Herbstserenade bei Sommerwetter

Harmonischer Auftritt von Wacker-Werkkapelle mit Trachtenkapelle Ramsau

Burghausen. Auch wenn Temperaturen und Bedingungen fast wie im Hochsommer herrschten: Das Open-Air-Konzert der Wacker-Werkkapelle zusammen mit der Trachtenkapelle Ramsau, die heuer zu Gast war, lief am Sonntag unter dem Titel Herbstserenade. Dem milden Altweibersommer sei Dank, dass bei lauen 20 Grad an diesem angenehmen Sommerabend kurze Hosen und luftige Oberteile die Haupt-Garderobe der zahlreichen Zuschauer ausmachten – Jacken blieben zumeist über die Schulter gehängt. Auch die Tracht hielt auf dem Vorplatz von St. Jakob ind er Burghauser Altstadt Einzug – nicht nur bei den Musikern. Ein Eis von der Eisdiele am Stadtplatz war dann buchstäblich der erste süße Vorgeschmack auf den abwechslungsreichen musikalischen Abend.

Christian Kremser von der Wacker-Kapelle und Robert Liebel von den Ramsauern hatten mit ihren Bläsern ein wunderbar vielfältiges Programm dabei, eine musikalische Weltreise mit Klassikern und Raritäten gleichermaßen. Von ruhigen, romantischen Klängen, bei denen die Pärchen näher zusammenrückten, über schwungvolle Märsche bis hin zu landläufig bekannten Rock-Pop-Klassikern wie „Music was my first love“ des britischen Künstlers John Miles, bei denen jeder mitwippte, war alles dabei. Kaum zu glauben, aber die beiden Kapellen hatten nur eine Gesamtprobe zusammen, wirkte der Auftritt doch bestens einstudiert und aufeinander abgestimmt. Die 100 Musiker boten Harmonie in ihren Stücken.

Da waren selbst die Kleinkinder im Kinderwagen oder auf den Schultern des Papas ruhig und lauschten gebannt der Musik in der guten Akustik, die die Wände von St. Jakob und Stethaimer-Schule boten. In den Pausen zwischen den Stücken waren Gespräche eher die Ausnahme – zu eindrucksvoll waren die Klänge, die zuvor auf die Zuschauer einwirkten und zu viel gab es rundherum zu sehen.

Auch der ein oder andere Burgbesucher lauschte dem akustischen Spektakel von den Burgzinnen aus, flanierende Menschen auf dem Stadtplatz hielten inne und blieben stehen. Die Herbstserenade hatte wieder einmal mit ihrem abwechslungsreichen Programm für jeden Freund der Musik etwas zu bieten.

Weil der Applaus gar nicht mehr enden wollte, konnten die beiden Kapellen fast nicht anders, als eine Zugabe draufzupacken. Mit minutenlangem Beifall endete die diesjährige Herbstserenade.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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