Neue Gleise offiziell in Betrieb genommen

InfraServ Gendorf investiert über elf Millionen Euro – Eines der größten Einzelprojekte im Chemiepark

Burgkirchen. Nach fünf Jahren Planungs- und Genehmigungsphase und fast einem Jahr Bauzeit konnte InfraServ Gendorf die neuen Gleise im Norden des Chemieparks Gendorf kürzlich offiziell in Betrieb nehmen.

Mit zwei schnellen Schnitten war das rote Band durchtrennt und die neuen Gleise im Norden des Chemieparks Gendorf damit offiziell für den Zugverkehr freigegeben. Drei Bereitstellungsgleise mit insgesamt 1300 Metern Gleislänge entstanden hier in den letzten Monaten für den Chemiepark Gendorf.

Notwendig wurde die Gleiserweiterung, um das mengenmäßige Wachstum im Chemiepark über den umweltschonenderen Transportweg Schiene logistisch bewältigen zu können. Die bestehenden Gleisanlagen stießen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen. Doch im Chemiepark stehen die Zeichen langfristig auf Wachstum: Allein im vergangenen Jahr investierten die Standortunternehmen in Gendorf über 130 Millionen Euro – eine Rekordsumme.

„Für uns war und ist ganz klar die Schiene der bevorzugte Transportweg. Schienenverkehr bedeutet nicht nur weniger Stickoxide, Treibhausgase, Feinstaub und Lärm, sondern auch mehr Sicherheit bei Gefahrguttransporten“, begründet Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf, die Investition. Umgesetzt wurde das millionenschwere Großbauprojekt durch das Bauprojektmanagement von InfraServ Gendorf.

Da aufgrund Corona „schweren Herzens“ von einer Feierlichkeit abgesehen werden musste, wie Dr. Langhammer bedauerte, wurde die offizielle Inbetriebnahme nur mit einer kleinen Geste gewürdigt. Gemeinsam mit Christian Kubasch, Geschäftsleiter Infrastruktur der Südostbayernbahn, zerschnitt Geschäftsleiter Langhammer ein rotes Band und gab somit symbolisch die neu verlegten Gleise frei.

„Ich bedanke mich bei allen Projektbeteiligten und besonders bei der Südostbayernbahn für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit. Sie alle haben hervorragende Arbeit geleistet und geschafft, dass die Gleise planmäßig in Betrieb genommen werden konnten. Und dies trotz der Herausforderung der Arbeiten bei laufendem Bahnbetrieb oder der unplanbaren Umstände wie dem Sturm Sabine oder der Corona-Pandemie“, hob Langhammer hervor.

Die Bauarbeiten an den Gleisen gehören zu den größten Einzelprojekten des Chemieparks Gendorf. Standortbetreiber InfraServ Gendorf investierte über elf Millionen Euro in den Ausbau der Gleisinfrastruktur. „Man sieht den Gleisen leider nicht an, welche Riesen-Investition sich dahinter verbirgt“, stellte Langhammer fest.

Ganz abgeschlossen sind die Bauarbeiten an den Gleisen übrigens immer noch nicht, auch wenn auf den neuen Gleisen bereits Züge fahren: So müssen die auf der Strecke verlegten Weichen vorerst noch manuell bedient werden, bis sie voraussichtlich Anfang 2021 an das Stellwerk in Mühldorf angeschlossen werden können.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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