Corona-Krise: Chemiepark Gendorf bisher nahezu schadlos

9. Januar 2021

Aber ein schwieriges Jahr im Kampf gegen die Pandemie liegt hinter dem Chemiepark – Hohes Gesundheitsschutzniveau

Burgkirchen. Unter den besonderen Aspekten der Corona-Krise und in Anbetracht der Abhängigkeit Burgkirchens von den Gewerbesteuerzahlungen aus dem Chemiepark Gendorf hat sich der Anzeiger nach der Lage der örtlichen Industrie erkundigt.

Konkretes zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 war noch nicht zu hören aus dem Chemiepark Gendorf, aber von dramatischen Einbrüchen scheint die in Burgkirchen angesiedelte Chemieindustrie im ersten Corona-Jahr verschont geblieben zu sein.

Auf Nachfrage beschrieb Tilo Rosenberger-Süß, Kommunikationsleiter beim Standortbetreiber InfraServ Gendorf, das Geschäftsjahr 2020 als sehr differenziert: „Die globale Corona-Krise belastete auch unsere Unternehmen am Standort aufgrund der schwächeren Nachfrage aus verschiedenen Branchen, zum Beispiel aus der Automobilindustrie. Dafür wurden aber bei anderen Unternehmen Roh- und Hilfsstoffe für die Herstellung etwa von Pflegeprodukten, medizinischen Schutzausrüstungen und Verpackungen stark nachgefragt.“

Wie sich das auf die Tonnagemengen der Produktion am Standort Gendorf auswirkte, konnte Rosenberger noch nicht sagen, „aber mengenmäßig wird man 2020 wohl unter den Rekordwerten der Vorjahre liegen“, so Rosenberger-Süß.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021 verwies Rosenberger-Süß allgemein auf die aktuelle Prognose des Verbands der chemischen Industrie: Für 2021 geht der VCI von einer nur leichten Zunahme sowohl der Produktion als auch des Umsatzes aus – allerdings werde die Überwindung der Corona-Krise bei den Unternehmen noch einige Zeit brauchen.

Corona selbst habe man am Standort bisher gut in Griff, resümierte Rosenberger-Süß. „Wir konnten Corona-Infektionen von Mitarbeitern am Standort größtenteils verhindern und zum Glück haben sich insgesamt privat nur sehr wenige Kollegen infiziert.“

Rosenberger-Süß führt das auf das hohe Sicherheits- und Gesundheitsschutzniveau am Standort sowie auf das große Augenmerk zurück, das auf die Sensibilisierung der Mitarbeiter gelegt wurde. „Wo in anderen Bereichen und Branchen teilweise noch über die richtigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen diskutiert wurde, haben wir diese bereits konsequent eingeführt und erklärt. Unser werkärztlicher Dienst hat hier hervorragende Arbeit geleistet und auch die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in den Pandemie-Arbeitsgruppen funktionierte wirklich vorbildlich“, beschrieb der Kommunikationsleiter.

Die Chemiepark-Mitarbeiter hätten sich sehr diszipliniert an die neuen Regelungen gehalten und damit großen Anteil daran, dass mögliche Infektionsketten unterbrochen werden konnten, betonte Rosenberger-Süß. „Wir setzen alles daran, dass wir auch im neuen Jahr gesund durchkommen und unsere Geschäftstätigkeit nicht leidet.“

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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