BASF in Trostberg

Trostberg, Geburtsort der Bauchemie, ist heute ein Mehrbereichsstandort des führenden Chemieunternehmens der Welt, der BASF: Hier sind die beiden BASF-Gruppengesellschaften BASF Construction Solutions GmbH und BASF Construction Additives GmbH vertreten, die in Trostberg zusammen rund 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.

BASF Construction Solutions GmbH
In Trostberg beschäftigt die BASF Construction Solutions GmbH, eine Gruppengesellschaft der BASF, 110 Mitarbeiter. Weitere 140 Mitarbeiter arbeiten an den Standorten Mannheim und Staßfurt (Sachsen-Anhalt).
Während in Trostberg die globalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Bereichs Bauchemie gebündelt werden, ist Staßfurt Produktionszentrum für fertig formulierte Betonzusatzmittel, Rohstoffe für Betonzusatzmittel, Zementadditive, Lösungen für den Untertagebau, Abdichtungssysteme, Lösungen für Schutz und Reparatur von Beton, Vergussmörtel und Hochleistungsböden.
Darüber hinaus erfüllen Mitarbeiter der BCSG weitere Aufgaben innerhalb der Innovationskette des Unternehmensbereichs Bauchemie, betreuen u. a. dessen Patentportfolio oder nehmen Führungsaufgaben für den Geschäftsbereich Construction Chemicals Europe der BASF wahr, der von Mannheim aus gesteuert wird.

BASF Construction Additives GmbH
Die BASF Construction Additives GmbH ist eine Gruppengesellschaft der BASF mit Sitz in Trostberg. Sie stellt mit 350 Mitarbeitern mehr als 220 verschiedene Produkte her, die die Verarbeitbarkeit von Baustoffen verbessern und deren Beständigkeit erhöhen.
Dabei handelt es sich um Additive für Spachtelmassen, Gips und Mörtel sowie um Produkte für die Anwendung bei der Erdöl- und Erdgasgewinnung, vor allem für Bohrspülungen und Tiefbohrzementierung.

Forschungs- und Entwicklungszentrum am Standort Trostberg

Als Teil des Forschungsverbundes der BASF betreiben Spezialisten und Wissenschaftler im Forschungs- und Entwicklungszentrum am Standort Trostberg Grundlagenforschung und entwickeln Produkte in den Bereichen Bauchemie sowie Ölfeld- und Bergbau-Chemikalien.

Die Anfänge der Bauchemie

Ein Standort der Chemieindustrie ist Trostberg bereits seit über 100 Jahren. Die Wasserkraft der Alz als dem einzigen Ausfluss des Chiemsees war 1908 der wichtigste Grund für die Bayerische Stickstoff-Werke AG, hier ihre energieintensive Calciumcarbid- und Kalkstickstoff-Produktion zu anzusiedeln. Durch Fusion mit der Bayerischen Kraftwerke AG und der Donauwerke AG entstand daraus 1939 die Süddeutsche Kalkstickstoffwerke AG (SKW Trostberg AG), die als Begründerin der Bauchemie gelten kann: In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelten Forscher der SKW in Trostberg den „Ur“-Betonzusatzstoff Melment – damit begann die Erfolgsgeschichte der Chemiesparte, die sich mit der Verbesserung von Baustoffen befasst. Die SKW Trostberg AG, die später mit Degussa-Hüls zur so genannten neuen Degussa fusionierte, hat diese Erfolgsgeschichte federführend mitgeschrieben. Seit Juli 2006 gehört die Bauchemie zur BASF und bildet dort einen eigenen Unternehmensbereich.