Feuerwehr-Großübung: Wenn es brandgefährlich wird

Großübung von Feuerwehren, Rettern und Behörden auf dem Gelände der OMV-Raffinerie

Burghausen. Die alljährliche Feuerwehr-Großübung der OMV-Raffinerie fand am Donnerstag von 18 bis 20.30 Uhr statt. Um in einem möglichen Ereignisfall in der Raffinerie umgehend Hilfe leisten und einen koordinierten Ablauf gewährleisten zu können, simulierten die Einsatzkräfte der OMV sowie der umliegenden Gemeinden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden verschiedene Szenarien.

Nach der Alarmierung wurde das Werksgelände der Raffinerie zunächst mit Blaulicht und Martinshorn angefahren. Im weiteren Verlauf der Großübung wurden vier unterschiedliche Ereignisse realitätsnah simuliert, darunter auch Brand- und Unfallszenarien. So wurde zum Beispiel der Brand an einer Anlage angenommen, der in kürzester Zeit von der OMV Werksfeuerwehr gemeinsam mit den externen Einsatzkräften der Nachbarfeuerwehren abgearbeitet werden konnte. Auch die Rettung von mehreren vorgeblich verletzten Personen aus einem Gebäude bei starker Rauchentwicklung konnte beispielhaft umgesetzt werden. „Damit wurde unter Beweis gestellt, dass die Kooperation der verschiedenen Kräfte hervorragend funktioniert. Mit dem Ergebnis der diesjährigen Großübung sind wir sehr zufrieden“, zieht die OMV Bilanz.

Die Einsatzkräfte der benachbarten Gemeinden und Werke sowie die zuständigen Behörden, die als Partner im Ernstfall eine große Unterstützung darstellen hätten gut zusammengewirkt, betont Dr. Gerhard Wagner, Geschäftsführer OMV Deutschland.

An der Übung nahmen rund 180 Einsatzkräfte der OMV, von Polizei und Rettungsdiensten sowie der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren und Werksfeuerwehren teil. Die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden stellte auch ein wichtiges Element der Übung dar. Das Resümee fällt rundum positiv aus. Die verschiedenen Kommunikationswege und das Zusammenwirken zwischen den einbezogenen Organisationen funktionierten reibungslos.

Im Einzelnen sind dies die Werksfeuerwehren der Wacker Chemie AG und des Industriepark Werk Gendorf, die Freiwilligen Feuerwehren Burghausen, Emmerting, Haiming, Marktl, Mehring, Niedergottsau, Piesing, Raitenhaslach, die integrierte Leitstelle Traunstein, der Rettungsdienst mit dem Notärzteteam, das Landratsamt Altötting, die Polizeiinspektion Burghausen, die örtliche Einsatzleitung und die Kreisbrandinspektion. Die jährliche Großübung ist ein wichtiger Bestandteil des OMV Sicherheitskonzepts, um für einen möglichen Einsatz optimal vorbereitet zu sein. Der gesamte Übungsablauf und die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden im Nachgang im Kreise der Teilnehmenden analysiert und in die Alarm- und Gefahrenabwehrplanung der Raffinerie Burghausen und aller beteiligten Stellen einfließen.

Die OMV würdigt auch das Verständnis von Anwohnern für entstandene Geräusch- und Rauchentwicklung im Rahmen dieser vorbeugenden Sicherheitsmaßnahme.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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