Experimentieren mit den Profis an der BIT Gendorf

Schulstunden in den Fächern Chemie, Physik und Informatik von Experten aus der Praxis gestaltet

Wie bei den Profis: Kathrin Peter, Ausbilderin für Chemieberufe an der Bildungsakademie Inn-Salzach (BIT Gendorf), zeigte den Schülern der 10. Klassen wie sie durch Nachweisreaktionen den Inhalt von Reagenzgläsern bestimmen können.

Wie bei den Profis: Kathrin Peter, Ausbilderin für Chemieberufe an der Bildungsakademie Inn-Salzach (BIT Gendorf), zeigte den Schülern der 10. Klassen wie sie durch Nachweisreaktionen den Inhalt von Reagenzgläsern bestimmen können.

Jochen Volbracht, Leiter der Bildungsakademie (links), und Ausbildungsreferentin Heike Greisinger (rechts) überreichten die Labormäntel an Schulleiterin Silke Wimmer (Mitte rechts) und Chemielehrerin Barbara Gumpendobler.

Jochen Volbracht, Leiter der Bildungsakademie (links), und Ausbildungsreferentin Heike Greisinger (rechts) überreichten die Labormäntel an Schulleiterin Silke Wimmer (Mitte rechts) und Chemielehrerin Barbara Gumpendobler.

Burgkirchen, 12.02.2020 – Schulunterricht ist immer trocken und theoretisch? Von wegen! In einer praxisnahen Experimentierstunde an der Herzog-Ludwig-Realschule Altötting zeigten Ausbilder der BIT Gendorf, wie viel Spaß MINT-Fächer machen können.

Für die Schüler der 10. Klassen war es kein ganz normaler Schul-Mittwoch. Anstelle des gewöhnlichen Chemieunterrichts hieß es: Labormäntel, Handschuhe und Sicherheitsbrillen anziehen und losexperimentieren. Unter fachkundiger Anleitung von Kathrin Peter, Ausbilderin für Chemieberufe bei der Bildungsakademie Inn-Salzach (BIT Gendorf) im Chemiepark GENDORF, untersuchten sie verschiedene Flüssigkeiten in Reagenzgläsern und bestimmten durch Nachweisreaktionen den Inhalt. In der Praxis von Chemielaboren ist das zum Beispiel ein Standardverfahren für qualitative Schnelltests.

Seit 2019 bietet die BIT Gendorf Mittel- und Realschulen der Landkreise Mühldorf, Altötting, Rottal-Inn sowie Traunstein die Möglichkeit, Schulstunden in den Fächern Chemie, Physik und Informatik von Experten aus der Praxis gestalten zu lassen. Das Besondere dabei: Die Bildungsakademie kann mit ihrem spezialisierten Equipment auch Versuche durchführen, für die Schulen nicht immer ausgerüstet sind. Das Angebot der BIT Gendorf beinhaltet Unterrichtseinheiten aus dem bayerischen Lehrplan zu unterschiedlichen Themen wie Säuren und Basen, Industrie 4.0, Microcomputer oder Datenschutz. Ausgelegt ist der Praxisunterricht für die Klassen acht bis zehn.

„Wie begrüßen dieses Angebot sehr“, so Silke Wimmer, Schulleiterin der Herzog-Ludwig-Realschule. „Zum einen ist es eine gute Möglichkeit, den Unterricht mit praxisnahen Experimenten zu bereichern. Zum anderen fassen unsere Schüler jetzt Pläne für das spätere Berufsleben. Über die reine Wissensvermittlung hinaus haben sie die Möglichkeit im Probeunterricht zu sehen, was sie in einem MINT-Beruf erwartet. Diese Zusammenarbeit sehen wir auch als Berufsvorbereitung, denn gerade hier im Chemiedreieck werden viele unserer Schüler später in chemischen Berufen arbeiten.“
Von der Kombination aus Unterricht und Praxiserfahrung profitieren beide Seiten. Für Jochen Volbracht, Leiter der BIT Gendorf, ist es wichtig, Schüler früh genug für Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu begeistern: 2

„Über die Praxis im Unterricht zeigen wir den Schülern, mit welchen Elementen aus dem Unterricht sie auch im späteren Berufsleben in Berührung kommen. Gleichzeitig können sie direkt mit Ausbildern sprechen, die langjährige Berufserfahrung im jeweiligen Bereich mitbringen.“ Die BIT Gendorf unterstützt die Herzog-Ludwig-Realschule seit Juni 2019 im Rahmen einer Bildungspartnerschaft. Neben der Expertise ihrer Ausbilder im Unterricht erhielt die Schule eine Spende von 40 Labormänteln im Wert von 1.000 Euro, welche von den Schülern auch gleich zum Experimentieren genutzt werden konnten.

Über die Bildungsakademie Inn-Salzach
Die Bildungsakademie Inn-Salzach mit Sitz in Burgkirchen a.d.Alz ist die zentrale Bildungseinrichtung im Chemiepark GENDORF. Als gemeinnützige Tochtergesellschaft der InfraServ Gendorf bietet die Bildungsakademie unter dem Label „BIT GENDORF“ berufliche Aus- und Weiterbildung auf höchstem Qualitätsniveau. Dazu gehört die praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte im Auftrag und für den Bedarf des Chemieparks GENDORF und weiterer Auftraggeber, eine breite Palette an Seminaren und Lehrgängen für Fach- und Führungskräfte sowie eine Berufsfachschule für Informatik.
Weitere Informationen über die Bildungsakademie Inn-Salzach finden Sie online unter: www.bit-gendorf.de

Über den Chemiepark GENDORF
Der Chemiepark GENDORF im oberbayerischen Burgkirchen – mitten im Bayerischen Chemiedreieck – ist der größte Chemiepark Bayerns und Standort für über 30 Unternehmen aus den Bereichen Basis- und Spezialitäten-Chemie, Kunststoffe, Energieversorgung und Dienstleistungen. Die produzierenden Unternehmen nutzen die gemeinsame Chemiepark-Infrastruktur und sind durch einen Produktions- und Stoffverbund eng miteinander vernetzt. Am Standort sind ca. 4.000 Mitarbeiter beschäftigt; etwa 400 junge Menschen werden vor Ort ausgebildet. Der Chemiepark GENDORF ist 197 Hektar groß. Eine Fläche von 50 Hektar steht für Ansiedlungen und Erweiterungen zur Verfügung. Die speziell auf die Chemieproduktion zugeschnittene Infrastruktur wird von der Betreibergesellschaft InfraServ Gendorf bereitgestellt.

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