Stabwechsel bei ChemDelta

Dr. Gerhard Wagner wird neuer Lenkungskreisvorsitzender der Initiative

Burghausen. Dr. Gerhard Wagner, Geschäftsführer der OMV Deutschland GmbH übernimmt turnusgemäß den Vorsitz der Initiative ChemDelta Bavaria. Er folgt auf Dr. Dieter Gilles, Werkleiter der Wacker Chemie AG am Standort Burghausen, der diese Funktion in den letzten zwei Jahren wahrgenommen hat.

Die im Jahre 2007 im Bayerischen Chemiedreieck – der Region zwischen Waldkraiburg, Burghausen und Trostberg – ins Leben gerufene Unternehmensinitiative ChemDelta Bavaria wird derzeit von 18 chemischen, pharmazeutischen und biotechnologischen Unternehmen der Region getragen.

Gemeinsam verfolgen die beteiligten Unternehmen das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsregion im Einklang mit den Menschen und der Umwelt zu sichern, Zukunftsinitiativen voranzutreiben sowie den Dialog mit der Landes- und Bundespolitik und der Öffentlichkeit zu führen. Mit rund 20000 Beschäftigten erzielten die Mitgliedsfirmen in den vergangenen Jahren Umsatzerlöse von deutlich über 10 Milliarden Euro im Jahr.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Lenkungskreises wählten die Vertreter der Mitgliedsunternehmen Jens Waldeck, Geschäftsleiter Zentraleuropa der Linde Aktiengesellschaft Geschäftsbereich Linde Gas. Bedingt durch die Corona-Pandemie fand die Mitgliederversammlung erstmals in der über 10-jährigen Geschichte der Initiative als Veranstaltung im virtuellen Raum statt.

In den letzten Jahren hat sich die Initiative bei Behörden, Politik und in der Öffentlichkeit für den Ausbau dringend benötigter Infrastrukturmaßnahmen, für eine verlässliche Energieversorgung und eine nachhaltige Nachwuchssicherung eingesetzt. Im Mittelpunkt standen und stehen dabei beispielsweise die Fertigstellung der Autobahn A94 oder der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing inklusive der Streckenelektrifizierung bis Burghausen.

Seit dem Start des Campus Burghausen der TH Rosenheim sind Vertreter der Initiative ChemDelta Bavaria im Beirat der Hochschule beratend tätig und setzen sich unter anderem für geeignete Studiengänge und eine zukunftsorientierte Hochschulausbildung zukünftiger Fachkräfte in der Region ein.

Mit dem klaren Bekenntnis „Stark für die Region – innovativ für die Welt“ tritt der neue Lenkungskreisvorsitzende Dr. Gerhard Wagner die unter den derzeitigen Rahmenbedingungen besonders herausfordernde Aufgabe an.

„Nach Ludwigshafen und Leverkusen ist das Bayerische Chemiedreieck, das ChemDelta Bavaria, der drittgrößte Chemiecluster in Deutschland und für mich eine Perle in Bayern. Ein Dauerbrenner nicht nur in unserer Region bleibt die gesicherte Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen. Dies gilt für die Unternehmen genauso wie für uns alle als Stromverbraucher. Dieser Lebensnerv braucht die Unterstützung und die Gestaltungskraft der Politik, die den energiepolitischen Rahmen festlegt. Wir haben in unserer Region eine sehr erfolgreiche industrielle Wertschöpfungskette aufgebaut, um die uns die ganze Welt beneidet. In diesen turbulenten Zeiten gilt es nun das Erreichte zu bewahren und die zukünftigen Möglichkeiten zum Vorteil unserer Region zu nutzen. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe braucht den engen Dialog und die engagierte Diskussion, um dann im Schulterschluss die besten Lösungen zu ermöglichen“, so Dr. Wagner.

Der promovierte Diplom-Chemiker Dr. Gerhard Wagner trat 1991 in die OMV Deutschland ein. 2002 übernahm er die Produktionsleitung der Raffinerie Burghausen und leitete ab

2008 erfolgreich den Raffineriestandort Schwechat bei Wien. Seit 2013 ist er Geschäftsführer der OMV Deutschland GmbH und Standortleiter der Raffinerie in Burghausen.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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