Chemiepark Gendorf sichert Existenzen

Rund 4000 Menschen verdienen hier ihren Lebensunterhalt – Eine Milliarde Euro investiert – Heimatkunde-Serie in der Heimatzeitung

Burgkirchen. Der Chemiepark Gendorf ist der größte Chemiepark Bayerns und Standort für über 30 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitätenchemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Deswegen widmet sich die Heimatkunde-Serie des Anzeigers heute einem Wirtschaftsthema, nämlich der Lebensgrundlage Tausender von Landkreis-Bürgern.

Die Unternehmen nutzen die gemeinsame Chemiepark-Infrastruktur und sind durch einen Produktions- und Stoffverbund eng miteinander vernetzt. Am Standort Burgkirchen sind etwa 4000 Mitarbeiter beschäftigt; rund 400 junge Menschen werden hier ausgebildet. Der Chemiepark Gendorf ist 197 Hektar groß. Eine Fläche von 50 Hektar steht für Ansiedlungen und Erweiterungen zur Verfügung.

Standortbetreiber ist die InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG. Geschäftsleiter Dr. Bernhard Langhammer hebt hervor: „Wir sind kein x-beliebiger Industriepark, sondern ein waschechter Chemiepark, in dem überwiegend Betriebe aus der Chemiebranche angesiedelt sind.“

Im Unterschied zu anderen Industrieparks ist im Chemiepark Gendorf die gesamte Infrastruktur auf Chemieunternehmen ausgerichtet. Sie versorgt angesiedelte Produktionsunternehmen mit zahlreichen Roh- und Hilfsstoffen, zum Beispiel mit Wasserdampf, Stickstoff und Sauerstoff. Auch die Abwässer werden zentral in eigenen Kläranlagen umweltgerecht aufbereitet.

Ein weiterer Unterschied ist der Stoffverbund: Die Unternehmen im Chemiepark Gendorf sind eng miteinander vernetzt. Was die eine Firma herstellt, das dient einer anderen als Ausgangsprodukt. Abfallstoffe werden so zu Rohstoffen. Dadurch werden Millionen Kilometer an Transporten vermieden, Ressourcen und Energie gespart und für die Unternehmen reduzieren sich die Kosten.

Zusätzlich bietet der Chemieparkbetreiber InfraServ Gendorf allen Standortunternehmen Services an, die ebenfalls auf die Chemieindustrie zugeschnitten sind, zum Beispiel in der Logistik und der Instandhaltung.

Insgesamt floss in den vergangenen 20 Jahren über eine Milliarde Euro an Investitionen in den Chemiepark – sowohl in die Infrastruktur als auch in den Ausbau der Produktionsanlagen der Standortunternehmen. Neue Unternehmen wie zum Beispiel Gore haben sich niedergelassen und mehrere Unternehmen siedelten auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Gendorf an.

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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