Einblick in den größten Chemiepark Bayerns

1. Mai 2021

Werk Gendorf gibt neues Nachbarschaftsmagazin heraus – Gratis-Verteilung durch die Post

Burgkirchen. Mit einem Nachbarschaftsmagazin möchte der Chemiepark Gendorf auch in Corona-Zeiten die Information zu den direkten Nachbarn aufrechterhalten und einen Einblick in den größten Chemiepark Bayerns ermöglichen.

Was tut sich hinter dem Chemiepark-Zaun in Burgkirchen? Normalerweise können sich Interessierte bei verschiedenen Veranstaltungen des Chemieparks selbst ein Bild davon machen. Besichtigungstouren durch das Werk, die „Nacht der Ausbildung“ oder Formate wie das Nachbarschaftsgespräch, der Umweltinfotag oder der „Tag der offenen Tür“ – der Chemiepark mit seinen Standortunternehmen tut viel dafür, interessierte Bürger über Projekte, Entwicklungen oder den Chemiepark-Alltag zu informieren. „Transparenz ist für uns ein gelebter Anspruch“, betont Tilo Rosenberger-Süß, Pressesprecher des Chemiepark-Betreibers InfraServ Gendorf. „Gendorf ist ein historisch gewachsener Chemiestandort und wir leben vom gemeinsamen Verständnis und Vertrauen. Deshalb nimmt für uns die offene Kommunikation einen so hohen Stellenwert ein.“

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind öffentliche Veranstaltungen und viele direkte Informationsmöglichkeiten jedoch nicht mehr möglich. Das neue Informationsmagazin mit dem Titel „HALLO NACHBAR“ soll diese Lücke zumindest ansatzweise füllen: „Unser Anspruch war, einen Überblick über Themen zu geben, die uns im Chemiepark aktuell beschäftigen und die auch Nachbarn interessieren könnten“, erklärt Tilo Rosenberger-Süß. So erfahren die Leser der ersten Ausgabe beispielsweise etwas über die Alz als Lebensader für den Chemiepark, den neuen Leiter der Werkfeuerwehr oder wie der Standortbetreiber InfraServ Gendorf mit Drohnen experimentiert.

Außerdem werden die Standortunternehmen in den Fokus gerückt: Archroma beispielsweise produziert in Gendorf den Stoff, mit dem die medizinischen Masken beschichtet werden, um diese feuchtigkeits- und virenabweisend auszurüsten. „Der Chemiepark Gendorf besteht aus vielen unterschiedlichen Unternehmen, die hier auf höchstem Niveau forschen und Produkte des Alltags und der Zukunft herstellen – darauf können wir zu Recht stolz sein. Auch diesen Blickwinkel der Faszination wollen wir unseren Nachbarn, die uns vielleicht noch nicht so gut kennen, näherbringen“, so Tilo Rosenberger-Süß.

„HALLO NACHBAR“ soll zwei Mal im Jahr erscheinen, die erste Ausgabe wird in diesen Tagen über die Deutsche Post kostenlos an alle Haushalte in den Gemeinden Burgkirchen, Emmerting, Kastl und Mehring verteilt.

Für Bürger, die das Magazin nicht erhalten haben, es aber gerne lesen möchten, steht „HALLO NACHBAR“ im Internet auf der Website des Chemieparks zum Download bereit unter folgender Adresse: www.gendorf.de/nachbarn/hallonachbar.

MADE IN GENDORF
Hier ein Auszug aus dem neuen Nachbarschaftsmagazin: Die Firma Archroma stellt im Chemiepark Gendorf Produkte zur Veredelung von Textilien her, dazu zählen auch medizinische Ausrüstungen.

„OP-Masken sind nicht nur ein gewöhnliches Stück Stoff“, erklärt Dr. Erik Salzbrenner, Archroma-Standortleiter in Gendorf. „Diese Masken sind heutzutage Hochleistungsprodukte, um den hohen Sicherheitsansprüchen zu genügen. Das Innenleben muss deshalb spezielle Filtereigenschaften mitbringen.“ Eine OP-Maske besteht aus mehreren Lagen, die mit speziellen Kunststoffverbindungen beschichtet sind. Die äußerste Lage wird dadurch feuchtigkeitsabweisend und hält kontaminierte Tröpfchen zurück. Die mittlere Schicht ist mit einem antibakteriellen Stoff ausgestattet, der für Hygiene sorgt und zusätzlichen Schutz bietet. Die innerste Schicht, die auf der Gesichtshaut aufliegt, ist unbehandelt. Die für die Beschichtungen eingesetzten Kunststoffverbindungen mit dem Produktnamen Nuva™ bestehen aus Fluortelomeren und werden bei Archroma in Gendorf produziert.

„Fluortelomere besitzen viele einzigartige Qualitäten, einschließlich großer Stärke, Vielseitigkeit, Dauerhaftigkeit und ungewöhnlich hoher Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien wie Lösungsmittel, Säuren oder Basen“, erklärt Dr. Erik Salzbrenner.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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