„Es gibt Fragen, die wir klären müssen“

850 Mitarbeiter sind bei Wacker Chemie in Burghausen von Testpflicht für Grenzpendler aus Risikogebieten betroffen

München/Burghausen. Für Grenzpendler aus ausländischen Corona-Risikogebieten gilt seit gestern die geänderte bayerische Einreise-Quarantäne-Verordnung, die besagt: Wer „regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten“, muss den Behörden vor Ort nun unaufgefordert binnen sieben Tagen und anschließend regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen.

Besonders betoffen von der Änderung sind Betriebe und Unternehmen im Grenzgebiet. So auch der Standort Burghausen der Wacker Chemie AG. Dort sind 850 Mitarbeiter beschäftigt, die aus dem benachbarten Österreich zur Arbeit pendeln. „Die neue Regelung betrifft mehr als jeden zehnten Mitarbeiter am Standort“, sagt Stephan Haas, Leiter der Standortkommunikation bei Wacker Chemie in Burghausen, auf PNP-Nachfrage.

Jetzt stelle sich die Frage, wie die neue Regelung genau ausgestaltet sein wird, so Haas. „Wir werden im Laufe der kommenden Woche Gespräche führen und klären müssen, wie eine konkrete Umsetzung aussehen kann. Da werden wir mit den zuständigen Behörden, unter anderem dem Landratsamt Altötting, sprechen“, betont Haas.

Man habe aber die Corona-Lage mit den steigenden Zahlen und die Diskussion in den vergangenen Tagen in den Medien verfolgt. Dennoch komme die Testpflicht für Berufspendler überraschend und die aktuelle Änderung der Einreise-Quarantäne-Verordnung in Verbindung mit der Testpflicht für Grenzpendler werfe einige Frage auf, die es nun zu klären gelte.

So sei unter anderem noch offen, wer die anfallenden Tests der Mitarbeiter bezahlen wird.

Dank der Möglichkeit, den Test binnen sieben Tagen nach der Einreise bei der zuständigen Behörde einreichen zu können, könnten aber alle Mitarbeiter aus Österreich am kommenden Montag ganz normal vom Risikogebiet aus zur Arbeit kommen. Weiteres werde man Anfang der kommenden Woche klären. „Es geht jetzt vor allem darum, kurzfristig zu reagieren“, so Haas.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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