„Junior Science Slam“: Mit Sprit aus Altpapier zum Sieg

Eggenfeldener Schülerin gewinnt – Nun geht es zum 5. Gendorfer Science Slam am 31. Januar

Altötting. Und die Moral aus der Geschicht’, mit den Töpfen der Mutter experimentiert man nicht. Oder eben doch. Zumindest dann, wenn man Sabine Ispas-Ungermann heißt, auf das Karl-von-Closen-Gymnasium Eggenfelden geht, sich für Wissenschaft interessiert und diese auch noch anschaulich vermitteln kann. Dann nämlich kann man es mit Experimenten weit bringen. Die Eggenfeldenerin ist sie Siegerin des dritten „Junior Science Slam“, der am Donnerstag im König-Karlmann-Gymnasium stattfand.

Waren in der Vergangenheit nur Schulen aus Oberbayern dabei, die sich darin maßen, wer am besten innerhalb von zehn Minuten ein wissenschaftliches Thema anschaulich und lustig präsentiert, änderten die Organisatoren heuer den Modus. Auch Schulen aus Niederbayern wollten mitmachen. So wurde der Slam heuer zum Duell Ober- gegen Niederbayern. Vier Schulen – das Gymnasium Eggenfelden, das Gymnasium Niederalteich, das Gymnasium Olching bei München und als Gastgeber das König-Karlmann-Gymnasium Altötting – traten gegeneinander an. Außer Konkurrenz trat Student Alexander Baumann vom Campus Burghausen an.

„Greta Thunberg wirft ihre Schatten voraus“, kündigten die Moderatoren und Lehrer des KKG, Holger Gottschalk und Christina Lechner, die vier Vorträge der sieben Schüler, die sowohl einzeln als auch in Teams antraten, an. Sowohl die Performance des Vortrags als auch der Inhalt wurden von einer Jury und dem Publikum bewertet. Neben einem Referat zur Photosynthese bei Erdbeeren (Gymnasium Niederalteich, 2. Platz) ging es um den Klimawandel (Gymnasium Olching, 3. Platz), die Lebensdauer der Sonne (Campus Burghausen) und um Mikroplastik in den Meeren. Mit letzterem Beitrag ging Fabian Garschhammer vom KKG an den Start. Er hatte ein schweres Erbe anzutreten, hatte das Altöttinger Gymnasium schließlich im vergangenen Jahr gewonnen. An den Erfolg konnte er trotz origineller Verkleidung nicht anknüpfen. Er wurde Dritter. Siegerin Sabine Ispas-Ungermann überzeugte mit einem Referat darüber, wie man aus Altpapier Sprit für einen Porsche herstellen kann. In einer anschaulichen Präsentation – gespickt mit viel Witz – erzählte sie, wie sie in der Küche der Eltern aus Papier Alkohol herstellen wollte. Dabei ging – nicht ganz zur Freude der Mutter – so mancher Topf kaputt.

War der Wettbewerb im vergangenen Jahr von so manch technischer Panne geprägt, freute sich KKG-Schulleiter Rudolf Schramm, dass dieses Mal alles funktionierte. Vorsorglich hatte man statt auf ein Publikums-Voting per Handy auf eines in Papierform zurückgegriffen. Publikumsliebling war Student Alexander Baumann. Für ihn durfte die Jury bestehend aus Infraserv-Geschäftsführer Dr. Bernhard Langhammer, stv. Landrat Stefan Jetz, 2. Bürgermeister Wolfgang Sellner, Dr. Markus Born (Bayerische Chemieverbände) und Sparkassen-Vorstand Bernd Renschler aber nicht stimmen. Ein Vergleich mit den Vorträgen der Schüler wäre unfair. Die Jury gab der Eggenfeldenerin die meisten Punkte. Somit darf sie beim großen 5. Gendorfer Science Slam außer Konkurrenz antreten. Dieser findet am Freitag, 31. Januar, ab 19 Uhr in der Kantine des Betriebsrestaurants statt.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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