AlzChem meldet Umsatzrückgang

Pandemie hinterlässt vor allem im dritten Quartal ihre Spuren – Aber: Positiver Trend im Cashflow

Trostberg. Die AlzChem Group AG, ein vertikal integrierter Spezialchemie-Anbieter mit führender Marktposition in ausgewählten Nischenmärkten, meldet in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Konzernumsatz von 278,6 Mio Euro nach 287,7 Mio. Euro im Neunmonatszeitraum des Vorjahres.

Den leichten Zuwächsen im Segment Specialty Chemicals stand in Summe ein stärkerer Rückgang in den Segmenten Basics & Intermediates sowie Other & Holding gegenüber. Hier wurden die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie (umgangssprachlich Corona) insbesondere im dritten Quartal 2020 sichtbar.

Besonders betroffen waren die Absatzmengen für den Bereich Metallurgie und den Automotive-Sektor. Dennoch bleibt die hohe Diversifizierung mit einer sehr breiten Produktbasis weiterhin das Alleinstellungsmerkmal und stabile Rückgrat der AlzChem-Gruppe, weil sie einerseits die Umsatzentwicklung in diesem herausfordernden Umfeld nach unten absichert und andererseits signifikante Zukunftspotenziale bietet.

„Ebenfalls hervorzuheben ist“, so das Unternehmen, „dass die Supply Chain durchweg stabil gehalten und so ein uneingeschränkter Produktionsbetrieb während des gesamten Neunmonatszeitraums 2020 sichergestellt werden konnte.“

Die Ertragsentwicklung sei in der Berichtsperiode insgesamt zufriedenstellend, betont AlzChem in einer Unternehmensnachricht. Trotz des leichten Umsatzrückgangs erreichte das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 41,1 Mio. Euro das Niveau des Vorjahres von 41,4 Mio. Euro, gleichbedeutend mit einer EBITDA-Marge von 14,8 Prozent (9M 2019: 14,4 Prozent).

Positiv wirkten sich hier laut AlzChem insbesondere die gesunkenen Rohstoffpreise und die Effekte aus den Programmen zur Digitalisierung sowie Prozess- und Kostenoptimierung aus, die in Summe zu einer deutlichen Reduzierung der Materialaufwandsquote von 39 Prozent auf 36 Prozent führten.

Die Abschreibungen erhöhten sich laut AlzChem planmäßig um 3,4 Mio Euro aufgrund der Investitionen und Fertigstellungen neuer Anlagen zum Ende des Vorjahres. In Summe ergibt sich daraus für die ersten neun Monate 2020 ein Konzernperiodenergebnis von 14,0 Mio Euro nach 17,0 Mio Euro im Vorjahreszeitraum.

„Sehr erfreulich“, so AlzChem, entwickelte sich der operative Cashflow im Neun-Monatszeitraum 2020. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 33,8 Mio Euro und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 8,2 Mio. Euro gestiegen. Trotz eines niedrigeren Konzernperiodenergebnisses konnten insbesondere durch ein effizientes Working-Capital-Management signifikant liquide Mittel generiert werden.

Für das Gesamtjahr 2020 geht der Vorstand aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in einzelnen Zielbranchen und -regionen von einer stabilen bis leicht rückläufigen Entwicklung beim Konzernumsatz und einem stabilen bis moderat rückläufigen bereinigten EBITDA aus. Die ausführliche Quartalsmitteilung zum dritten Quartal findet sich auf der Webseite www.alzchem.com

 

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger/Passauer Neue Presse

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