3. Mai 2018 - Alt-Neuöttinger Anzeiger

SV Gendorf-Burgkirchen von hoher Bedeutung für Chemiepark Gendorf

2878 Arbeitsstunden unentgeltlich geleistet - Eigenleistung half dem SVGB beim Erhalt und Ausbau seiner Infrastruktur

Burgkirchen. „Der Sportverein bietet für die Gemeinde Burgkirchen Lebensqualität und steigert so die Attraktivität als Wohnort. Das ist für den Chemiepark als Arbeitgeber von nicht zu unterschätzender Bedeutung“, sagte Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf bei der Delegiertenversammlung des Sportvereins Gendorf Burgkirchen. Rückblicke auf die sportlichen Ereignisse und Errungenschaften bei der Infrastruktur in den vergangenen beiden Jahren standen auf der Tagesordnung der Delegiertenversammlung kürzlich im Betriebsrestaurant des Werkes Gendorf.

Für sehr wichtig hält Dr. Langhammer, dass der Sportverein im Bereich der Jugendarbeit Verantwortung übernimmt, Integration von Migranten gelingt und für eine älter werdende Gesellschaft Freizeitangebote geschaffen werden. Durch den Verein ist es möglich, im Chemiepark Mitarbeitern ganzjährig attraktive Angebote für Fitness und Gesundheit zu machen, zum Beispiel mit der „Aktiven Pause“. Aktuell startet der Lauftreff wieder und wird beim Halbmarathon in Altötting seinen Höhepunkt finden. Verantwortlich für den Lauftreff ist Christian Weißgerber.

Dr. Langhammer: „Daher schätzen und würdigen die Firmen des Chemieparks das hohe Engagement des Vereins seit vielen Jahren, auch finanziell. Dies wird, zumindest was die InfraServ angeht, so bleiben.“

Bürgermeister Johann Krichenbauer unterstrich die Aussagen Langhammers mit dem Gedanken, man müsse sich nur vorstellen, dass Deutschland eine Woche ohne Ehrenamt auskommen müsse.

Dieter Wüst, Kreisvorsitzender des Landessportverbandes und SVGB-Ehrenmitglied, sah die vergangenen beiden Jahre geprägt von weiterer Konsolidierung, Mitgliedszuwachs und neuen Angeboten. Die Ju-Jutsu-Abteilung habe für großartige Erfolge im Leistungssport gesorgt. Um einen Datenschutzbeauftragten werde der SVGB als Großverein nicht herumkommen.

Wie berichtet, hielt Hans Olbort als stellvertretender SVGB-Vorsitzender mit dem Aufgabenbereich Finanzen und Vereinsentwicklung bei der 21. Delegiertenversammlung seinen letzten Rückblick. Er sprach von einem Aufwärtstrend bei der Mitgliederzahl, die aktuell bei 2149 liegt. Für sachkundiges Training seien bestens ausgebildete Sportlehrer und Übungsleiter zuständig. Olbort dankte allen Beteiligten für 2878 gemeinnützig geleistete Arbeitsstunden in den Jahren 2016 und 2017. Am meisten habe die Vorstandschaft und die freiwilligen Bauhelfer die Errichtung der neuen Stockschützenhalle im Alzstadion beschäftigt. Durch dieses neue Gebäude und darüber hinaus durch einen neuen Zaun ums Alzstadion, eine neue Anzeigentafel, neue IT-Ausstattung der Geschäftsstelle und neue Hochsprungmatten erhöhte sich laut Olborts Rechenschaftsbericht das Anlagevermögen in den vergangenen beiden Jahren von 276 000 Euro auf 364 000 Euro. Leider sei der neue Zaun bald nach seiner Aufstellung durch den Gewittersturm im August 2017 arg beschädigt worden, ebenso das Flachdach mit seinen Dachluken über dem Vorbau des Alzstadions. Von den eingenommenen Mitgliedsbeiträgen des Jahres 2017 in Höhe von rund 136 000 Euro wurden nach Olborts Angaben 95 000 Euro (70 Prozent) wieder in die einzelnen Abteilungen investiert. Seinem Rechenschaftsbericht zufolge standen den Einnahmen des Jahres 2016 in Höhe von rund 595 000 Euro Ausgaben von 541 000 Euro gegenüber. Auch im Jahr 2017 standen die Einnahmen in Höhe von rund 630 000 Euro in einem positiven Verhältnis zu den Ausgaben in Höhe von 602 000 Euro. Olbort kam auch auf den Sportbetrieb zu sprechen und erwähnte, dass etwa 30 Asylsuchende beim SVGB trainieren; die Fluktuation sei jedoch hoch. Olbort stellte ferner gute Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen heraus.

Diesen Rückblick auf das sportliche Geschehen führten stellvertretende SVGB-Vorsitzende Ulrike Krempl und Vorstandsmitglied Markus Kreilinger weiter. Sie erinnerten an die große 60-Jahr-Feier der Tennisabteilung, an die Handball-Mädchen, die Bezirksoberliga-Meister wurden und erwähnten eine neue Kindermannschaft der Handball-Abteilung. Die Fußball-Herren wurden Meister der A-Klasse. Bei den Fußball-Kleinfeldturnieren „wuselt“ es traditionell im Alzstadion. Im dritten Jahr läuft das Indoor-Cycling bei konstant hoher Nachfrage.

Im Sommer soll eine Mountainbike-Gruppe gegründet werden. Das Erste Tischtennis-Damenteam wurde Meister der Bezirksklasse und stieg in die Oberbayernliga auf. Die erfolgreichste SVGB-Abteilung ist Ju-Jutsu. „Mit dem Aufzählen der errungenen Titel würden wir gar nicht mehr fertig“, schmunzelte Ulrike Krempl. Die Abteilung Seniorensport ist sehr aktiv. Aus dem Stockschießen ist durch die neue Stockschützenhalle eine Ganzjahressportart geworden. Abschließend erinnerten Ulrike Krempl und Markus Kreilinger daran, dass das Alzstadion im Jahr 1967 erbaut wurde.

Nachhaltig belebt wurde die Versammlung durch einen spektakulären Auftritt der SVGB-Akrobatikgruppe „Akrosphere“.

Quelle: Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger

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