Erstmals Infektionskette im Werk Burghausen

24. Februar 2021

21 Mitarbeiter eines Wacker-Betriebes positiv getestet

Burghausen. Lange Zeit hat man es bei Wacker verhindern können, jetzt aber gibt es wohl erstmals eine größere Zahl innerbetrieblicher Corona-Ansteckungen. Wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilt, sind derzeit 21 Mitarbeiter eines Produktionsbetriebes betroffen.

Wöchentlich erfasst das Werk die Zahl aktueller Infektionsfälle innerhalb der Belegschaft. Wie Standortsprecher Stephan Haas erklärt, ist die Zahl der neu positiv getesteten Mitarbeiter von der vorvergangenen auf die vergangene Woche von 13 auf 24 Mitarbeiter gestiegen.

Stark betroffen ist vor allem einer der insgesamt 80 Wacker-Betriebe des Standorts. Dort wurden mittlerweile 21 Mitarbeiter mehrerer Schichten positiv getestet. Alle befinden sich Haas zufolge in Quarantäne. Aufgrund der vergleichsweise hohen Fallzahl in diesem einen Betrieb geht man bei Wacker davon aus, dass die Ansteckungen innerbetrieblich erfolgten.

Geschlossen ist der Produktionsbetrieb nicht. Jedoch würden alle Mitarbeiter des Betriebs täglich vor Arbeitsbeginn getestet. Zudem seien auch mit Unterstützung des werksärztlichen Dienstes „die Infektionsketten unverzüglich nachverfolgt und eingegrenzt“ worden. Die Schichtgruppen seien streng getrennt worden, man stehe bei der Untersuchung der Ursachen „in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden, speziell mit dem Gesundheitsamt“, so der Standortsprecher.

Nach Einschätzungen bei Wacker dürfte es sich um die erste innerbetriebliche Infektionskette am Standort Burghausen handeln. Bislang konnte dergleichen in der mehr als 8100 Mitarbeiter umfassenden Belegschaft verhindert werden. Zu den Schutzmaßnahmen im Werk gehören eine Abstandspflicht von eineinhalb Metern sowie FFP2-Maskenpflicht in vielen Bereichen, darunter den Werkbussen. Die Kantine wurde für den Regelbetrieb geschlossen und auf ein Abholangebot umgestellt. Abstände zwischen den Arbeitsbereichen wurden vergrößert und Arbeitsprozesse angepasst, um Gruppenbildungen zu vermeiden. Seit dem Frühjahr 2020 befinden sich nach Angaben des Unternehmens rund 50 Prozent der im administrativen Bereich tätigen Mitarbeiter im Homeoffice. „Wo irgend möglich, wird von zu Hause aus mobil gearbeitet“, teilt Sprecher Stephan Haas weiter mit.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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