ChemDelta Bavaria im Dialog mit der SPD

ChemDelta informiert bei Landesparteitag über die Anliegen der Region

Bad Windsheim/Burgkirchen. Die Stromversorgung für die Industriestandorte sowie der Infrastrukturausbau des Bahn- und Straßennetzes in das Bayerische Chemiedreieck standen im Fokus von Gesprächen zwischen Verantwortlichen der Initiative ChemDelta Bavaria sowie Parlamentsabgeordneten und Regionalpolitikern der SPD. ChemDelta nutzte dafür den SPD-Landesparteitag in Bad Windsheim, bei dem sich die Initiative mit einem Informationsstand präsentierte.

„Wir haben im Gespräch mit verschiedenen SPD-Abgeordneten und Parteitags-Delegierten den Netzausbau zur Energieversorgung, unsere Situation nach Abstellung des letzten bayerischen Kernkraftwerks sowie den schleppenden Bahn- und Straßeninfrastruktur in Südostbayern thematisieren können“, erklärt ChemDelta-Sprecher Georg Häckl, der gemeinsam mit Tilo Rosenberger-Süß, dem Pressesprecher des Chemieparks Gendorf, den Kontakt zu den SPD-Delegierten aufgenommen hatte.

Sie stellten den Wirtschaftsraum vor und beschrieben die grundsätzlichen Probleme der Unternehmen aller Branchen wie unzureichende Verkehrsanbindung und Unsicherheit einer langfristig gesicherten Energieversorgung. MdL Natascha Konen, Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold, die MdB Martin Burkert und Bärbel Kofler sowie Europaparlamentarier Ismail Ertug suchten den Dialog mit den ChemDelta-Repräsentanten, dazu stießen dann auch noch die SPD-Delegierten aus dem Landkreis Altötting, Annette Heidrich, Marco Kessler und Kilian Maier.

Chemdelta Bavaria mit seinen energieintensiven Produktionsstandorten verdeutlichte dabei die sich „von uns mit großer Besorgnis“ aktuell anbahnende Situation der Stromversorgung in Bayern: „Insbesondere die 2022 anstehende Abstellung des letzten bayerischen Kernkraftwerkes, die regionalen Widerstände gegen die mit der Energiewende verbundene Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitung in den Süden und neuerdings auch der Kohleausstieg bereiten uns große Sorgen, denn von einer sicheren Stromversorgung zu international wettbewerbsfähigen Preisen hängen zehntausende Arbeitsplätze in ganz Südostbayern ab“, betonte Initiativensprecher Häckl.

Auch anhaltenden Defizite und Fortschritte in der Verkehrsinfrastruktur der Industrieregion Südostbayern wurden angesprochen. „Wir konnten die Dringlichkeit und Wichtigkeit der zügigen Umsetzung der Infrastrukturprojekte ABS 38 – den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke von München über Markt Schwaben, Dorfen und Mühldorf nach Freilassing und Burghausen – wieder einmal verdeutlichen“, so Chemieparksprecher Rosenberger-Süß. Der Ausbau werde zwar sicher noch rund zehn Jahre andauern, doch in der Zwischenzeit müssten alle am Prozess Beteiligten für eventuell anstehende Engpässe so schnell wie möglich Abhilfemaßnahmen einleiten, appellierten er und Häckl an die SPD-Politiker. Positiv verzeichnet wurde die heuer im Oktober anstehende Fertigstellung der A 94 zwischen Marktl und München sowie die Vorbereitung weiterer A-94-Ausbauprojekte in Richtung Passau. Auf der „Wunschliste“ der Unternehmen im Chemiedreieck stehen weiterhin der Ausbau der B 299 und der B 20 mit den damit verbundenen Ortsumgehungen wie z. B. in Laufen.

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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