Partnerschaft für die Bildung

Bit Gendorf und Schulen aus der Region starten Zusammenarbeit

Burgkirchen. Gleich mehrere neue IHK-Bildungspartnerschaften mit dem Chemiepark Gendorf sollen die Berufsorientierung für die Schüler im Landkreis weiter ausbauen. Wie die IHK für München und Oberbayern bekannt gibt, hat die Bildungsakademie Bit Gendorf mit der Maria-Ward-Realschule Burghausen, der Herzog-Ludwig-Realschule Altötting, sowie den Mittelschulen Garching und Burgkirchen eine Kooperationvereinbarung abgeschlossen. Es sind die ersten formellen Zusammenarbeiten dieser Art im Landkreis. Gemeinsames Ziel ist es, die Jugendlichen auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

„Mit den Schulpartnerschaften wollen wir unseren direkten Draht zu den Schulen ausbauen und weiter auf deren Bedürfnisse eingehen. Die Betriebe am Standort Gendorf freuen sich, neugierige und interessierte Schülerinnen und Schüler kennenzulernen und als Azubis zu gewinnen. Die Partnerschaften gehören für uns deshalb zu einer erfolgreichen Standortpolitik dazu“, erklärt Jochen Volbracht, Geschäftsführer der Bildungsakademie.

Auch die Schulen betonen die Vorteile. „Wir sehen uns in unserem Bildungsauftrag gestärkt. Gerade die zusätzlichen vielfältigen Angebote in der Berufsorientierung sind ein großer Pluspunkt. Ein Tag direkt hier in Gendorf zu einem Themenschwerpunkt ist eine perfekte Ergänzung zum normalen Unterricht in der Schule und kann weitaus effektiver und überzeugender sein“, findet Thomas Killinger, Beratungsrektor und Mittarbeiter in der Schulleitung der Maria-Ward-Realschule Burghausen.

Schulen und Unternehmen wollen nun abstimmen, wie die konkrete Zusammenarbeit in den kommenden Monaten aussehen wird. Neben Karrieretagen, der Nacht der Ausbildung und Bewerbertrainings besteht auch die Möglichkeit, dass Experten aus Gendorf ausgewählten Chemie-Lehrstoff für einen Tag in den Schulen unterrichten.

„Die zentrale Aufgabe der Mittelschule ist es die Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten. Dies kann nur in enger Kooperation mit regionalen Betrieben gelingen. Daher arbeitet die Mittelschule Burgkirchen schon seit Jahren eng mit dem Chemiepark Gendorf zusammen: Betriebspraktika, Betriebserkundungen, Bewerbungstrainings und Lehrerfortbildungen finden regelmäßig statt. Die jetzt geschlossene Bildungspartnerschaft gibt dieser Zusammenarbeit nun einen offiziellen Rahmen“, erklärt Angelika Weiß, Rektorin der Mittelschule Burgkirchen.

Über das Engagement von Schulen und Unternehmen freut sich auch Herbert Prost, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Mühldorf: „Wir brauchen diesen Dialog für das richtige Matching zwischen Unternehmen und Jugendlichen.“ Prost hat eine klare Vorstellung für die Zukunft: „Als IHK würden wir es begrüßen, wenn jede allgemeinbildende Schule in der Region eigene Bildungspartnerschaften hat.“

Die Bildungspartnerschaften sind ein Projekt der IHK für München und Oberbayern und sollen eigenen Angaben zufolge die Brücke zwischen Theorie und Praxis in der Berufsorientierung sein und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen fördern. Letztere können damit frühzeitig den Kontakt zu potentiellen Nachwuchskräften und den Lehrern aufbauen und verbessern die Ausbildungsreife der Schüler. Die Schulen schaffen ihrerseits Praxisnähe in der Berufsorientierung, bereiten ihre Schüler auf den Berufsalltag vor und helfen, Perspektiven in der Berufswahl zu entwickeln.

Unternehmen oder Schulen, die an einer Bildungspartnerschaft interessiert sind, können sich an Verena Kastenhuber von der IHK wenden:  089/5116 1106 oder kastenhuber@muenchen.ihk.de. Weiterführende Infos gibt es online unter www.ihk-muenchen.de/bildungspartner.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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