Chemie-Olympiade in Gendorf

Schüler durften in den Einrichtungen des Chemieparks experimentieren

Burgkirchen. 27 chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler durften jüngst im professionellen Umfeld im Chemiepark Gendorf experimentieren und sich auf den Bundesentscheid der internationalen Chemie-Olympiade vorbereiten.

In einem Seminar im Rahmen des Landesentscheids der Chemie-Olympiade, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, waren die bayernweit Besten der Schülerinnen und Schüler, die sich bereits für die nächste Stufe des Wettbewerbs auf Bundesebene qualifiziert haben, in Gendorf zu Gast. Die Chemieolympioniken durften ausgiebig die Betriebe und Labore der Vinnolit erkunden. Das Seminar findet in dreijährigem Wechsel mit den Unternehmen Wacker und AlzChem im Chemiepark Gendorf statt.

Beim abschließenden Festabend gab Marion Waldvogel-Kochert, Landesbeauftragte der Chemie-Olympiade in Bayern, die Platzierungen der Runde 2 des Wettbewerbs bekannt. Die landesweit beste Schülerin, Arina Schober, wurde außerdem bundesweit Zweitbeste. Insgesamt haben sich dieses Mal neun Schülerinnen und Schüler aus Bayern für die nächste Runde qualifiziert. Sie alle dürfen sich nun in Runde 3 zusammen mit 60 anderen Teilnehmern aus ganz Deutschland weiter messen. Von diesen werden wiederum die besten 15 in der finalen Runde 4 um einen von vier Plätzen im deutschen Auswahlteam für die diesjährige Internationale Chemie-Olympiade kämpfen.

Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf, zollte den Teilnehmern bei seiner Ehrungsansprache Respekt für ihre Leistungen und ermunterte die Nachwuchswissenschaftler zum Weitermachen: „Nicht nur die deutsche Chemie-Industrie braucht so kluge Köpfe wie euch.“ Einen Verbesserungsvorschlag brachte Langhammer aber noch vor: in Zukunft würde er gerne auch Schüler-Vertreter des Landkreises Altötting beim Landesseminar begrüßen.

Das Landesseminar Bayern bot ein volles Programm für die Teilnehmer: Im Labor und Technikum der Bildungsakademie Inn-Salzach durften sie – mit Hilfe der Chemielaboranten-Auszubildenden – selbst experimentieren und unter anderem eine Ausgangslösung zur Herstellung von Duschgel sowie Paracetamol herstellen. Auch die anschließenden Besichtigungen des Chlorbetriebes sowie der Labore im Bereich Innovationsmanagement bei Vinnolit stießen bei den chemiebegeisterten Schülern auf großes Interesse. Ein weiteres Highlight für die Schüler: die Führung durch die Feuerwache der Werkfeuerwehr des Chemieparks mit anschließender Feuerlöschung. Abschließend besuchten die Teilnehmer den 4. Gendorfer Science Slam im Betriebsrestaurant des Chemieparks.

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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