euro.

Der Vorstand bestätigt darüber hinaus die Prognose für das Gesamtjahr 2020. Da sich eine U- statt V-Erholung der Wirtschaft abzeichne, würden Umsatz und Ertrag am unteren Ende der prognostizierten Zielkorridore erwartet, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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