Jetzt gaaanz vorsichtig

Keine Probleme bei Gefahrguttransport

Burghausen. Gefährliche Stoffe gehören in der chemischen Industrie zum Alltag, am Samstag aber hatte man es bei Wacker mit einer besonders sensiblen Fracht zu tun. So galt es, Natriumamid knapp einen Kilometer weit durchs Werk zu transportieren.

In Verbindung mit Luftsauerstoff und Erschütterungen kann Natriumamid gewaltige Explosivkräfte hervorrufen. Aus diesem Grund war für den Transport strenge Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Nicht nur, dass rund um die Strecke eine 150 Meter breite Sperrzone galt, in der sich niemand im Freien aufhalten durfte, hinzu kam auch, dass Wacker-Werkfeuerwehr und Werkschutz die Ladung begleiteten.

Transportiert wurde das Gebinde durch ein teils autonom fahrendes Spezialfahrzeug, ausgestattet mit einem aufwändigen Federungssystem, welches einen besonders erschütterungsfreien Transport ermöglicht. Auf die Selbstfahrlafette wurde zunächst das Amid-Gebinde mit Hilfe eines mit Kameras ausgestatteten Krans gehoben, dann ging es weiter zum Zielort − einer Delaborierungsanlage, in der das Natriumamid mit Sand vermischt und dann über Wochen hinweg durch Bewässern neutralisiert werden soll. Das Natriumamid stammt aus dem Wacker-Bereich Biosolutions und kam dort bei einem Projekt zur Haltbarmachung von Obst zum Einsatz.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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