Erfolgreiche Sanierung der Altlast im Werk Burghausen kommt voran: Langjähriger Trend zur Verringerung der Umweltauswirkungen

Seit fast 30 Jahren werden Sanierungsmaßnahmen intensiv vorangetrieben – Jährlich eine 1 Mio. Euro Kosten

Burghausen, 09.08.2019 - Mit hohem technologischen und finanziellen Aufwand arbeitet WACKER am Standort Burghausen an der Sanierung der Altlast, die in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts im Zuge der längst eingestellten Produktion von chlorierten Kohlenwasserstoffen in den Boden des Werks gelangt war.

1989 wurden die ersten Sanierungsanlagen in Betrieb genommen, 1998 folgte eine großtechnische Tunnelbohrung unterhalb der alten Deponie als Teil einer flächendeckenden Bodenluftabsaugung, die rund 98 % der Sanierungsleistung beiträgt. Seit 2001 wird in Abstimmung mit den zuständigen Behörden für tiefer liegende Schichten zusätzlich eine leistungsfähige Grundwassersanierungsanlage betrieben und ständig weiterentwickelt.

Beim amtlichen Monitoring wurden im Jahr 2000 Hexachlorbutadien (HCBD)-Rückstände in Fischen aus dem Unterlauf des Alzkanals nachgewiesen, die auf diese Bodenbelastung unterhalb des Werkes zurückzuführen sind. Da die ermittelten HCBD-Werte über der zulässigen Höchstmenge lagen, dürfen Fische mit erhöhter Belastung aus den betroffenen Abschnitten flussabwärts des Alzkanals seither nicht mehr gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden.

In Abstimmung mit den beteiligten Behörden sowie den Fischereiberechtigten etablierte die Wacker Chemie ab 2001 ein jährliches Fischmonitoring durch einen Sachverständigen, um die Belastungssituation und die Auswirkungen der Sanierung eng zu verfolgen. Die Ergebnisse für 2018 wiesen bei Fischen aus der Salzach unterhalb der Alzkanalmündung weiterhin HCBD-Gehalte über der zulässigen Höchstmenge aus. Wie schon in den Vorjahren wurden die höchsten Werte bei den Aalen gemessen, was sich auch in die weiter flussabwärts gelegenen Abschnitte fortsetzte. Fettärmere Fischarten wiesen dagegen deutlich geringere Konzentrationen auf und liegen in Inn und Donau weit unter der zulässigen Höchstmenge.

Während zum Beispiel die Befunde für Aale im Bereich der Salzach, aufgrund des im besonders heißen und wasserarmen Jahr 2018 sehr niedrigen Wasserstands, höher als im Vorjahr waren und weiterhin darüber lagen, setzte sich der langjährige Trend zu einer immer geringeren Belastung in der Donau unterhalb der Innmündung fort. Dort erreichten erstmals alle untersuchten Fische Werte unterhalb der zulässigen Höchstmenge. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Verbot des gewerbsmäßigen Inverkehrbringens von Fischen aus dem Alzkanalunterwasser und der Salzach unterhalb der Alzkanalmündung unverändert weiter besteht. Dies gilt auch für Aale aus dem Inn nach der Mündung der Salzach und vorsorglich für Aale in der Donau nach Mündung des Inns. Weitere Einschränkungen für die Fischerei ergeben sich nicht.

Vor diesem Hintergrund erklärt der Umweltbeauftragte der Wacker Chemie, Dr. Andreas Moser: „Die seit fast 30 Jahren intensiv vorangetriebenen Sanierungsmaßnahmen zeigen, dass WACKER die Verantwortung für die Altlasten früherer Jahre übernommen hat. Dafür wenden wir jedes Jahr bis zu einer Million Euro auf. Auch wenn wir noch nicht am Ziel angekommen sind, setzen wir auf eine konsequente Fortführung dieser langjährigen Entwicklung in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und der betroffenen Fischerei und erwarten in den kommenden Jahren eine weitere Reduzierung der HCBD-Werte.“

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