Fackeln in Burghauser OMV-Raffinerie bleiben in Betrieb

Wohl noch bis Mitte kommender Woche bleiben Fackeltürme zumindest zeitweise in Betrieb

Burghausen. Nach dem Ausfall einer Kühlanlage bei der Burghauser OMV wird auf dem Raffineriegelände weiterhin abgefackelt. Wohl noch bis Mitte kommender Woche werden die Fackeltürme zumindest zeitweise in Betrieb bleiben, schätzte ein Unternehmenssprecher gestern. Einige Anlagenteile seien weiterhin außer Betrieb, „wir befinden uns in der schrittweisen Wiederanfahrphase“. Man rechne „mit kontinuierlicher Fackeltätigkeit in unterschiedlicher Intensität bis voraussichtlich Freitag, den 30. August“, so der Sprecher weiter. Ihm zufolge werden die Fackeln darüber hinaus bis Mitte kommender Woche zeitweise und „mit abnehmender Intensität“ zum Einsatz kommen.

Wie gestern berichtet, hatte der in mehreren Landkreisen und im benachbarten Österreich zu sehende Feuerschein am Samstag für besorgte Anrufe bei der Polizei gesorgt. Auch am Sonntagabend war das Interesse an den ungewöhnlich hohen Flammen groß. Rund um das Werksgelände versuchten Hobbyfotografen, die Szenerie ins Bild zu bekommen. So gewaltig die Feuerstöße und der damit verbundene Lärm auch sind – Sorgen muss sich nach Angaben der OMV niemand machen. Zum Einsatz kommen die Fackeln laut Infoblatt dann, wenn in der Raffinerie die Weiterverarbeitung des Rohöls gestört ist und die anfallenden Prozessgase nicht wie gewohnt weiterverarbeitet oder aufgearbeitet werden können. Sie werden in solchen Fällen den Fackeln zugeführt und – laut OMV – zu über 99,9 Prozent verbrannt. Der damit einher gehende Lärm stammt vom Wasserdampf, der beigemischt wird. Der Dampf soll eine möglichst rußfreie Verbrennung garantieren.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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